Chastel Béroard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chastel Béroard
Chastel Béroard, 2007

Chastel Béroard, 2007

Alternativname(n): Castellum Beroarti, Minat al-Qal'a, Mahuz Azdud, Horbat Ashdod Yam
Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Kastellane
Ort: Aschdod
Geographische Lage 31° 46′ 49,6″ N, 34° 37′ 17,6″ OKoordinaten: 31° 46′ 49,6″ N, 34° 37′ 17,6″ O
Höhe: m
Chastel Béroard (Israel)
Chastel Béroard

Das Chastel Béroard (latein: Castellum Beroart; heutiges Arabisch: Minat al-Qal'a (اشدود), im Mittelalter: Mahuz Azdud; hebräisch: Horbat Ashdod Yam) ist eine arabische Kastellburg aus dem 10. Jahrhundert im heutigen Israel.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg liegt am Südrand des heutigen Aschdod am Sandstrand des Mittelmeeres.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologischen Forschungen zufolge wurde die Burg im 10. Jahrhundert von den Muslimen, vermutlich den Fatimiden errichtet.

Urkundlich wurde sie erstmals im Oktober 1106 erwähnt, als sich König Balduin I. von Jerusalem dort aufhielt. Obwohl nur 15 km von der starken fatimidischen Festung Askalon entfernt, spielte die kleine Burg im Gegensatz zu den neu errichteten Kreuzfahrerburgen Ibelin, Blanche Garde und Gibelin für die Eindämmung des fatimidischen Machtbereichs scheinbar keine Rolle. Nach der Eroberung Askalons durch die Kreuzfahrer 1153, diente sie zur Sicherung der Straße von Ibelin nach Askalon.

1169 wird unter den Rittern des Herren von Ramla, Hugo von Ibelin, ein gewisser Nicolaus de Beroard[1] urkundlich erwähnt, der wahrscheinlich Kastellan von Chastel Béroard war.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhold Röhricht (Hrsg.): Regesta Regni Hierosolymitani. Oeniponti, Berlin 1893, S. 124 (Nr. 472).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denys Pringle: Secular Buildings in the Crusader Kingdom of Jerusalem. An Archaeological Gazetteer. Cambridge University Press, 1997, ISBN 0521460107, S. 73.
  • Hans Wolfram Kessler / Konrad Kessler: Ritter im Heiligen Land: Kreuzfahrerstätten in Israel. Philipp von Zabern, Darmstadt 2013, ISBN 978-3805345521

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]