Beschimpfung

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Dieser Artikel behandelt einen Schweizerischen Strafparagraphen, zum allgemeinen Gebrauch siehe Schimpfen oder Schimpfwort

Als Beschimpfung bezeichnet man im Strafrecht der Schweiz ein Ehrdelikt nach Art. 177 StGB.

Tatbestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beschimpfung ist in Art. 177 StGB wie folgt definiert:

„Wer jemanden in anderer Weise durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift, wird, auf Antrag, mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen bestraft.“

Art. 177 Abs. 1 StGB

Die Ehre ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts (sog. faktischer Ehrbegriff) definiert als den Ruf „sich so zu benehmen, wie nach allgemeiner Auffassung ein charakterlich anständiger Mensch sich zu verhalten pflegt“[1]. Eine Verletzung liegt durch eine Äusserung vor, wenn diese jemanden „allgemein eines Mangels an Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit oder sonst einer Eigenschaft bezichtigt, die geeignet wäre, ihn als Mensch verächtlich zu machen oder seinen Charakter in ein ungünstiges Licht zu rücken.“[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BGE 93 IV 20, 21; 103 IV 157, 158; 105 IV 111, 112; 117 IV 27–29; 131 IV 154, 157.
  2. BGE 105 IV 113.