Bildungsprämie

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Die Bildungsprämie besteht seit 2008. Sie ist ein Instrument der öffentlichen Förderung von Weiterbildung. Es wurde von der deutschen Bundesregierung eingeführt, um die Bereitschaft der Bürger zur individuellen beruflichen Weiterbildung zu unterstützen. Die Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Zunächst bis 2011 begrenzt, wurde das Programm bis zum 30. Juni 2014 verlängert. Die aktuelle 3. Förderphase startete am 1. Juli 2014 und läuft bis zum 31. Dezember 2020.

Die Bildungsprämie besteht aus zwei Komponenten:

  1. Mit dem Prämiengutschein übernimmt der Staat 50 Prozent der Veranstaltungskosten, maximal 500 Euro. Einen Prämiengutschein können Personen bekommen, die mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen darf 20.000 Euro (oder 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigen. Die verbleibenden Kosten für die Weiterbildung sind selbst aufzubringen, beispielsweise auch mit dem Spargutschein der Bildungsprämie (Bildungssparen) Voraussetzung für die Nutzung dieser Förderung ist eine persönliche, kostenlose Beratung durch eine staatlich anerkannte Beratungsstelle.[1]
  2. Mit dem Spargutschein wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) zur Finanzierung von Weiterbildung eine vorzeitige Entnahme aus den angesparten Guthaben erlaubt, auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist (§ 4 Abs. 4 Nr. 4 Vermögensbildungsgesetz). Die Nutzung des Spargutscheins setzt ein mit Arbeitnehmer-Sparzulage gefördertes Ansparguthaben voraus und ist unabhängig vom derzeitigen Einkommen. Der Spargutschein kann unabhängig vom Prämiengutschein genutzt werden. So kann der Eigenanteil für den Prämiengutschein durch eine Entnahme aus dem Guthaben erbracht werden.

Voraussetzung für die Nutzung dieser Förderwege ist, dass die Bildungseinrichtung der eigenen Wahl bereit ist, Bildungsprämiengutscheine anzunehmen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beratungsstellen für die Bildungsprämie: "Übersicht Beratungsstellen in Deutschland"