Christine Schulz

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Christine Schulz (* 1961 in Braunschweig, lebt in Berlin und Garbolzum) ist eine deutsche Künstlerin (Fotografie, Medienkunst, Videokunst).

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulz studierte freie Kunst an der HBK Braunschweig bei John Armleder, Birgit Hein und Thomas Virnich und war Meisterschülerin bei John Armleder.

2001 erhielt sie den Förderpreis der Kunsthalle Wilhelmshaven und 2009 eine Projektförderung der Stiftung Nord/LB Öffentliche und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

Christine Schulz erforscht sowohl in ihren Medieninstallationen als auch in ihren fotografischen Arbeiten den ambivalenten Charakter des Bildes als Spiegelung und Konstruktion der Realität. Dabei demonstriert sie die Vergänglichkeit des Augenblicks, indem sie kurze Videosequenzen oder fotografische Elemente zu collagenhaften Bildgefügen kombiniert. Durch die Verbindung verschiedener sonst durch Raum und Zeit getrennter Elemente werden vertraute Sehgewohnheiten sowie vermeintlich unverrückbare Wahrheiten hinterfragt. Dieser Einstellung entsprechend bearbeitet Schulz je nach Kontext und Ausstellungssituation verschiedene gesellschaftlich relevante Themen in unterschiedlicher Art und Weise. Als Basis dient ihr dabei eine umfassende Sammlung selbst produzierter Fotografien, Videosequenzen und Standbilder sowie in den Medien und im Internet gefundenes Bild- und Filmmaterial, das durch ungewöhnliche Zusammenstellungen neue Sinngefüge ergibt. Auffällig ist außerdem die Betonung der technischen Dimension der Medien, die Schulz für ihre Installationen nutzt. So werden Projektionen zum Teil durch heute kaum noch gebräuchliche Medientechniken wie Overhead- oder Diaprojektoren erzeugt. Charakteristisch für den installativen Ansatz der Künstlerin ist die Konstruktion neuer Raumstrukturen und Ordnungssysteme, die auf den vorgegeben Raum reagieren. Mit Hilfe von Projektionen und temporären architektonischen Elementen werden vergängliche Installationen erschaffen, die je nach Thema und Kontext in ihrer visuellen Wirkung variieren.

Auszeichnungen und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Light Year Program 9: SILENCE, The Triangle at Pearl and Anchorage Place, New York
  • 2015 15 Jahre Preis der Nordwestkunst, Kunsthalle Wilhelmshaven
  • 2014 INPUT/OUTPUT, Worpsweder Museumsverbund
  • 2014 TEMPUS RITUALIS, Contemporary Art Center of Thessaloniki (CACT)
  • 2014 California Calling 3, Kunstverein Buchholz (solo)
  • 2014 Tempus Ritualis, Galerie im Körnerpark, Berlin
  • 2013 California Calling 2, Bräuning Contemporary, Hamburg (solo)
  • 2013 27092013-06102013, blowin free, Emscher Kunst 2013, Oberhausen (solo)
  • 2013 memories of future desires, Projektraum des deutschen Künstlerbundes, Berlin (solo)
  • 2013 California Calling, Souterrain, Berlin (solo)
  • 2013 SCHAUPLATZ STADT, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
  • 2012 Ventoux III, Kunstverein Bochum (solo)
  • 2012 Vertikale, Filmmuseum Frankfurt, Frankfurt/Main
  • 2012 Memory Cash Project, Venus & Apoll in der Julia Stoschek Foundation, Düsseldorf
  • 2011 auto.MOBIL, Kunstverein Erfurt
  • 2011 Ventoux, upstairs, Berlin (solo)
  • 2011 URBAN NOISE, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin
  • 2010 limites, Teatro da Trindade, Lissabon (solo)
  • 2010 fast forward 2 | The Power of Motion | Media Art Sammlung Goetz I ZKM Museum für Neue Kunst, Karlsruhe
  • 2010 Der offene Garten, Städtische Galerie Nordhorn
  • 2010 POP: Crackle & Snap, Leo Kuelbs Collection, New York
  • 2009 Everything, then, passes between us, Kölnischer Kunstverein, Köln
  • 2009 PLACEBO, Kunstverein Leverkusen Schloss Morsbroich (solo)
  • 2008 Parcours, Kunstverein Wolfenbüttel (solo)
  • 2008 2008 PARKHAUS, Kunsthalle Düsseldorf
  • 2006 UP2date, Electron, Breda, Niederlande
  • 2006 NORDENFJORDS 2006, Kunst fra Berlin, Kunstbygningen i Vra, Dänemark
  • 2005 artejovenaleman, Galeria de la ENPEG "La Esmeralda", Mexico D.F.
  • 2005 Züge Flüge Schiffe, upstairs, Berlin (solo)
  • 2005 Casino, Parkhaus, Düsseldorf (solo)
  • 2004 artejovenaleman, Galeria de la ENPEG "La Esmeralda", Mexico D.F.
  • 2004 Weltrennen, Kunstverein Gifhorn (solo)
  • 2003 Die Sehnsucht des Kartografen, Kunstverein Hannover
  • 2002: You Won't Know When, You Won't Know Where, You Won't Know Who, and You Won't Know Why, Dukwon Gallery, Seoul
  • 2002: Ein Treppenhaus für die Kunst VII, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover
  • 2001: NORDWESTKUNST, Kunsthalle Wilhelmshaven
  • 2000: Play while you wait, American Fine Arts, New York
  • 1999: Lovely Musikprojekt, Verein für junge Kunst, Wolfsburg

Ausgewählte Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammlung Goetz, München
  • Ahlers Collection, Herford
  • Sammlung Bastian, Berlin
  • Sammlung Marx, Berlin
  • Leo Kuelbs Collection, New York

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Buskies, Reinhard: Bergtouren in medialen Landschaften, in: Ausst. Kat. Christine Schulz, Ventoux, Kunstverein Bochum 2012, Bochum 2012.
  • Christine, Nippe, (Dr. phil.) : Kunst baut Stadt, Transcript Verlag, Berlin 2011
  • >> fast forward 2, The Power of Motion - Christine Schulz, UB, Media Art Sammlung Goetz, ZKM, Karlsruhe / Ingvild Goetz und Stephan Urbaschek (Hrsg.), Ostfildern 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]