Bonbonniere

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Bonbonniere von Paul Telge

Eine Bonbonniere bzw. Bonboniere (französisch bonbonnière) ist ein Behälter aus Kristallglas, Porzellan oder Ähnlichem zur Aufbewahrung von Bonbons, Pralinen, Konfekten und Fondants[1] und wurde früher umgangssprachlich auch Weibsdose genannt.[2] Auch aufwändigere Kartonverpackungen für Pralinen werden manchmal so genannt. Auch wird darunter eine „gutausgestattete Pralinenpackung“ verstanden.[3]

Bomboniera auf einer italienischen Hochzeit

Auf griechischen und italienischen Hochzeiten ist die Bomboniera das traditionelle Geschenk der Brautleute an die geschätzten Gäste. Es ist in kunstvoll verzierte Schachteln aus Papier verpackt und enthält meist nützliche, kleine Gegenstände aus Porzellan, Kristallglas, Silber oder Stoff. Das Mitgebsel ist ein Dank an die Gäste. Es soll diese an das Hochzeitsfest und das Brautpaar erinnern. Daher sind Bilderrahmen, Schalen, Aschenbecher, Kerzenständer und Döschen als Bonbonieregeschenke besonders beliebt. Sie finden ihren Platz im Haushalt der Beschenkten.[4] Auch in Luxemburg wurde die Verteilung von Bonbonnieren bei Kindtaufen an Verwandte und Bekannte praktiziert.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Bonbonniere – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Goethe-Wörterbuch. Hg. v. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (bis Bd. 1, 6. Lfg.: Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin; bis Bd. 3, 4. Lfg.: Akademie der Wissenschaften der DDR), der Akademie der Wissenschaften in Göttingen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Stuttgart 1978. Band 2, Spalte 834 Digitalisat
  2. Schmucklexikon [1], abgerufen am 23. März 2017
  3. Der große Duden. Fremdwörterbuch. Dudenverlag des Bibliographischen Instituts, Mannheim 1960, S. 88
  4. Für Italien: Katja Kirschstein: Aus dem Land, wo nicht nur die Zitronen...: Mein Leben in Italien, S. 48 Digitalisat, abgerufen am 23. März 2017
  5. Luxemburger Wörterbuch [2], abgerufen am 23. März 2017