Burgruine Liebeneck

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Burgruine Liebeneck
Burgruine Liebeneck - Bergfried

Burgruine Liebeneck - Bergfried

Entstehungszeit: um 1100 bis 1200/bil
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Herren
Ort: Würm
Geographische Lage 48° 50′ 17″ N, 8° 45′ 6″ OKoordinaten: 48° 50′ 17″ N, 8° 45′ 6″ O
Höhe: 415 m ü. NN
Burgruine Liebeneck (Baden-Württemberg)
Burgruine Liebeneck

Die Burgruine Liebeneck ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Spornburg im Südwestteil des Heckengäus, eines Waldgebiets südöstlich des Ortsteiles Würm von Pforzheim in Baden-Württemberg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgruine befindet sich auf einer Anhöhe oberhalb der Würm mit Blick über das Würmtal. Sie liegt in einem Bannwald bei 415 m über Normalnull. Die Ruine Liebeneck ist nicht mit dem Auto zu erreichen, lediglich Waldwege (z. B. der Ostweg) führen dorthin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Burganlage ist vermutlich im 12. Jahrhundert entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1236 anlässlich der Übertragung der Burg und des Dorfes Würm von den Herren von Weißenstein auf Kräheneck an den Markgraf Rudolf von Baden. Die Burg sollte die am Fluss eingerichtete Floßzollstelle schützen.[1] Später wurde die Burg Erblehen der Herren von Weißenstein und gelangte danach in den Besitz der Herren Leutrum von Ertingen.

1692, während des Orleans´schen Krieges, brannte die Burg aus.[2] 1828 erfolgte die Übertragung an den badischen Staat. Die Anlage wurde anschließend planmäßig zerstört, damit "Gesindel dort keinen Unterschlupf findet" (s. Hinweistafel). In den Jahren 1968 bis 1977 wurde der 30 m hohe Bergfried renoviert.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der ursprünglichen Anlage stehen noch der Bergfried und einige Mauern, die den Burghof umschließen. Der doppelte fünfeckige Mauerring mit seinen Vorwerken und Zwingern zeichnen dieses Bodendenkmal aus. Die Ruine ist vom Hochbauamt gesichert worden. Unmittelbar an der Ruine befinden sich auf einer Orientierungstafel ausführliche Informationen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon. Lizenzausgabe. Bechtermünz, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-219-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://stadt.cityreview.de/baden-wuerttemberg/pforzheim/sehenswuerdigkeiten/burgruine-liebeneck/@1@2Vorlage:Toter Link/stadt.cityreview.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. http://www.burgenwelt.de/liebeneck/ge.htm (nach: Hermann Diruf, Christoph Timm und Matthias Köhler: Kunst- und Kulturdenkmale in Pforzheim und im Enzkreis. Stuttgart, 2002.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Liebeneck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien