Bahnhofskaserne Minden

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Die Bahnhofskaserne vom rechten Weserufer aus

Die Bahnhofskaserne in der ostwestfälischen Stadt Minden wurde 1869 für durchreisende Truppen in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof der Stadt Minden auf dem rechten Weserufer errichtet und steht unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten]

Minden war von 1827 bis 1873 zu einer Preußischen Festung ausgebaut. Der Bahnhof lag am rechten Weserufer und damit außerhalb des eigentlichen Stadtkerns. Hier war genug Platz, damit 1869 die Bahnhofskaserne errichtet werden konnte. Dies geschah nach der preußischen Annexion des Königreichs Hannover im Jahre 1866, wodurch der Bahnhof seine Funktion als Grenzbahnhof zu einem Binnenbahnhof mit Umsteigefunktion veränderte. Diese Änderung betraf auch die durchreisenden Truppen. Die Bahnhofkaserne konnte bis zu 600 Soldaten aufnehmen, so dass der Einquartierungsdruck durch Soldaten in der Festung Minden – damals häufig bei Privatleuten – in der Stadt merklich entlastet wurde. Das Gebäude wurde nach dem Ersten Weltkrieg ab 1919 durch die Stadt Minden genutzt.[1] 1991 wurde das Gebäude in die Denkmalliste der Stadt Minden eingetragen.

Gebäude[Bearbeiten]

Front

Das Gebäude ist ein schlichter, dreiflügeliger Backsteinbau, der drei Stockwerke und auf den Ecken viergeschossige Ecktürme aufweist. Die schlichte Fassade des Backsteinbaus ist streng gegliedert. Die Rundbogenfenster tragen als Rahmung äußere Sandsteinanschläge.[2]

Nutzung des Gebäudes[Bearbeiten]

Nach Aufhebung der Festung war ein Teil der Funktion der Bahnhofskaserne aufgehoben. Sie wurde bis nach dem Ersten Weltkrieg weiter zu militärischen Zwecken genutzt. Im Dritten Reich wurde in unmittelbarer Nähe ein Fremdarbeiterlager errichtet. In den 1950er Jahren wurde die Kaserne von der Stadt Minden angemietet, die hier eine Notunterkunft für Nichtsesshafte errichtet. Zurzeit wird über die weitere Nutzung diskutiert.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mindener Tageblatt vom 22. Januar 2010, abgerufen April 2010
  2. Preußen Tour abgerufen April 2010
  3. Mindener Tageblatt abgerufen April 2010

52.2908698.932003Koordinaten: 52° 17′ 27″ N, 8° 55′ 55″ O