Brigitte Große

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Brigitte Große

Brigitte Große (* 21. Februar 1957 in Wien) ist eine österreichische Übersetzerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brigitte Große studierte Philosophie, Musikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Hamburg. Anschließend war sie als Lektorin und Redakteurin tätig. Sie lebt heute als Übersetzerin in Hamburg.

Brigitte Große übersetzt erzählende und essayistische Texte aus dem Französischen (u. a. Von Fatou Diome, Frédéric Beigbeder, Georges-Arthur Goldschmidt, Linda Lê und Amélie Nothomb) und aus dem Englischen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Brigitte Große ist eine äußerst vielseitige Übersetzerin, die eine lange Liste von französischsprachiger Literatur verschiedenster Stile und Ausprägungen mit großer Sorgfalt und Präzision ins Deutsche gebracht hat. Dank ihrer beeindruckenden sprachlichen Spannweite, Empathie und Ausdruckskraft gelingt es ihr, für jedes Buch, für jeden Autor und jede Autorin einen eigenen Ton zu entwickeln. Georges-Arthur Goldschmidt, dessen an der französisch-deutschen Sprachgrenze angesiedelte Freud- und Kafka-Bücher lange Zeit als unübersetzbar galten, hat der Kunst seiner Übersetzerin Brigitte Große die größte Anerkennung gezollt: ‚Hier liest der Autor auf Deutsch genau das, was er auf Französisch geschrieben hat.‘“

Gratulation des VdÜ zum Staatspreis

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Éliette Abécassis: Ein freudiges Ereignis. München 2007
  • Éliette Abécassis: Die Jesus-Verschwörung. Hamburg 1997.
  • Nelly Arcan: Hörig. Berlin 2005.
  • Michka Assayas: Zu wahr um schön zu sein. Köln 2004.
  • Jean Baudrillard: Die Gewalt der Bilder. in ders.: Der Geist des Terrorismus. Wien 2002.
  • François Bégaudeau: Der Tag, an dem Mick Jagger starb. Hamburg 2008
  • François Bégaudeau: Die Klasse. Frankfurt am Main 2008. (übersetzt zusammen mit Katja Buchholz)
  • Frédéric Beigbeder: Ferien im Koma. Reinbek bei Hamburg 2002.
  • Frédéric Beigbeder: Ein französischer Roman. München u. a. 2010.
  • Frédéric Beigbeder: Die Liebe währt drei Jahre. Reinbek bei Hamburg 2003.
  • Frédéric Beigbeder: Memoiren eines Sohnes aus schlechtem Hause. Reinbek 2001
  • Frédéric Beigbeder: Neununddreißig neunzig. Reinbek 2001
  • Frédéric Beigbeder: Der romantische Egoist. Berlin 2006.
  • Frédéric Beigbeder: Windows on the world. München 2004.
  • Caroline Walker Bynum: Fragmentierung und Erlösung. Frankfurt am Main 1996.
  • Sorj Chalandon: Die Legende unserer Väter. München 2012.
  • Sorj Chalandon: Rückkehr nach Killybegs. München 2013.
  • Sorj Chalandon: Die vierte Wand. München 2015
  • Sorj Chalandon: Mein fremder Vater. München 2017
  • Sorj Chalandon: Am Tag davor. München 2019
  • Sorj Chalandon: Wilde Freude. München 2020
  • André Comte-Sponville: Woran glaubt ein Atheist? Zürich 2008
  • Guy Corneau: Kann denn Liebe glücklich sein? Berlin 1999
  • Jean-Pierre Davidts: Der kleine Prinz kehrt zurück. Hamburg 1998
  • Ouzi Dekel: Intifada. München 2002
  • Marie Desplechin: Bis später, Prinzessin. Reinbek 2000
  • Fatou Diome: Der Bauch des Ozeans. Zürich 2004
  • Fatou Diome: Ketala. Zürich 2007
  • Hélène Duffau: Schrei! Frankfurt am Main 2005[1]
  • Gaël Faye: Kleines Land. München 2017 (übersetzt zusammen mit Andrea Alvermann)
  • Olivier Föllmi: Lateinamerika. München 2007. (übersetzt zusammen mit Andrea Alvermann)
  • Georges-Arthur Goldschmidt: Als Freud das Meer sah. Zürich 1999.
  • Georges-Arthur Goldschmidt: Die Faust im Mund. Zürich 2008.
  • Georges-Arthur Goldschmidt: Freud wartet auf das Wort. Zürich 2006.
  • Georges-Arthur Goldschmidt: In Gegenwart des abwesenden Gottes. Zürich 2003.
  • Georges-Arthur Goldschmidt: Meistens wohnt der den man sucht nebenan. Frankfurt am Main 2010.
  • Jacqueline Harpman: Die Frau, die die Männer nicht kannte. Hamburg 1998.
  • Jacqueline Harpman: Orlanda. Hamburg 2000.
  • Linda Lê: Die drei Parzen. Zürich 2002.
  • Linda Lê: Irre Reden. Zürich 1998.
  • Linda Lê: Toter Buchstabe. Zürich 2005.
  • Jean-Philippe Mégnin: Die Patientin. Hörspiel, WDR 2013.
  • George Michael: Haargeheimnisse. Weil der Stadt 1993.
  • Amélie Nothomb: Biographie des Hungers. Zürich 2009.
  • Amélie Nothomb: Blaubart. Zürich 2014 und als Hörspiel im WDR 2013.
  • Amélie Nothomb: Böses Mädchen. Zürich 2005.
  • Amélie Nothomb: Der japanische Verlobte. Zürich 2010.
  • Amélie Nothomb: Kosmetik des Bösen. Zürich 2004.
  • Amélie Nothomb: Reality-Show. Zürich 2007.
  • Amélie Nothomb: So etwas wie ein Leben. Zürich 2013.
  • Amélie Nothomb: Den Vater töten. Zürich 2012.
  • Amélie Nothomb: Töte mich! Zürich 2017
  • Wilfried N’Sondé: Das Herz der Leopardenkinder. München 2008.
  • Paul Pitous: Mon cher Albert. Ein Brief an Albert Camus. Arche Verlag, Zürich 2014.
  • Thomas Reverdy: Die Verflüchtigten. Berlin 2016.
  • Thomas Reverdy: Es war einmal eine Stadt. Berlin 2017
  • Fabienne Rousso-Lenoir: Cabaret-Berlin: Die wilde Bühne 1919–1933. Filmessay (Sprecher Ulrich Tukur), Arte, 2009.
  • Jean-Christophe Rufin: 100 Stunden. Frankfurt am Main 2008 (übersetzt zusammen mit Claudia Steinitz)
  • Gonzague Saint Bris: Russische Musen. Hamburg 1996.
  • Éric-Emmanuel Schmitt: Das Evangelium nach Pilatus. Zürich 2005.
  • Nina Sutton: Bruno Bettelheim. Hamburg 1996
  • Kim Thúy: Der Geschmack der Sehnsucht. München 2014 (übersetzt zusammen mit Andrea Alvermann)
  • Kim Thúy: Der Klang der Fremde. München 2010 (übersetzt zusammen mit Andrea Alvermann)
  • Kim Thúy: Die vielen Namen der Liebe. München 2017 (übersetzt zusammen mit Andrea Alvermann)
  • Émilie de Turckheim: Im schönen Monat Mai. Berlin 2012
  • Émilie de Turckheim: Popcorn Melody. Berlin 2017
  • Paul Valéry: Rede über die Ästhetik (1937), In: Trivium. 6, 2010. Trivium
  • Cécile Wajsbrot: Die Köpfe der Hydra. Berlin 2012
  • Elie Wiesel: Alle Flüsse fließen ins Meer. Hamburg 1995 (übersetzt zusammen mit Holger Fock und Sabine Müller)

Sonstige Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Notizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rezension der Übersetzung, Der Gewalt entkommt man nicht poetisch, von Stefanie Hattel, ReLÜ, Rezensionszeitschrift, 2, 2005