Black Hole Router

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Als Black Hole Router wird ein Router bezeichnet, der IP-Pakete, die zum Weiterversand fragmentiert werden müssten, ohne Rückmeldung verwirft.

Das Internet Protocol ist so ausgelegt, dass es über verschiedene Medien (Ethernet, Frame Relay usw.) der Vermittlungsschicht (Layer 3 im OSI-Modell) transportiert werden kann. Jede dieser Techniken hat eine bestimmte maximale Paketgröße, nämlich die Maximum Transmission Unit (MTU). Sollen Daten von einer Schicht-3-Technik über eine andere Schicht-3-Technik, deren maximal erlaubte Paketgröße kleiner als die der ersten Technik ist, transportiert werden, ist die Zerlegung (Fragmentierung) des IP-Paketes notwendig.

Die Fragmentierung wirkt sich allerdings nachteilig auf die Leistung der Empfänger aus, da sie deren Prozessor- und Arbeitsspeicher-Ressourcen beansprucht. Aus diesem Grund kann bei TCP-Daten das DF-Flag (DF: Don’t fragment – nicht fragmentieren) auf den Wert 1 gesetzt werden, was den Router an der Zerlegung des Paketes hindert. Ein Router, der ein IP-Paket vermitteln soll, das zerlegt werden müsste, aufgrund des DF-Flags aber nicht zerlegt werden darf, kann dem Sender nach RFC 792 oder RFC 1191 mit der ICMP-Nachricht Destination Unreachable-Fragmentation Needed and DF Set antworten. Ein Router, der keine Antwort schickt, sondern das Paket stillschweigend verwirft, wird Black-Hole-Router genannt.

Solche Black-Hole-Router verhindern auch die automatische Ermittlung der größtmöglichen MTU entlang eines Netzwerkpfades mit Hilfe des Path-MTU-Discovery-Verfahrens.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.