Béatrice Ziegler

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Béatrice Ziegler (* 1951) ist eine Schweizer Historikerin und emeritierte Geschichtsprofessorin der Universität Zürich. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschlechtergeschichte, die Migrationsgeschichte, Eugenik und Fürsorge, Körpergeschichte sowie Geschichtskultur[1]. Ihr zeitlicher Forschungsschwerpunkt liegt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts[2].

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Béatrice Ziegler studierte an der Universität Zürich Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Portugiesisch und doktorierte bei Rudolf von Albertini über die Auswanderung aus der Schweiz nach Sao Paulo. Ihre Dissertation mit dem Titel Schweizer statt Sklaven. Schweizerische Auswanderer in den Kaffee-Plantagen von Sao Paulo 1852–1866 verteidigte sie 1981. Von 1992 bis 1998 war sie Oberassistentin an den Universitäten Bern und Zürich; 1998 habilitierte sie an der Universität Zürich[3], wo sie 1999–2009 als Privatdozentin, seit 2009 als Titularprofessorin tätig war. Von 2000 bis 2007 war sie zudem Dozentin für Geschichte im Rahmen der Sekundarstufe-I-LehrerInnenausbildung an der Pädagogischen Hochschule Aargau.

Von 2004 bis 2016 war Ziegler Professorin für Geschichte und Geschichtsdidaktik sowie Leiterin des Zentrums Politische Bildung und Geschichtsdidaktik am Institut Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule FHNW in Aarau. Von 2007 bis 2016 war Ziegler Co-Direktorin des Zentrums für Demokratie Aarau. Von Juni 2016 bis Mai 2017 leitete sie interimistisch das Institut für Bildungswissenschaften der Universität Basel und der PH FHNW.

Ziegler ist mit einem Gymnasiallehrer verheiratet und hat zwei Kinder.[4]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchpublikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Erinnerung und Aufarbeitung. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen an Minderjährigen in der Schweiz im 20. Jahrhundert. 2018.
  • Antiziganismus in der Schweiz und in Europa. Geschichte, Kontinuitäten und Reflexionen. 2014.
  • Shoa und Schule. Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert. 2013.
  • Eingriffe ins Leben. Fürsorge und Eugenik in zwei Schweizer Städten (1920–1950). 2012.
  • Die Schweiz und die Shoa. Von Kontroversen zu neuen Fragen. 2012.
  • Arbeit – Körper – Öffentlichkeit. Berner und Bieler Frauen zwischen Diskurs und Alltag (1919–1945). 2007.
  • Als Kaufmann in Pernambuco. Ein Reisebericht mit Bildern aus Brasilien von Hermann Kummler (1888–1891). 2001.
  • Das allgemeine Geschlecht – La généralité du genre. 2000.
  • Krisen und Stabilisierung. Die Schweiz in der Zwischenkriegszeit. 1998.
  • Schweizer statt Sklaven. Schweizerische Auswanderer in den Kaffee-Plantagen von São Paulo (1852-1866). Steiner-Verlag-Wiesbaden, Stuttgart 1985, ISBN 3-515-04174-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Béatrice Ziegler, Prof. Dr. Historisches Seminar der Universität Zürich, abgerufen am 25. Mai 2019.
  2. Publikationen aus Projekten und Lehrveranstaltungen an der Universität Zürich. (PDF; 170 KB) Historisches Seminar der Universität Zürich, abgerufen am 25. Mai 2019.
  3. CV von Prof. Dr. Béatrice Ziegler. (PDF; 449 KB) Historisches Seminar der Universität Zürich, abgerufen am 25. Mai 2019.
  4. Rosa: die Zeitschrift für Geschlechterforschung; Heft 8, S. 2.