Certiorari

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Certiorari ist ein Rechtsterminus (lat. certiorārī (volumus) ‚(wir wollen) Auskünfte einholen‘), der auf die Prozesslehre von Ulpian zurückgeht und die Prozesshandlung bezeichnet, mit der ein übergeordnetes Gericht (iudex ad quem) sich an ein untergeordnetes Gericht (iudex a quo) wendet, um dessen Entscheidung zu überprüfen.

Heute wird der Begriff frei übersetzt mit „sende die Gerichtsakte“, in dem allgemeinen Sinne, dass ein übergeordnetes Gericht die Prozessakte bei einem untergeordneten anfordert.

Insbesondere in den USA bezeichnet der Terminus (auch cert oder certworthy) einen Verfahrensschritt als Kombination der Zulassung eines eingelegten Rechtsmittels und der Kundgabe des Devolutiveffekts nach außen. Das Rechtsmittelgericht erlässt in diesem Fall ein writ of certiorari.[1]

Für den Europäischen Gerichtshof wird die Einführung eines Certiorari diskutiert.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten: 28 U.S.C. §§ 1254 ff.
  2. Petra Jeney: Victim of Its Own Success - the EU Court in Need of Reform. Hrsg.: eumap.org. 2002 (eumap.org [abgerufen am 11. Mai 2009]).
  3. T. Kennedy: First Steps Towards a European Certiorari? In: European Law Review. 1993, S. 121–129.
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