Arburg

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Dieser Artikel behandelt ein deutsches Maschinenbauunternehmen. Zum anderen Bedeutungen siehe Arburg (Begriffsklärung).
Arburg GmbH + Co KG
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Rechtsform GmbH + Co KG
Gründung 1923
Sitz Loßburg, Deutschland
Leitung Familien Hehl und Keinath
Mitarbeiter ca. 2.800 weltweit (2017)
Umsatz 636 Mio. Euro (2016)
Branche Maschinenbau, Kunststoff
Website www.arburg.com
Arburg Stammhaus in Loßburg, Deutschland
Arburg Spritzgießmaschinen
Arburg freeformer

Das deutsche Maschinenbauunternehmen Arburg GmbH + Co KG (Eigenschreibweise: ARBURG) ist ein Unternehmen der Familien Hehl und Keinath und gehört mit seinen elektrischen, hybriden und hydraulischen Kunststoffspritzgießmaschinen, Turnkey-Anlagen und seinem industriellen additiven Fertigungssystem weltweit zu den Branchenführern. Mit rund 2.300 Mitarbeitern in Deutschland und weiteren 500 weltweit bedient Arburg Absatzmärkte für Maschinen von 125 bis 6.500 kN Schließkraft.

Anwendungsbereiche der Maschinen sind Kunststoffteilfertigungen beispielsweise in der Automobilbranche, der Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, der Medizintechnik, für Haushaltsgeräte und in der Verpackungsindustrie. Daneben werden modulare Robot-Systeme und Maschinenperipherie produziert.

Arburg ist mit eigenen Einheiten in 25 Ländern an 33 Standorten und über Handelspartner in mehr als 50 Ländern vertreten. Zentraler Produktions- und Verwaltungsstandort ist Loßburg im Nordschwarzwald, weitere deutsche Standorte sind die „Technologiezentren“ in Radevormwald und Rednitzhembach.

Die weltweit operierende Hehl-Gruppe verbuchte 2016 einen konsolidierten Umsatz von 636 Millionen Euro.

Arburg wurde 2010 in das Lexikon der deutschen Weltmarktführer aufgenommen.[1]

Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Standardverfahren des Spritzgießens hinaus werden spezielle Ausstattungsvarianten für die Bereiche Mehrkomponenten-Spritzgießen, Verarbeitung von Duroplast, Elastomer und Silikon (Liquid Silicone Rubber), Gas- und Wasserinnendrucktechnik (GIT, WIT), Schäumtechnik, Umspritzen von Einlegeteilen, Pulverspritzgießen (Powder Injection Moulding beinhaltet: Metal Injection Moulding und Ceramic Injection Moulding) und Reinraumtechnik angeboten. Zudem hat Arburg ein eigenes System für die additive Fertigung (Freeformer) im Programm.

Zeittafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1923: Gründung des Familienunternehmens Hehl
  • 1956: Beginn der Serienproduktion von Spritzgießmaschinen
  • 1960: Verkauf der tausendsten Spritzgießmaschine
  • 1961: Patentierung des Allrounder-Prinzips zur Realisierung von bis zu zehn unterschiedlichen Arbeitstellungen an einer Maschine
  • 1962: Entwicklung und Produktion der ersten Zweifarben-Maschine
  • 1982: Erste Maschine mit Bildschirmsteuerung
  • 1993: Einführung der Steuerungseinheit „Selogica“
  • 2000: Einweihung von Arburg II mit weiteren 36.000 Quadratmetern bebauter Produktionsfläche – gesamt 146.000 Quadratmeter
  • 2006: Allrounder-Spritzgießmaschinen bis 5.000 kN Schließkraft
  • 2009: Einweihung des neuen Arburg Kundencenters
  • 2012: 60 Jahre Ausbildung bei Arburg mit 1.500 Auszubildenden
  • 2013: Präsentation des additiven Fertigungssystems freeformer (ARBURG Kunststoff-Freiformen)
  • 2015: Seniorchef Eugen Hehl wird in die „Plastics Hall of Fame“ aufgenommen
  • 2016: Einweihung der neuen Montagehalle am Standort Loßburg – Erweiterung auf 165.000 Quadratmeter
  • 2016: Präsentation des Allrounder 1120H mit 6.500 kN Schließkraft mit neuem Design und neuer Steuerungseinheit „Gestica“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.