Baustoffingenieurwissenschaft

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Die Baustoffingenieurwissenschaft ist eine interdisziplinäre Wissenschaft und beinhaltet die Disziplinen Physik, Chemie, Mineralogie, Kristallographie und Ingenieurwissenschaften. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung von Bau- und Werkstoffen. Es werden wesentliche Eigenschaften, Verarbeitungsmöglichkeiten und Anwendungsfelder von Werkstoffen wie z. B. Metalle, Glas, Keramik, Holz und Kunststoffe behandelt. Zusätzlich sind speziell das Wissen zu Baustoffen wie Bindemitteln (z. B. Zement, Gips, Asphalt), Gesteine, Mörtel und Beton wichtige Lehrinhalte. Dazu werden verschiedene Analysemethoden, wie z. B. die Rasterelektronen- und Lichtmikroskopie, die optische und akustische Teilchengrößenbestimmung, Infrarotspektroskopie sowie chemische Analysen angewendet. Ergänzt wird das umfassende materialwissenschaftliche Studium durch Fächer wie Ingenieurmathematik, experimentelle Physik und Bauchemie. Es werden außerdem die für das Bauingenieurwesen notwendigen Grundlagen der Mechanik und der Baukonstruktion vermittelt. Abgerundet wird das Studium durch Fächer wie Baurecht und Bauwirtschaft.

Das Berufsbild des Baustoffingenieurs wird in verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum durch entsprechende Studiengänge ausgestaltet, wie beispielsweise an der Bauhaus-Universität Weimar. Artverwandte Studiengänge sind Materialwissenschaft und Werkstoffwissenschaft.