Atlantic Star

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Dieser Artikel beschreibt das Kreuzfahrtschiff Atlantic Star. Für das ConRo-Schiff, siehe ACL G4-Serie
Atlantic Star
Die Atlantic Star

Die Atlantic Star

Schiffsdaten
Flagge MaltaMalta (Handels- und Dienstflagge zur See) Malta
andere Schiffsnamen
  • Fairsky (1984–1988)
  • Sky Princess (1988–2000)
  • Pacific Sky (2000–2006)
  • Sky Wonder (2006–2009)
  • Atlantic Star (2009–2013)
  • Antic (2013)
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Rufzeichen 9HOC8
Heimathafen Valletta
Eigner Royal Caribbean Cruises Ltd.
Reederei Pullmantur Cruises
Bauwerft Chantiers du Nord et de la Méditerranée, La Seyne-sur-Mer, Frankreich
Baunummer 1436
Baukosten 300 Millionen $
Taufe 5. Mai 1984
Stapellauf 6. November 1982
Übernahme 12. April 1984
Indienststellung Mai 1984
Außerdienststellung Oktober 2010
Verbleib 2013 in Aliağa (Türkei) verschrottet
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
240,39 m (Lüa)
Breite 27,84 m
Tiefgang max. 7,8 m
Vermessung 46.087 BRZ
 
Besatzung 600
Maschine
Maschine Dampfturbinen
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
KW/25260
Höchst-
geschwindigkeit
21,8 kn (40 km/h)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 1250
Sonstiges
Registrier-
nummern

IMO-Nr. 8024026

Die Atlantic Star war ein Kreuzfahrtschiff der spanischen Reederei Pullmantur Cruises, das 1984 unter dem Namen FairSky für Sitmar Cruises in Dienst gestellt wurde. In seiner 26 Jahre andauernden Dienstzeit war das Schiff unter anderem für Princess Cruises und P&O Cruises Australia im Dienst. Das Schiff blieb bis zum Oktober 2010 im Dienst und wurde im März 2013 zum Verschrotten in die Türkei verkauft. Die Atlantic Star war das letzte Kreuzfahrtschiff, das mit Dampfturbinen ausgestattet wurde.

Dienstzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitmar Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich sollte das ehemalige portugiesische Passagierschiff Príncipe Perfeito unter dem Namen FairSky in Dienst gestellt werden und wurde zu diesem Zweck bereits umbenannt. Sitmar Cruises entschied sich jedoch stattdessen für einen Neubau, da die Umbauarbeiten an dem fast 20 Jahre alten Schiff zu teuer gewesen wären. 1982 wurde die ehemalige Príncipe Perfeito als Hotelschiff an den griechischen Reeder Giannis Latsis verkauft.[1]

Die neue FairSky wurde bei Chantiers du Nord et de la Méditerranée in La Seyne-sur-Mer (Frankreich) gebaut. Der Stapellauf des Schiffes war am 6. November 1982. Die FairSky wurde am 12. April 1984 an Sitmar Cruises abgeliefert. Am 2. Mai 1984 traf das Schiff in Los Angeles ein, wo es drei Tage später getauft wurde.

In den kommenden vier Jahren wurde die FairSky für Kreuzfahrten an der Westküste der USA sowie nach Alaska eingesetzt. Das Schiff blieb bis zum September 1988 für Sitmar Cruises im Dienst. Heimathafen der FairSky war Monrovia.

Princess Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sky Princess in Auckland, Februar 2000

Nachdem Sitmar Cruises im September 1988 von P&O Cruises aufgekauft und wenig später aufgelöst wurde, benannte P&O das Schiff in Sky Princess um und setzte es für seine Tochtergesellschaft Princess Cruises ein. Von 1994 bis 1998 war das Schiff in London registriert, ehe es anschließend wieder nach Monrovia umgeflaggt wurde.

In ihrer Zeit für Princess Cruises wurde die Sky Princess für Kreuzfahrten an der Ost- und Westküste der Vereinigten Staaten sowie nach Australien und Neuseeland eingesetzt. Sie war zum Zeitpunkt ihrer Übernahme das größte Schiff der Princess-Flotte, ehe sie 1989 von der Star Princess in dieser Position abgelöst wurde.

P&O Cruises Australia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pacific Sky vor Port Douglas

2000 wechselte es unter dem Namen Pacific Sky und dem neuen Heimathafen London zu P&O Cruises Australia und übernahm die Route der bereits über 40 Jahre alten Fair Princess.[2] Das Schiff beförderte zwischen 2000 und 2006 mehr als 275.000 Menschen auf über 200 Kreuzfahrten. Die große Popularität der Pacific Sky veranlasste P&O, seine Flotte durch die Pacific Sun sowie die ebenfalls für Sitmar Cruises geplanten Pacific Dawn, Pacific Jewel und Pacific Pearl zu erweitern.

Am 7. März 2006 erlitt die Pacific Sky in der Straße von Malakka einen Maschinenschaden und war manövrierunfähig. Erst nach 30 Stunden konnte das Schiff zurück in den Hafen geschleppt werde.

Pullmantur Cruises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sky Wonder vor Dubrovnik, August 2006

Nach einer Reihe von einmonatigen Kreuzfahrten ab Singapur wurde das Schiff 2006 von Pullmantur Cruises übernommen und in Sky Wonder umbenannt. Neuer Heimathafen wurde Valletta. Die Regal Princess übernahm die weiteren Kreuzfahrten des ausgemusterten Schiffes. Die Sky Wonder wurde von Pullmantur Cruises vorwiegend für kürzere Kreuzfahrten im Mittelmeer eingesetzt.

Am 25. März 2009 lief die Sky Wonder vor Kusadasi auf Grund. Das Schiff wurde nur leicht beschädigt und konnte seine Fahrt wenig später fortsetzen. Jedoch starb ein 50 Jahre alter Passagier an einem Herzinfarkt, den er vermutlich aus Panik erlitten hatte.

Nach dieser missglückten Kreuzfahrt wurde das Schiff in Piraeus aufgelegt.

Im April 2009 wurde die Sky Wonder unter dem neuen Namen Atlantic Star für den portugiesischen Markt wieder in Dienst gestellt und erneut im Mittelmeer eingesetzt. Die Atlantic Star wurde wegen zu hoher Betriebskosten jedoch bereits im Januar 2010 wieder ausgemustert und erneut aufgelegt.

Im September 2010 wurde die Atlantic Star für einige Charterfahrten erneut reaktiviert, jedoch bereits im Oktober 2010 endgültig außer Dienst gestellt und in Marseille aufgelegt.

Die letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Atlantic Star wurde zum Verkauf angeboten. Es gab Pläne, das Schiff umzubauen und mit einer moderneren Maschinenanlage auszurüsten und als Mona Lisa II einzusetzen.[3] Diese Pläne wurden jedoch wegen zu hoher Kosten nie umgesetzt. im Januar 2013 übergab der Eigentümer Royal Caribbean Cruises Ltd. das Schiff an die Werft STX France als Teilzahlung für den Neubau Harmony of the Seas. Im März 2013 verließ das Schiff von Schleppern gezogen den Hafen von Marseille, um in Aliağa (Türkei) verschrottet zu werden. Für seine letzte Reise wurde das Schiff in Antic umbenannt. Am 14. April traf es in Aliağa ein. Der Abbruch der Antic begann wenige Tage später und war bis Ende des Jahres abgeschlossen.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Promenadendeck des Schiffes

Die Atlantic Star war rund 240 Meter lang und gut 28 Meter breit. Sie war das letzte Passagierschiff, das noch mit Dampfturbinen fuhr. Diese Maschinenanlage ermöglichte ihr eine Höchstgeschwindigkeit von 21,8 Knoten (zirka 40 km/h). Bei voller Geschwindigkeit verbrauchte die Atlantic Star 220 Tonnen Schweröl pro Tag.

Die Atlantic Star hatte eine Vermessung von 46.087 BRZ. Das Schiff besaß zwei Festpropeller sowie eine Querstrahlsteueranlage.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mary Ann Hemphill: SITMARS FAIRSKY. In: Cruise Travel. Jahrgang 6, Nr. 4. Lakeside Publishing Company, Evanston Februar 1985, S. 34 bis 39.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sky Wonder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reuben Goossens: The Other Sitmar Cruise Ships. Abgerufen am 7. September 2016.
  2. Sky Princess. Abgerufen am 7. September 2016.
  3. Shawn Dake: Last Steamship Sold. 21. Januar 2011, abgerufen am 31. August 2015.