Bandé

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Landgemeinde Bandé
Landgemeinde Bandé (Niger)
Landgemeinde Bandé
Landgemeinde Bandé
Koordinaten 13° 11′ N, 8° 53′ O13.1805555555568.8883333333333Koordinaten: 13° 11′ N, 8° 53′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Magaria
Einwohner 80.378 (2010)

Bandé ist eine Landgemeinde im Departement Magaria in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Bandé liegt am Übergang der Großlandschaft Sudan zur Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Dogo im Norden, Dungass im Osten, Dantchiao im Südosten, Magaria im Süden, Kwaya im Südwesten und Yaouri im Nordwesten. Das Gemeindegebiet ist in 78 administrative Dörfer, 42 traditionelle Dörfer, 142 Weiler und fünf Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Bandé (auch: Bandé Haoussa).[2]

Durch Bandé verläuft das Wadi Korama. Die Forêt classée de Karbala ist ein 950 Hektar großes unter Naturschutz stehendes Waldgebiet im Gemeindegebiet von Bandé. Die Unterschutzstellung erfolgte 1950.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Bandé lag wie andere Dörfer im Gebiet um den Ort Magaria Anfang des 20. Jahrhunderts im britischen Einflussgebiet. 1906 erhielt Frankreich die Herrschaft in der Region und richtete 1908 einen Kanton in Bandé ein.[4] 2002 ging im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Bandé die Landgemeinde Bandé hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Bandé 59.203 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 80.378 Einwohner berechnet.[5] In Bandé leben vor allem Ackerbau betreibende Hausa und auf Agropastoralismus spezialisierte Fulbe.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in jener schmalen Zone entlang der Grenze zu Nigeria, die von Tounouga im Westen bis Malawa im Osten reicht und in der Bewässerungsfeldwirtschaft für Cash Crops betrieben wird.[7] Durch Bandé verläuft die Nationalstraße 11, die den Ort mit der Regionalhauptstadt Zinder im Norden und der Staatsgrenze zu Nigeria im Süden verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Données disponibles pour chaque forêt classée. Website der Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 250.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  6. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 30 und 33.
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.