Bodominjärvi

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Bodom ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Bodom (Begriffsklärung) aufgeführt.
Bodominjärvi
Bodominjärvi im Winter 2004
Bodominjärvi im Winter 2004
Geographische Lage Uusimaa (Finnland)
Städte am Ufer Espoo
Daten
Koordinaten 60° 15′ 23″ N, 24° 40′ 0″ OKoordinaten: 60° 15′ 23″ N, 24° 40′ 0″ O
Bodominjärvi (Finnland)
Bodominjärvi
Höhe über Meeresspiegel 22,9 m
Fläche 4,12 km²[1]
Volumen 17.800.000 m³[1]
Maximale Tiefe 12,73 m[1]
Mittlere Tiefe 4,28 mf11

Der Bodominjärvi [ˈbuːduminjærvi] (schwedisch Bodom träsk [ˈbuːdum trɛsk]) ist ein See in Espoo, einer Nachbarstadt von Helsinki. Der Name kommt von seiner Lage im Stadtteil Bodom.

Der See wurde 1960 über Finnland hinaus bekannt, als am 5. Juni drei von vier am See zeltenden Jugendlichen ermordet wurden. Bei den Opfern handelte es sich um die zwei 15-jährigen Mädchen Maila Irmeli Björklund und Anja Tuulikki Mäki und um den 18-jährigen Seppo Antero Boisman. Nach Angaben des vierten Jugendlichen, des 18-jährigen Nils Gustafsson, der schwer verletzt wurde, wurden die vier von einem Mann überfallen. Da Gustafsson sich nicht mehr erinnern konnte, wurde er unter Hypnose gesetzt, woraufhin ein Profil erstellt wurde, aber Untersuchungen führten zu keinem Ergebnis. Aus diesem Grund entstanden Schauermärchen und Legenden um den See.

Bei einer erneuten Untersuchung des Falls 2004 geriet der Überlebende der Tat, inzwischen 62 Jahre alt und mehrfacher Vater, durch die Auswertung alter DNA-Spuren unter Verdacht. Juni 2005 wurde bekannt gegeben, dass Gustafsson als mutmaßlicher dreifacher Mörder angeklagt wird. Über seine Schuld wurde im Spätsommer 2005 unter großer Aufmerksamkeit der Medien verhandelt.

Im Oktober 2005 wurde Nils Gustafsson freigesprochen. Das Gericht führte aus, dass die überwiegenden Beweise dafür sprechen, dass die Tat von einer unbekannten weiteren Person verübt worden ist. Der Bodom-Mord bleibt damit weiter ungeklärt.

Die Metal-Band Children of Bodom benannte sich 1997 nach diesem Vorfall. Um der Opfer zu gedenken, widmeten sie ihnen je ein Lied in ihren ersten sechs Alben.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c JÄRVIWIKI - Bodominjärvi (81.055.1.002)
  2. Offizielle Homepage der Band

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lake Bodom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien