BOB3

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BOB3 (Eigenschreibweise B·O·B·3) ist ein speziell für den Bildungsbereich konzipiertes Mikrocontrollersystem in Roboterform. Das Konzept besteht aus dem BOB3-Roboter mit einem AVR-Mikrocontroller, einem ISP-Programmieradapter mit USB-Anschluss (ProgBob – in Form eines Astronautenhelms), und dem webbasierten ProgBob-Programmiertutorial. Der Roboter verfügt über einen Infrarotsensor, einen Temperatursensor und sechs Berührungssensoren als Eingänge und eine Infrarot-LED, zwei Multicolor-LEDs und zwei weiße LEDs als Ausgänge. Die Roboterplatine kann von den Schülern auch selbst zusammengelötet werden. Anschließend lernen die Schüler in Kombination mit der webbasierten Lernumgebung Schritt für Schritt die textuelle C/C++-Programmierung kennen.[1]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mikrocontrollersystem und die Lernumgebung mit Programmiertutorial wurden 2016 von der Firma nicai-systems in Zusammenarbeit mit mehreren Schulen aus der Region Aachen entwickelt und in einem Modellprojekt mit über 200 teilnehmenden Schülern im Frühjahr 2017 an mehreren Schulen getestet.[2]

ProgBob-Lernumgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das webbasierte Tutorial ist für die Sekundarstufe I konzipiert[3] und ist das Kernstück des Konzeptes.[4] Innerhalb der Lernumgebung gibt es kleine, grundlegende Einblicke in die C/C++ Programmierung, in Datenstrukturen, Sensorik, Farbmodelle und in die Datenübertragung. Die Programme sind in einer Arduino-kompatiblen Syntax geschrieben, die Beispiele in den Tutorials sind intuitiv aufgebaut: Mit den Touch-Sensoren und den LEDs wird BOB3 zur Taschenlampe oder zu einem Code-Schloss, mit dem IR-Sensor entwickeln die Schüler eine Einparkhilfe oder eine Alarmanlage. Mit dem Temperatursensor kann BOB3 kalt oder warm unterscheiden und die Information mit den Augen anhand der Farbe anzeigen. Zur weiteren Motivation gibt es auch Spiele, bei denen der Quelltext von den Schülern verändert werden kann.[5]

Alternative Programmieroberflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwendung an Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BOB3 wird inzwischen an einigen Schulen erfolgreich eingesetzt.[5] Dabei haben sich zwei verschiedene Einsatzszenarien entwickelt:

  • Die Schüler löten sich einen eigenen BOB3 zusammen, lernen mit ihm programmieren und dürfen den Roboter anschließend auch behalten.
  • Die Schüler lernen mit fertigen BOB3 im Unterricht programmieren. Die Roboter verbleiben in der Schule.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirk Plasberg: Die Weiße Runde 192 – IdeenExpo 2017, Interview mit Ranga Yogeshwar. (Nicht mehr online verfügbar.) TEAM WEISSE RUNDE, Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung NLQ, 23. Oktober 2017, ehemals im Original; abgerufen am 17. Januar 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.nibis.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  2. Katja Bach: Digitale Bildung in der Schule. 34C3, 28. Dezember 2017, abgerufen am 17. Januar 2018.
  3. Katja Bach: Lehrerhandreichung: Programmieren lernen mit BOB3. nicai-systems, 23. Oktober 2017, abgerufen am 17. Januar 2018.
  4. Dr. Horst Möbus: B-O-B-3: Einstieg in die digitale Welt. In: Elektropraktiker. Nr. 3. HUSS-MEDIEN, 2017, S. 9,10.
  5. a b Stephanie Wössner: Programmieren lernen mit B-O-B-3. (Nicht mehr online verfügbar.) Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, 29. Juni 2017, archiviert vom Original am 14. Juli 2017; abgerufen am 17. Januar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lmz-bw.de
  6. Programmierplattform Open Roberta Lab. (Nicht mehr online verfügbar.) Fraunhofer IAIS, ehemals im Original; abgerufen am 19. Januar 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.open-roberta.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)