Blockkoeffizient

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Der Blockkoeffizient eines Schiffes berechnet sich als das Verhältnis des Unterwasservolumens des Schiffsrumpfs (türkis) zum Volumen eines rechteckigen Blocks mit der gleichen Gesamtlänge, Breite und Tiefe.

Unter dem Blockkoeffizient oder Völligkeitsgrad (kurz auch Völligkeit) versteht man im Schiffbau das Verhältnis

  • einer beliebig geformten Fläche zur Fläche des umschreibenden Rechtecks
  • eines beliebig geformten Körpers zum Rauminhalt des umschreibenden Quaders

Beispiele sind:

  • Wasserlinienvölligkeit: Dies ist das Verhältnis der Wasserlinienfläche (Die Wasserfläche, welche durch das schwimmende Schiff in der Wasseroberfläche quasi "fehlt") zu der Fläche eines aus Länge und Breite des Schiffs berechneten Rechtecks.
  • Völligkeit des Unterwasserschiffs: Das Verhältnis des Rauminhaltes des unterhalb der Wasserlinie befindlichen Teils des Schiffskörpers (sogenannte Verdrängung) zu dem aus Länge, Breite (jeweils gemessen in der Wasserlinie) und Tiefgang des Schiffes errechneten Quadervolumen. Dieser Wert wird auch Blockkoeffizient genannt.

Beide Kennwerte sind in der Praxis nicht unabhängig voneinander. Sie dienen im Schiffsentwurf als Ausgangsbasis für die Ermittlung der gewünschten Kombination aus Geschwindigkeit, Tragfähigkeit und erforderlicher Antriebsleistung des Schiffes.

Berechnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mathematisch definiert gibt der Blockkoeffizient CB das Verhältnis zwischen dem verdrängten Volumen des Schiffes und dem Block   Lpp × B  × T   an:

Je kleiner CB, desto „schlanker“ das Schiff. Schnelle Schiffe haben meist einen kleinen CB. Der Blockkoeffizient wird auch als Völligkeit bezeichnet. Da sich all diese Faktoren mit der Änderung des Tiefgangs ändern können, kann sich auch der Blockkoeffizient CB je nach Beladung ändern.