Caspar Vischer

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Caspar Vischer, auch Caspar Fischer (* vermutlich 1510 in Kulmbach; † 11. August 1579 ebenda) war ein deutscher Architekt der Renaissance.

Schöner Hof mit Reliefbrustbildern zwischen den Arkadengängen
Abguss einer auf das Jahr 1566 datierten und als Selbstbildnis gedeuteten Reliefplatte von der Südseite des "Schönen Hofs" der Plassenburg

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal in Erscheinung trat er laut Bayreuther Kammerrechnung von 1542: „ fl maister Caspar Steinmetz von Culmbach zu uererung als man Inn zw Statmeister angenomen vnd aber nit verzogen ist“. Diese Stelle nahm er nicht an, wahrscheinlich um den Auftrag als Steinmetz am Bau des Schlosses Rosenau anzunehmen, welchen er 1547 abschloss. 1548 arbeitete er als zweiter kurfürstlicher Baumeister am Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses. Am 1. Juli 1561 beauftragte ihn Markgraf Georg Friedrich von Ansbach-Kulmbach, die im Bundesständischen Krieg zerstörte Plassenburg wiederaufzubauen. In der Stellung als Oberster Baumeister blieb Caspar Vischer bis zu seinem Tode, als die Plassenburg noch nicht fertiggestellt war. Ab 1573 baute er am Zeughaus und an den Befestigungsanlagen. Sein Baustil war maßgeblich von seinem Lehrmeister Paul Beheim inspiriert.

Eine seiner herausragenden Leistungen ist die Ausgestaltung des Schönen Hofes der Plassenburg mit mehr als 120 Reliefbrustbildern in Medaillonform, die wahrscheinlich zwischen 1565 und 1570 erfolgte. Diese Bilder stellen die Ahnenreihe der Hohenzollern bis auf Albrecht Alcibiades dar und dekorieren einen der harmonischsten Arkadenhöfe der Renaissance.

Weitere Leistungen Caspar Vischers waren unter anderem:

Das Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasium (CVG) wurde ihm zu Ehren benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]