Bergstreittag

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Bergstreittag 1957

Als Bergstreittag wird der 22. Juli (St. Magdalenen) in Schneeberg bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1496 versuchten die Gewerken, den Bergleuten einen Groschen vom Wochenlohn zu streichen, da die Betriebskosten der Schneeberger Bergwerke stark angestiegen waren. Dieser Versuch konnte durch die Knappschaft abgewehrt werden, doch bereits 1498 versuchten die Gewerken erneut, den Lohn der Bergleute zu schmälern. Diesmal streikten die Knappen und zogen mit der Knappschaftsfahne aus Schneeberg aus auf den Wolfsberg. Der Streik zeigte Wirkung und die Gewerken mussten die Lohnkürzung zurücknehmen. Die Knappschaft zog in die Stadt zurück und feierte einen Dankgottesdienst.

Der Streittag wurde für die Bergleute des Schneeberger Reviers zum arbeitsfreien Tag erklärt und feierlich begangen.

Kurfürst Johann Georg II legte 1665 per Edikt den 22. Juli als Streittag fest.

Arbeitsfrei blieb der Streittag bis ins 20. Jahrhundert, bis die Nazis schließlich die Knappschaften verboten.

Heute wird der Streittag alljährlich mit einer großen Bergparade und anschließendem Berggottesdienst begangen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]