Brahms-Denkmal (Meiningen)

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Brahms-Denkmal
Brahms Büste
Einweihungsfeier nach der Sanierung 2015

Das Brahms-Denkmal in der Kunst- und Kulturstadt Meiningen ist dem Komponisten und Dirigenten Johannes Brahms (1833–1897) gewidmet und wurde 1899 errichtet.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Denkmalanlage befindet sich im Südosten des im Zentrum der Stadt gelegenen Englischen Gartens. Sie liegt an einem Nebenweg in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten Friedhof und der Herzoglichen Gruftkapelle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Meininger Brahms-Denkmal wurde auf Initiative des Hofkapellmeisters Fritz Steinbach von Meininger Musikfreunden gestiftet. Das 1898/99 geschaffene Denkmal ist ein Werk des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1847–1921) aus München und zugleich das erste für Brahms nach seinem Tod errichtete Denkmal in Deutschland.

In seinen letzten 16 Lebensjahren war Johannes Brahms eng mit dem Herzogspaar Georg II. und Helene Freifrau von Heldburg, der Meininger Hofkapelle und der Stadt Meiningen verbunden. Die Verbindung zu Meiningen kam 1881 durch Brahms’ Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem Meininger Hofkapellmeister Hans von Bülow zustande, worauf 14 längere Aufenthalte in Meiningen sowie gemeinsame Konzertreisen mit der Hofkapelle folgten. Johannes Brahms ließ in Meiningen seine 4. Sinfonie uraufführen, schrieb eigens für den Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeld drei Kompositionen und arbeitete eng mit der Hofkapelle unter der Leitung von Fritz Steinbach zusammen. Brahms zu Ehren fand 1895 in dessen Anwesenheit das 1. Meininger Landesmusiktfest statt. So entwickelten sich in Meiningen das Verständnis zu einer Brahmsstadt und sehr bald die Anregung zum Bau einer Denkmalanlage.

Im Jahr 2015 erfuhr die Denkmalanlage eine umfassende Sanierung. Am 24. Oktober wurde sie mit einem Event wieder eingeweiht. Zu diesem Anlass führte die Meininger Hofkapelle Brahms′ 4. Sinfonie auf, die am 25. Oktober 1885 in Meiningen uraufgeführt wurde.

Bauwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Denkmalanlage wird von einer aus überwiegend Kalksteinen bestehenden halbkreisförmigen und mit Schmuckelementen versehenen Exedrenanlage gebildet. Der hohe Steinsockel mit der Bronzebüste des Komponisten bildet den Mittelpunkt, flankiert beiderseits von steinernen Bänken. Die Anlage wird an beiden Enden mit je einem Laufbrunnen mit einem steinernen Überlaufbecken und ebenfalls steinernen Auffangbecken abgeschlossen. Das Innere der Anlage hatte Adolf von Hildebrand mit einer gepflasterten Terrasse versehen, die man über eine breite, geschwungene und flach angelegte Zwei-Stufen-Treppe erreichen kann. Die Terrasse ziert eine Mosaik-Windrose, zusammengesetzt mit Elementen aus Kalkstein, anthrazitfarbenen Basalt und rotem Sandstein. Der Denkmalanlage vorgelagert ist ein halbrunder Vorplatz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kuratorium Meiningen (Hrsg.): Lexikon zur Stadtgeschichte Meiningen, Bielsteinverlag, Meiningen 2008, ISBN 978-3-9809504-4-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brahms-Denkmal (Meiningen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 34′ 19,4″ N, 10° 25′ 8,5″ O