Anlehnhaus

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Ein Anlehnhaus oder auch Anlehngewächshaus ist ein verglaster Anbau an ein bestehendes Gebäude, der sich optisch an dieses "anlehnt".

Beschaffenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist ist ein Anlehnhaus großzügig verglast und befindet sich an der Südseite des Gebäudes, so dass sich das Innere bei Sonnenschein erwärmt. Anlehnhäuser und Wintergärten enthalten üblicherweise keine Heizung, so dass sich die Temperatur entsprechend der Witterung und dem Wärmeaustausch mit dem Hauptgebäude einstellt. Menschen nutzen das Anlehnhaus als Zwischenstufe zwischen drinnen und draußen und halten sich dort dementsprechend überwiegend tagsüber bei passenden Wetter auf. Anlehnhäuser und Wintergärten tragen in gewissem Umfang zur Erwärmung des dahinterliegenden Gebäudes bei, da sie aufgrund des Treibhauseffekts bei direkter oder ausreichender diffuser Sonneneinstrahlung mehr Sonnenenergie "einfangen" als abstrahlen und auch nachts den Wärmeabfluss aus dem Gebäude behindern.

Anlehnhäuser sind häufig kleiner und weniger aufwendig in Konstruktion und Ausführung als Wintergärten. Der Unterschied zwischen beiden ist jedoch eher optischer als konstruktiver Natur.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruth-Maria Ullrich: Glas-Eisenarchitektur: Pflanzenhäuser des 19. Jahrhunderts, Wernersche Verlagsgesellschaft, 1989, ISBN 3884620371
  • Das gebogte Anlehnhaus als Bautyp - zwei Gewächshäuser des 19. Jahrhunderts. in: Denkmalpflege im Rheinland 11 (1994) Nr.1, S. 30–33, Abb., ISSN 0177-2619

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]