Betriebsdatenerfassung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Betriebsdatenerfassung (BDE) ist ein Sammelbegriff für die Erfassung von Istdaten über Zustände und Prozesse in Betrieben.

Diese Daten können in Plant Information Management Systeme, Manufacturing Execution Systems bzw. SCADA-Systeme eingebunden sein.[1]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Betriebsdatenerfassung können verschiedene Arten von Betriebsdaten unterschieden werden.

Betriebsdaten
organisatorische Betriebsdaten technische Betriebsdaten
Auftragsdaten Personaldaten Maschinendaten Prozessdaten
  • Produktionsdaten wie Zeiten, Anzahlen, Gewichte, Qualitäten, Stückzahlen
  • Arbeitsfortschritt, Auftragsstatus, Rückmeldung auftragsbezogener Arbeitsleistungen mit Bezug auf einzelne Arbeitsvorgänge
  • Qualität
  • Parameter der Prozesse
  • Einstelldaten

Technische Realisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Datenerfassung erfolgt zentral über Bildschirmarbeitsplätze an zentralen PPS-Systemen, dezentral z. B. über Bildschirmarbeitsplätze an dezentralen BDE-Systemen oder Leitständen, über Datenerfassungsterminals oder durch direkte Maschinendatenerfassung. Häufig erfolgt die Identifizierung des "BDE-Objekts", z. B. eines Arbeitsvorgangs, für den eine BDE-Meldung erfasst werden soll, mit Barcode-Unterstützung. Neben diesen modernen Methoden besteht auch ein Papieransatz, der mit Hilfe von Schreibgegenständen Schriftzeichen oder auch primitive Symbole (beispielsweise Zählstriche) auf das Papier überträgt.

Systemarchitektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BDE ist hierarchisch aufgebaut. Sie besteht aus BDE-Maschinen-, BDE-Bereichsterminals, BDE-Gruppenrechnern, die durch BDE-Interfaces an einen Leitrechner angebunden sind.

  1. BDE-Leitrechner
  2. BDE-Interface (Konzentrator)
  3. BDE-Gruppenrechner
  4. BDE-Bereichsterminal
  5. BDE-Maschinenterminal

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik, abgerufen am 5. Dezember 2009