Amstrad PC1512

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Amstrad PC-1512 DD
Werbesticker der „Schneider Computer Division“ aus den 1990ern

Der Amstrad PC1512 ist ein 1986 vorgestellter Heimcomputer. Er war damit einer der ersten in Europa privat genutzten IBM-PC-kompatiblen Computer. Hersteller war die Firma Amstrad, im deutschsprachigen Raum wurde der PC – wie schon die vorherigen Amstrad-Computer – durch die Schneider Computer Division unter eigenem Namen vertrieben.[1]

Der PC1512 verwendete einen Intel 8086 mit 8 MHz und wurde mit 512 KByte RAM ausgeliefert, konnte auf dem Motherboard aber auf 640 KByte RAM aufgerüstet werden.

Ein PC1512 SD besaß ein, ein PC1512 DD zwei 5,25 Zoll Diskettenlaufwerke. Außerdem wurde eine 20-MB-Festplatte angeboten. Es gab die Wahl zwischen einem Schwarz-Weiß und einem Farb-Monitor. Auf dem S/W-Monitor wurden die Farben als Graustufen angezeigt. Der 1512 verfügte über einen CGA-Adapter mit einem zusätzlichen 640x200x16 Modus. Erst sein Nachfolger PC1640 konnte neben CGA auch HGC und EGA Grafik darstellen.

Neben der CGA besaß das Motherboard eine parallele und eine serielle Schnittstelle, eine Echtzeituhr (mit zugeordnetem Interrupt Kanal 2) und ein 16 KB BIOS (mit Basissegment 0xFC00), dass die Konfiguration (Laufwerke, Schnittstellen, Coprozessor, Gameport sowie Speicher) automatisch erkannte, im Ausrüstungsinterrupt allerdings Bit 11 statt Bit 12 für einen Gameportadapter setzte. In der ersten Biosversion erfolgte in der Systemzeit mitternachts kein 24 Stundenüberlauf.

Eine Besonderheit des 1512 waren die mitgelieferten Betriebssysteme: Neben Microsofts MS-DOS lag dem PC auch das auf CP/M basierende DOS Plus von Digital Research sowie die vom Atari ST-Heimcomputer bekannte grafische Benutzeroberfläche GEM (Graphical Environment Manager) bei. Deswegen verfügte dieser Rechner bereits standardmäßig über eine 2-Tasten-Maus mit Anschluss auf der linken PC-Seite.

Beim 1512 befand sich das Netzteil im Monitor, ein Lüfter war deshalb nicht nötig. Geräusch verursachten daher lediglich Laufwerke. Andererseits konnte dadurch der Monitor nicht durch einen handelsüblichen ersetzt werden.

Als Puffer-Batterien für die persönlichen BIOS-Einstellungen kamen vier handelsübliche AA-Batterien und nicht wie heute üblich Lithium-Batterien zum Einsatz. Die Batterien befanden sich unter der Monitor-Aufnahme im PC-Gehäuse und konnten so leicht und ohne Werkzeug gewechselt werden. Uhrzeit und Bios-Einstellungen gingen bei ausgeschaltetem Rechner beim Batteriewechsel verloren.

Weitere Besonderheit war ein ohne Werkzeug zu öffnender Deckel über den Slots für drei Erweiterungen. Eine Zusatzkarte (weitere Grafikkarte, COM-Anschlusskarte usw.) konnte daher eingebaut werden, ohne dafür den ganzen PC zu öffnen. Allerdings war der Anschlag für das Befestigungsblech der Zusatzkarten zu tief.

Ein Schneider 1512 mit einem Diskettenlaufwerk und S/W-Monitor kostete 1986 knapp unter 2000 DM, Aufpreis für zweites Diskettenlaufwerk 500 DM, Aufpreis für Farb- statt S/W Monitor 500 DM.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Happy Computer  :10/1986 Schneider PC: die neue Dimension. Abgerufen am 2. April 2018 (deutsch).