Argumentum ad logicam

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Das Argumentum ad logicam ist ein logischer Fehlschluss. Eine Schlussfolgerung müsse falsch sein, weil ein vorheriges Argument falsch war. Andere Bezeichnungen sind Irrtum vom Irrtum, Widerlegung durch Irrtum oder Schlechte-Gründe-Fehlschluss.[1]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Beispielen ist das Argumentum ad logicam kursiv hervorgehoben.

Tom: Alle Tiere sind Katzen. Felix ist ein Tier. Deshalb ist Felix eine Katze.
Bill: Nicht alle Tiere sind Katzen. Du liegst falsch, Felix kann also keine Katze sein.

oder

Tom: Ich spreche deutsch. Also muss ich Deutscher sein.
Bill: Österreicher sprechen ebenfalls deutsch. Deine Argumentation ist falsch, also bist du kein Deutscher.

Ablehnung eines Trugschlusses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umgekehrt darf die falsche Begründung nicht für korrekt gehalten werden, nur weil sich die Behauptung als wahr herausstellt.

Tom: Alle Tiere sind Katzen. Felix ist ein Tier. Deshalb ist Felix eine Katze.
Bill: Nicht alle Tiere sind Katzen. Du liegst falsch, Felix müsste keine Katze sein.
Die Katze Felix betritt den Raum.
Tom: Ich lag richtig, also ist meine Begründung korrekt.

entsprechend

Tom: Ich spreche deutsch. Also muss ich Deutscher sein.
Bill: Österreicher sprechen ebenfalls deutsch. Du müsstest also kein Deutscher sein.
Tom: Aber ich bin tatsächlich Deutscher. Also sind alle, die deutsch sprechen, sehr wohl Deutsche.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C. Glaser: Argumentum ad logicam. In: Risiko im Management. Springer Gabler, Wiesbaden 2019, S. 194.