Blauraum Architekten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Blauraum Architekten ist ein Architekturbüro mit Sitz in Hamburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Büros ist nicht personifiziert. Blauraum ist die Projektionsebene für die Tätigkeit mehrerer Architekten. So berichtete das Hamburger Abendblatt: „Eines der vielen Dreibuchstaben-Büros, bei dem jeder der Inhaber sich mit seinen Initialen positioniert, wollten sie nie sein. Als sich die vier Architekten Rüdiger Ebel, Volker Halbach, Maurice Paulussen und Carsten Venus 2002 selbständig machten, nannten sie ihr Büro in der Hamburger Neustadt blauraum.“

Seit der Gründung hat sich das Hamburger Architekturbüro vor allem mit neuartigen Umbaulösungen einen Namen gemacht. International bekannt wurde das Büro mit der Umwandlung eines tristen Hamburger Bürohauses aus den 1970ern in einem neu konzipierten Wohnblock.[1] Ziel war es, den bestehenden schlichten Quader wohnlich zu gestalten. Die Nutzung des Gebäudes war obsolet geworden, das Stahlbeton-Skelett jedoch noch nutzbar. Die alte Kubatur wurde aufrechterhalten und durch eine abwechslungsreiche Fassade neu gestaltet.

Ein weiterer Wandel durch die Architekten von Blauraum wurde in einer Wohnanlage aus den späten 1950er Jahren in der Bebelallee realisiert. Aufgabe war, eine notwendige energetische Sanierung des Wohnblocks mit einer Erweiterung des Wohnraumes zu verknüpfen. Es wurde 47 Maisonettewohnungen durch Aufstockung hinzugewonnen. Insgesamt wurde mit der Planung das Ziel erreicht, die Wohnfläche der Siedlung zu verdoppeln und gleichzeitig den CO2-Verbrauch zu halbieren.[2]

Mit diesen und weiteren Projekten zeigen die Hamburger Architekten, dass „vermeintliche Bauruinen oder Bausünden der Vergangenheit“[3] durch ein raffiniertes Eingreifen und mit richtiger Planung nicht abgerissen werden müssen. Auch einem alten Bestand kann „ein neues Leben eingehaucht werden“.[3] Dies gilt nicht nur für Altbauten, die nach der Bearbeitung durch blauraum ein zeitgemäßes Design bekommen, sondern auch für Neubauten.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Bauwerk des Jahres – Architekten und Ingenieurverein Hamburg e. V. (Wohnen[+] Bogenalle 10-12)
  • 2005: BDA Hamburg Architekturpreis, 1. Preis, (Wohnen[+] Bogenalle 10-12)[4][5]
  • 2005: Deutscher Architekturpreis, BDA Deutschland, Anerkennung(Wohnen[+] Bogenalle 10-12)
  • 2006: Contractworld.award 2006, best shop, (FREITAG F-lagshipstore)[6]
  • 2006: Architekturpreis 2010 - Zukunft im Bestand, BDA Hamburg, 1. Preis (Bogenallee 10-12)[7]
  • Deutschland – Land der Ideen wählte 2006 Halbach zu einem der „100 Köpfe von morgen[8]
  • 2008: BDA Hamburg Architekturpreis, Würdigung (Atelierhaus Grindelhof)
  • 2008: Beste Hamburger Jahrbuch Projekte 1989-2008 AKHH, (Wohnen[+] Bogenalle)
  • 2010: Architekturpreis 2010 – Zukunft im Bestand, BDA Hamburg, 1. Preis (treehouses bebelallee)[9]
  • 2011: Deutscher Holzbaupreis, Anerkennung (Treehouses Bebelallee)[10]
  • 2012: BDA Hamburg Architektur Preis, Würdigung (Treehouese Bebelallee und Laser Zentrum Nord)
  • 2012: Zumtobel Group Award, Würdigung (Treehouese Bebelallee), Zumtobel Group, abgerufen am 2. Oktober 2012
  • 2012: Teilnehmer der Architekturbiennale in Venedig (Treehouese Bebelallee)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Freitag Flagshipstore Store, Hamburg
  • 2005: Wohnen[+] Bogenallee, Hamburg[11][12]
  • 2006: Handelshof Lange, Reihe Hamburg
  • 2007: Atelierhaus Grindelhof, Hamburg
  • 2008: contractworld, Hannover, 2008[13]
  • 2010: Treehouses Bebelallee, Hamburg
  • 2011: Stationsgebäude Hamburg-Süd
  • 2012: Laserzentrum Nord, Bergedorf[14]
  • 2012: Wesergärten, Bremen
  • 2013: Hansaterrassen, Hamburg
  • 2013: Ochsenweberstraße, Hamburg
  • 2013: Seniorenwohnen Sandfoort, Hamburg - Langenhorn
  • 2015: Aquis Plaza, Aachen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In: Zuschnitt 42 2011, S. 22–23
  2. Leben im Baumhaus – treehouses bebelallee, abgerufen am 31. Juli 2014
  3. a b c In: Neumarkter Tagblatt, 21. November 2011
  4. Detlef Wittkuhn: Eine feine Zigarrenkiste@1@2Vorlage:Toter Link/www.art-magazin.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: art – Das Kunstmagazin, Ausgabe 12/2005 (S. 127, Printausgabe)
  5. Architekturpreis 2006 – Zukunft im Bestand@1@2Vorlage:Toter Link/klima.hamburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,2 MB), abgerufen am 2. Oktober 2012
  6. baulinks.de
  7. Beschreibung, S. 10–15@1@2Vorlage:Toter Link/klima.hamburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,2 MB)
  8. 100 Köpfe von morgen, S. 16 (Memento des Originals vom 7. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.land-der-ideen.de (PDF; 751 kB)
  9. Beschreibung, S. 8–13@1@2Vorlage:Toter Link/klima.hamburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,2 MB), Hamburg.de Architekturpreis 2010
  10. Treehouses Bebelallee
  11. 10. Internationale Architektur-Biennale Venedig 2006 - Deutscher Projektbeitrag -
  12. Convertible City
  13. Kongresszentrum
  14. Grundsteinlegung 1. September 2010