Cassius Felix

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Cassius Felix war im 5. Jahrhundert n. Chr. ein römischer Arzt.

Cassius Felix stammte aus Cirta, der Hauptstadt der römischen Provinz Numidien. Er ist als Übersetzer von griechischsprachigen, medizinischen Fachbüchern ins Lateinische bekannt. Überliefert ist sein Werk De medicina: ex graecis logicae sectae auctoribus liber, translatus sub Artabure et Calepio consulibus, das um das Jahr 447 entstand. Es beschreibt in 82 Kapiteln zahlreiche in der Antike bekannte Krankheitsbilder. Als Quellen griff Cassius Felix auf Werke von Galenos von Pergamon, Hippokrates und Vindicianus zurück.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühmittelalter nutzte Isidor von Sevilla die De medicina als Vorlage für das 4. Buch seiner Enzyklopädie Etymologiae.

Ausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alb. Köhler: Handschriften römischer Mediziner, II: Cassius Felix. In: Hermes 18, 1888, S. 392–395.
  • Alf Önnerfors: Das medizinische Latein von Celsus bis Cassius Felix. In: Wolfgang Haase / Hildegard Temporini (Hrsg.), Aufstieg und Niedergang der römischen Welt: Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung, Band II.34.1, Berlin / New York 1993, ISBN 3-11-001885-3, S.227–392, 250ff.
  • Hermann Orth: Der Afrikaner Cassius Felix - ein methodischer Arzt? Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. 44, 1960. S. 193–217.
  • Gerhard Roßbach und Peter Proff: Cassius-Felix-Interpretationen: Teile I und II. Würzburg 1991 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 37).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]