Asko Europa-Stiftung

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Asko Europa-Stiftung

(AES)

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Rechtsform: Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Zweck: Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung in Europa, europäische Integration
Vorsitz: Klaus-Peter Beck
Geschäftsführung: Hans Beitz
Bestehen: seit 22. August 1990
Mitarbeiterzahl: 9
Sitz: Saarbrücken
Website: www.asko-europa-stiftung.de

kein Stifter angegeben

Die Asko Europa-Stiftung (Eigenschreibweise: ASKO EUROPA-STIFTUNG) ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Saarbrücken. Sie definiert sich als gemeinnützig, überparteilich und frei von konfessionellen und anderen weltanschaulichen Einflüssen.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung wurde im Jahr 1990 gegründet und durch die Asko Deutsche Kaufhaus AG und die Asko Vereinigung e. V. (beide Saarbrücken) mit Kapital ausgestattet. Ihre Gründung basiert im Wesentlichen auf der Initiative von Arno Krause, des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der ASKO Deutsche Kaufhaus AG und späteren Gründers der Europäischen Akademie Otzenhausen.

Stiftungszweck und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zweck der Stiftung ist gemäß der überarbeiteten Satzung die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Volks- und Berufsbildung. Der Stiftungszweck soll insbesondere realisiert werden durch die Förderung:

  • von Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie Organisationen und Institutionen, die sich der europäischen Integration auf föderativer Grundlage widmen,
  • von Aus-, Fort- und Weiterbildung förderungswürdiger Nachwuchs- und Führungskräfte, insbesondere von Handels- und Dienstleistungsunternehmen,
  • von Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens in einem globalen Umfeld,
  • von Wissenschafts-, Bildungs- und Forschungsprojekten, Veranstaltungen, Seminaren, Kolloquien u. ä. sowie durch die Gewährung von Beihilfen in jeglicher Form zur Ausbildung, zum Studium und zur Fort- und Weiterbildung.

Leitbild und Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung setzt einen ihrer Schwerpunkte weiterhin darauf, durch geeignete Veranstaltungen, Projekte und Förderungen weite Teile der Gesellschaft für die Verwirklichung und Stärkung eines geeinten, demokratischen, nachhaltigen, friedlichen und freien Europa zu gewinnen.

Mit Blick auf die Umsetzung des Stiftungszwecks wurden daraus entsprechende Ziele definiert:

  1. Die Entwicklung von Bewusstsein und Verständnis in allen Bevölkerungsgruppen für ein vereintes Europa.
  2. Die Mobilisierung der Zivilgesellschaften mit Blick auf die großen Herausforderungen für Europa und für die Welt in Gegenwart und Zukunft, insbesondere in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung.
  3. Die Stabilisierung und Weiterentwicklung eines Europa, das
  • Chance und Modell zugleich für das Zusammenleben der Völker ist und Raum für kulturelle Vielfalt bietet,
  • politische, ökonomische und ökologische Herausforderungen der Globalisierung annimmt,
  • politische Verantwortung in der Welt übernimmt und den Frieden und die Freiheit wahrt.

Umsetzung des Stiftungszwecks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die strategische Umsetzung des Stiftungszwecks wird wie folgt realisiert:

  • Durch Dialog- und Diskussionsforen und europäische und internationale Bildungsprogramme wird die Debatte und Sensibilisierung für Europa und den europäischen Gedanken sowie spezifische, europapolitische Themen gefördert.
  • Im Rahmen von Informations- und Bildungsmaßnahmen werden die Auswirkungen der fortschreitenden Integration Europas auf die Arbeits- und Berufswelt thematisiert.
  • Der gesellschaftliche Stellenwert von Bildung wird im Rahmen von spezifischen Forschungsprojekten und Studien sowie gezielten Qualifizierungsmaßnahmen analysiert.
  • Die Zivilgesellschaft wird für die Herausforderungen und Belange der nachhaltigen Entwicklung über ein breit angelegtes Angebot an Informations- und Aufklärungskampagnen sowie allgemein verständlichen Publikationen mobilisiert.
  • Ausgewählte wissenschaftliche Forschungsprojekte (im Bereich der weiterführenden, gezielten Grundlagenforschung und der angewandten Forschung), insbesondere von Fakultäten der Universität des Saarlandes (UdS) sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) werden mit der primären Zielsetzung der Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Saarland unterstützt.

Stiftungsorgan und Stiftungsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stiftungsorgan ist das Kuratorium. Es umfasst bis zu fünfzehn ehrenamtliche Mitglieder. Zur Zeit (Stand: 2016) besteht es aus elf ehrenamtlich tätigen Kuratoren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie vier Ehrenmitgliedern. Aufgabe des Kuratoriums ist die Kontrolle über die Einhaltung des Stiftungszwecks und die Entscheidung über den Einsatz von Stiftungsmitteln. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter repräsentieren die Stiftung gemeinsam nach außen. Geschäftsführer der Stiftung ist der Historiker und Europarechtler Hans Beitz (Stand: Januar 2019).[1]

Kooperationsprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

  • START Saar: Stipendienprogramm für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund (in Kooperation mit der START-Stiftung und dem Ministerium für Bildung.)
  • Deutsch-französischer Dialog: Jährlich stattfindender zweitägiger Kongress in der Europäischen Akademie Otzenhausen, 1998 begonnen.
  • Internationale Europastudien (in Kooperation verschiedenen Hochschulen und internationalen Universitäten): Austauschprogramm für interessierte und engagierte Menschen (überwiegend Studierende, aber auch Hochschulprofessoren und Doktoranden) aus aller Welt, die Europa näher kennenlernen möchten.
  • Mut zur Nachhaltigkeit: Buchreihe zur Zukunft der Erde. Träger der Bildungsiniative seit 2007 sind die Asko Europa-Stiftung, die Stiftung Forum für Verantwortung[2] und die Europäische Akademie Otzenhausen[3]
  • Verbund Partner für Europa[4]: Die Asko Europa-Stiftung bildet gemeinsam mit fünf weiteren gemeinnützigen Organisationen den Verbund „Partner für Europa“. Die Europäische Akademie Otzenhausen bietet dabei einerseits die Plattform für die Durchführung von Tagungen und Seminaren und liefert zum anderen mit ihren Ressort- und Studienleitern die fachliche Expertise.

Netzwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung kooperiert im Rahmen ihrer Projekte mit festen Partnern aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft, Bildung und Kultur.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl) Eigene Publikationen

  • Denkart Europa. Schriftenreihe der Asko Europa-Stiftung. Nomos, Baden-Baden.
  • Europäische Werte – ein Bildungsprojekt für Jugendliche. Handbuch für Multiplikatoren in der politischen Bildungsarbeit; Loseblattausgabe incl. CD-ROM. Wochenschau-Verlag, Schwalbach/Ts. 2008, 240 S., ISBN 978-3-89974-371-5.
  • Mut zur Nachhaltigkeit – Buchreihe zur Zukunft der Erde. Hrsg.: Klaus Wiegandt, Stiftung Forum für Verantwortung in Kooperation mit Asko Europa-Stiftung u. Europäische Akademie Otzenhausen. Selbstverlag, Saarbrücken 2007. 40 S., bebildert. ISBN 978-3-9809166-4-6. Die einzelnen Bände sind erschienen bei Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt/M. 2007–2008.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saarbrücker Zeitung vom 10. Januar 2019, S. B1
  2. Stiftung Forum für Verantwortung@1@2Vorlage:Toter Link/www.forum-verantwortung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Europäische Akademie Otzenhausen
  4. www.partner-fuer-europa.de
  5. Mehr Informationen unter: www.asko-europa-stiftung.de