Briars

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum englischen Squashspieler siehe Gawain Briars.
The Briars
Briars Pavilion

Briars Pavilion

Daten
Ort keiner
Baujahr vor 1815
Koordinaten 15° 56′ 37″ S, 5° 42′ 35″ WKoordinaten: 15° 56′ 37″ S, 5° 42′ 35″ W

The Briars, auch Briars, ist eine Häuseransiedlung auf der Insel St. Helena. Bekannt ist diese für den gleichnamigen Pavillon. Dieser wurde Napoléon Bonaparte in den ersten Wochen seiner Gefangenschaft 1815 bewohnt, bevor er nach Longwood House umzog. Er liegt im Distrikt Alarm Forest.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich bezog sich der Name auf das Gesamtanwesen, in dessen Garten der Pavillon stand. Es gehörte William Balcombe, einem englischen Kaufmann, der Lieferant Napoleons wurde. Seine 14-jährige Tochter Elisabeth Lucia ("Betsy") Balcombe war das einzige Familienmitglied, welches Französisch sprach und wurde für die Familie die Übersetzerin. Wegen ihrer Nähe zu Napoleon wurde die Familie Balcombe von Gouverneur Hudson Lowe verdächtigt heimlich Nachrichten herauszuschmuggeln. Im Jahre 1818 verließen die Balcombes St. Helena - vermutlich auf Druck von Gouverneur Lowe - und kehrte nach England zurück. Die Briars wurde danach zur Unterkunft für den hier stationierten Admiral vom Dienst.

Später wurde William Balcombe eine Stelle in Australien angeboten. Im Jahr 1959 wurde der Pavillon von einer Urenkelin von William Balcombe, Dame Mabel Brookes, der Französischen Nation geschenkt. Briars wurde damit der dritte französische Besitz auf der Insel.

Das Anwesen der Familie Balcombe im Mornington Peninsula, Victoria, Australien, erhielt ebenfalls den Namen The Briars, und wird heute von Mornington Peninsula Shire betrieben und der Öffentlichkeit zugänglich. Die von Mabel Brookes gesammelten napoleonischen Erinnerungsstück, die ebenfalls eine Schenkung an Mornington Peninsula waren, sind teilweise dort ausgestellt.

Der Pavillon ist heute als listed building der Stufe I eingetragen, steht somit unter Denkmalschutz. Von den übrigen Gebäuden der ehemaligen Gesamtanlage sind nur noch geringe Reste vorhanden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lucia Elizabeth Balco Abell, Betsy Balcombe, David Markham (Hrsg.):To Befriend an Emperor: Betsy Balcombe's Memoirs of Napoleon on St. Helena. Ravenhall, Welwyn Garden City, UK 2005, ISBN 978-1-905043-03-3 (Recollections of the Emperor Napoleon during the First Three Years of his Captivity on the Island of St Helena. John Murray, London 1944).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alarm Forest. Saint Helena Island Info. Abgerufen am 18. Februar 2016