„Christlich-Soziale Union in Bayern“ – Versionsunterschied

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{{Dieser Artikel|beschreibt die Partei CSU; zu anderen Bedeutungen siehe [[CSU (Begriffsklärung)]].}}
{{Infobox Partei
|Partei = Christlich-Soziale Union in Bayern e. V.
|Parteilogo = [[Datei:Csu-logo.svg|250px]]
|Parteivorsitzende =
|Parteivorsitzender = [[Horst Seehofer]]
|Bild Parteivorsitz = [[Datei:Seehofer.JPG|120px|Horst Seehofer, 2008]]
|Generalsekretär = [[Alexander Dobrindt]]
|Stellvertretende Vorsitzende = [[Ingo Friedrich]]<br />[[Barbara Stamm]]<br />[[Beate Merk]]<br />[[Peter Ramsauer]]
|Hauptgeschäftsführer = [[Bernhard Schwab]]
|Landesschatzmeister = [[Thomas Bauer (Unternehmer)|Thomas Bauer]]<br />[[Alexander Radwan]]
|Ehrenvorsitzende = [[Edmund Stoiber]] <br /> [[Theo Waigel]]
|Ehrenvorsitzender =
|Gründung = 8. Januar 1946<br /><small>(gesamtbayerische<br />Gründungsversammlung)</small>
|Gründungsort = [[München]] und [[Würzburg]]
|Hauptsitz = „Franz Josef Strauß-Haus“<br />Nymphenburger Str. 64<br />80335 München
|Parteigliederung = 10 Bezirksverbände<br />108 Kreisverbände
|Bundestagsmandate = 45 von 622 (7,2 %)<ref>bundeswahlleiter.de: [http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/grafik_sitze_99.html Sitzverteilung im 17. Deutschen Bundestag]</ref>
|Zuschüsse = 11.708.782,45 Euro (2009)<ref name="Teilfinanzierung 2009">[http://andipopp.files.wordpress.com/2010/01/parteienfinanzierung_2009.pdf Gesamtübersicht Feststezung der staatlichen Teilfinanzierung für das Jahr 2009 gemäß §§ 18 ff. PartG], Stand: 21. Januar 2010.</ref><br /><small>(Stand 21. Januar 2010)</small>
|Mitglieder = 160.000 (Stand: Dezember 2009)</small><ref>http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/deutsche-volksparteien-unter-der-lupe-stabilisierung-der-mitgliederzahlen_aid_464803.html</ref>
|Mindestalter = 16 Jahre
|Durchschnittsalter =
|Frauenanteil = 18,8 Prozent
|Farben = schwarz, weiß-blau
|Jugend = [[Junge Union]]
|Schüler = [[Schüler Union]]
|Frauen = [[Frauen-Union]]
|Senioren = [[Senioren-Union der CSU|Senioren-Union (SEN)]]
|International = [[Christlich Demokratische Internationale]] (CDI) und <br /> [[Internationale Demokratische Union]] (IDU)
|Europa = [[Europäische Volkspartei]] (EVP)
|EU-Parlament = [[Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)|Europäische Volkspartei]] (EVP)
|Webseite = [http://www.csu.de/ www.csu.de]
}}

Die '''Christlich-Soziale Union in Bayern e.&nbsp;V.''' '''(CSU)''' ist eine [[Christdemokratie|christlich]]-[[Konservatismus|konservative]] [[Politische Parteien in Deutschland|Partei]] in [[Bayern]].

Auf Bundesebene bildet sie im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] mit ihrer [[Schwesterpartei]], der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], eine [[Fraktionsgemeinschaft]] ([[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]]), die gemeinsam mit der [[Freie Demokratische Partei|FDP]]-Fraktion bis zum Ende der [[Legislaturperiode]] die aktuelle [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] trägt. In Bayern stellt die CSU mit [[Horst Seehofer]] den Ministerpräsidenten und koaliert mit der [[FDP Bayern|FDP]].

Am 31. Dezember 2008 hatte die CSU 162.533 Mitglieder, der Anteil der Frauen daran betrug rund 20 Prozent. Die CSU ist damit die drittgrößte deutsche Partei.

== Inhaltliches Profil ==
=== Programmatische Grundsätze ===
Die CSU setzt in Bayern bedingt die Tradition der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei (BVP)]] fort. Zwar hatte sich diese 1918 aus Protest gegen die zentralistische Reichsfinanzreform [[Matthias Erzberger]]s vom reichsweiten [[Zentrumspartei|Zentrum]] abgespalten und betonte von nun an die bayerischen Sonderinteressen. Jedoch finden sich ihre stark rechtskonservativen und restaurativen Positionen in der CSU nur noch sehr vereinzelt wieder. Ein weiterer bedeutender Unterschied ist, dass sich die CSU von Anfang an auch als Partei für protestantische Christen verstand, während die BVP eine ausschließlich katholische Partei war, die zudem jede sozialistische Vorstellung radikal ablehnte, wohingegen in der CSU in ihren Anfangsjahren durchaus Tendenzen zu sozialistischen Forderungen ([[Verstaatlichung]]en, [[Bodenreform]]) vorhanden waren.

Drei Grundwerte sind in allen Grundsatzprogrammen zu finden: die [[Konservativismus|konservative Grundhaltung]], die [[Christliche Soziallehre|christliche Ausrichtung]] und die Betonung des [[Föderalismus]]. In der Innenpolitik setzt die CSU auf einen [[Starker Staat|starken Staat]], der Recht und Freiheit der Bürger zu schützen hat. Gesellschaftlichen Liberalisierungen wie der Reform des [[Staatsbürgerrecht]]s steht die CSU grundsätzlich skeptisch gegenüber. Sozial- und wirtschaftspolitische Positionen sind geprägt von sozial verträglichen Regelungen. Programmatische Unterschiede zur CDU liegen hauptsächlich darin, dass die CSU in der Innen-, Rechts- und Gesellschaftspolitik konservativer und in der Wirtschafts- und Sozialpolitik sozialer ist.

Das 1993 verabschiedete Grundsatzprogramm mit dem Titel „In Freiheit dem Gemeinwohl verpflichtet“ wurde auf einem Parteitag im September 2007 ersetzt. Nach einem zweijährigen Erarbeitungsprozess unter der Federführung [[Alois Glück]]s wurde das neue Grundsatzprogramm „Chancen für alle! In Freiheit und Verantwortung gemeinsam Zukunft gestalten“ verabschiedet. Gesellschaftliches Leitbild darin ist die „solidarische Leistungsgesellschaft“, als Modell, das Eigenverantwortung der Bürger und Solidarität der Gesellschaft miteinander verbindet: „Neben guten Startbedingungen für alle will die CSU Hilfe zur Selbsthilfe leisten und die Verantwortungsgemeinschaft aller Bürger füreinander und für das Gemeinwohl stärken.“<ref>Zusammenfassung [[Georg Fahrenschon]]s im [http://www.bayernkurier.de/index.php?option=com_content&task=view&id=14100&Itemid=142 Bayernkurier-Interview]</ref> Das neue Programm betont die christliche, soziale, konservative und liberale Ausrichtung der Partei, modernisiert unter anderem das Familienbild und setzt einen neuen Schwerpunkt in der Umweltpolitik. Im außenpolitischen Teil des Programms setzt die CSU auf die weitere Einigung Europas (ohne die Türkei) als Wertegemeinschaft, bekennt sich zur transatlantischen Partnerschaft und fordert gute, aber selbstbewusste Beziehungen zu Russland.

=== Gegenwärtige inhaltliche Positionen ===
==== Bundespolitik ====
Auf Bundesebene ist die CSU Mitglied der [[Koalition (Politik)|Koalition]] aus CDU, CSU und FDP und trägt die Positionen, die im [[Koalitionsvertrag (Deutschland 17. Wahlperiode)|Koalitionsvertrag]] ausgehandelt wurden, mit.

==== Gesellschafts- und Sozialpolitik ====
[[Ehe]] und [[Familie]] werden als Fundament der Gesellschaft und natürliche Lebensform angesehen. Deshalb spricht sich die CSU für die Beibehaltung ihres verfassungsrechtlichen Schutzes aus.

Der Aufwertung anderer Familienmodelle und Lebensformen ([[Alleinerziehende]], [[Stieffamilie]]n und der [[Eingetragene Lebenspartnerschaft|Eingetragenen Lebenspartnerschaft]]) steht die CSU in ihrem familienpolitischen Teil des Grundsatzprogramms 2007 nicht länger ablehnend gegenüber.<ref>[http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/aktuell/art297,723243.html?fCMS=89fa70e21a3c3ec34fe2d5898109e8b2 Mehr Toleranz für Schwule<!-- Automatisch generierter titel -->]</ref> Als Konzept, Familie und Erwerbstätigkeit miteinander zu vereinbaren, setzt die CSU auf die Wahlfreiheit, nach der Frauen und Männer frei entscheiden sollen, ob sie sich ausschließlich der Arbeit in der Familie oder im Beruf widmen oder beides verbinden wollen.

Das christliche Menschenbild verpflichte den Staat, das Recht auf Leben – sowohl von geborenen Menschen, als auch Behinderter und ungeborener Kinder – zu schützen; [[Schwangerschaftsabbruch]] wird prinzipiell abgelehnt, jedoch in „schweren Not- oder Konfliktlagen“ [[straffrei]] zugebilligt.

[[Sozialpolitik]] solle sich grundsätzlich nach den Prinzipien der Gerechtigkeit und Humanität gestalten. Angesichts der derzeitigen Probleme der [[Sozialsysteme]] will die CSU aber in strukturellen Reformen der sozialen Sicherungssysteme verstärkt auf die Eigenverantwortung des Einzelnen setzen, „sachfremde Aufgaben“ der Sozialsysteme zurückfahren und Missbrauch der [[Sozialversicherung]]en hart bestrafen. Dadurch soll die [[Soziale Marktwirtschaft]] als Wirtschaftsmodell im Zeitalter der [[Globalisierung]] gesichert werden.

==== Bildung und Forschung ====
Die CSU setzt auf das dreigliedrige Schulsystem und rechtfertigt es im Disput um die [[Gesamtschule]]n mit den guten Ergebnissen Bayerns in der [[PISA-Studie]]. Durch die Verkürzung der gymnasialen Schulausbildung um ein Jahr konnten Einsparungen im Bildungssystem umgesetzt werden. Nach der durch Bayerns Kultusminister [[Siegfried Schneider]] entwickelten Strategie „Kein Abschluss ohne Anschluss“ soll in den nächsten Jahren auch in Bayern ein berufliches Gymnasium nach dem Vorbild benachbarter Bundesländer eingerichtet werden, das nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung den Hochschulzugang erleichtern soll und die [[Hauptschule]] zu einer stärker berufsvorbereitenden Schule ausgebaut werden.

Das zum Schuljahr 2004/2005 neu eingeführte [[Abitur nach zwölf Jahren|achtjährige Gymnasium]] trifft auf Widerstand in der Bevölkerung, ebenso wie die Reform der Hochschulbildung. An bayerischen Hochschulen werden zum Sommersemester 2007 bereits für ein Erststudium [[Studienbeiträge]] fällig. Die Universitäten sollen durch die Beiträge gepaart mit einem neuen Hochschulrecht und der Einführung der Abschlüsse [[Bachelor]] und [[Master]] flexibler und leistungsstärker werden. Gleichzeitig wurden die finanziellen Mittel für die Ingenieurausbildung an Fachhochschulen nach der Landtagswahl 2003 spürbar gekürzt. Besonderes Augenmerk richtet die CSU auf die Förderung des Technologie-Standortes Bayern ([[High-Tech-Offensive Bayern]]).

==== Verwaltung und Öffentlicher Dienst ====
Mit einer umfassenden Verwaltungsreform will die CSU die Staatsverwaltung verschlanken und effizienter gestalten. Damit soll der Haushalt langfristig jährlich um etwa 300 Millionen Euro entlastet und der dadurch entstehende finanzielle Spielraum für Zukunftsinvestitionen eingesetzt werden.
Von der Verwaltungsreform sind praktisch alle Teile der Staatsverwaltung betroffen und werden teilweise neu organisiert. Durch einen Abbau von Regulierungen soll der Staat entbürokratisiert und dadurch auch langfristig Personal eingespart werden.
Der geplanten Reform des Beamtenrechts (Vereinfachung der Besoldung, Möglichkeiten des Quereinstiegs, leistungsabhängige Gehaltskomponente) steht die CSU positiv gegenüber.

==== Umwelt und Verbraucherschutz ====
Die CSU richtete als Regierungspartei 1970 in der bayerischen Staatsregierung das europaweit erste Umweltministerium ein. In der Umweltpolitik verfolgt die CSU den so genannten „bayerischen Weg“ des kooperativen Umweltschutzes, der u.&nbsp;a. im „Umweltpakt Bayern“ seinen Niederschlag findet.

Die Energiegewinnung aus [[Kernenergie|Kernkraft]] wird befürwortet, die [[Ökosteuer (Deutschland)|Ökosteuer]] zwar grundsätzlich abgelehnt, auf die Forderung nach Abschaffung aber seit dem Wahlprogramm 2005 verzichtet. In der Hochwasser- und Klimapolitik investiert Bayern seit einigen Jahren zunehmend.

In der [[Drogenpolitik]] vertritt die CSU einen konservativen, repressiv-[[prohibition]]istischen Ansatz.

==== Haushaltspolitik ====
Die CSU hat im Haushaltsjahr 2006 für Bayern als erstes Bundesland einen Haushalt ohne Neuverschuldung vorgelegt. Dies wurde vor allem durch rigorose Einsparungen von Ausgaben durch alle Ministerien erreicht. 2003/2004 wurde dazu u.&nbsp;a. eine umfassende Strukturreform der bayerischen Staatsverwaltung und eine Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen Dienst beschlossen.
Die Forderung nach einer Reform des [[Länderfinanzausgleich]]s, den die CSU über Verfassungsklagen des Landes Bayern häufig zugunsten von Bayern korrigieren konnte, besteht.

== Struktur ==
Die CSU ist nur im Freistaat Bayern organisiert und stellt sich auch nur dort zur Wahl. Auf Bundesebene bildet sie im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] eine [[Fraktionsgemeinschaft]] mit ihrer [[Schwesterpartei]], der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], die im Rest der Bundesrepublik zur Wahl steht. Im [[Europaparlament]] ist die CSU Mitglied der Fraktion der [[Europäische Volkspartei|Europäischen Volkspartei]] (EVP).

=== Politische Leitung ===
Höchstes Organ auf Landesebene ist der Landesparteitag. Der [[Parteitag]] besteht aus den [[Delegierter|Delegierten]] der Bezirks- und Kreisverbände und tritt mindestens einmal jährlich zusammen. Seine Aufgaben sind insbesondere die Beschlussfassung über die Grundlinien der Parteipolitik, das Parteiprogramm und die [[Satzung (Privatrecht)|Satzung]] sowie die Wahl und Kontrolle der Funktionsträger auf Landesebene. Die CSU hat einen vergleichsweise niedrigen Delegiertenschlüssel, so dass auf ca. 170 Mitglieder ein Delegierter kommt. Die Parteitagsorte wechseln zwischen München ([[Altbayern]]), Nürnberg ([[Franken (Region)|Franken]]) und [[Augsburg]] ([[Schwaben (Bayern)|Schwaben]]). Der letzte reguläre Parteitag, bei dem Horst Seehofer als Vorsitzender bestätigt wurde und seine Stellvertreter ebenfalls wiedergewählt wurden, fand am 17. und 18. Juli 2009 in Nürnberg statt. Beim außerordentlichen Parteitag am 27. Oktober 2008 in München wurde Seehofer zum Parteivorsitzenden gewählt und der Koalitionsvertrag mit FDP genehmigt.

Zur eingehenderen Behandlung grundsätzlicher politischer Themen und Beschlussfassung über Aktionsprogramme wird der Parteiausschuss („Kleiner Parteitag“), bestehend aus den Delegierten der Bezirksverbände einberufen.

Dem 50-köpfigen [[Vorstand]] obliegt unter der Leitung des [[Vorsitzender|Vorsitzenden]] (gegenwärtig Horst Seehofer) die Vertretung der Partei nach außen, sowie die Behandlung dringlicher politischer Probleme und organisatorischer Fragen.
Die vier Stellvertretenden Vorsitzenden sind [[Peter Ramsauer]], [[Barbara Stamm]], [[Beate Merk]] und [[Ingo Friedrich]]. [[Schatzmeister]] sind [[Thomas Bauer (Unternehmer)|Thomas Bauer]] und [[Alexander Radwan]], [[Schriftführer]] [[Ilse Aigner]] und [[Franz Meyer (CSU)|Franz Meyer]].
Zusätzlich sind 32 weitere gewählte Mitglieder und sieben Mitglieder [[kraft Amtes]] im Parteivorstand. Die beiden [[Ehrenvorsitzender|Ehrenvorsitzenden]] ([[Edmund Stoiber]] und [[Theo Waigel]]) sind in den Vorstand kooptiert.

Die Erledigung der laufenden Geschäfte und Fragen wirtschaftlicher Betätigung der Partei ist Aufgabe des [[Präsidium]]s der Partei, dem neben dem Parteivorsitzenden und seinen Stellvertretern, dem Generalsekretär, den Schatzmeistern und Schriftführern sowie dem Landesgeschäftsführer und dem Vorsitzenden der Finanzkommission sieben vom Vorstand gewählte Mitglieder angehören. Das Präsidium gilt als engster Führungszirkel der CSU.

Die parteiinterne Verwaltung und Organisation obliegt der Landesleitung unter der Leitung des [[Generalsekretär]]s (gegenwärtig [[Alexander Dobrindt]]) und des Landesgeschäftsführers, die ihren Sitz im Franz-Josef-Strauß-Haus in München hat.

Der CSU stehen die [[Hanns-Seidel-Stiftung]] und der [[Bayernkurier]] nahe.

=== Parteifinanzen ===
Die CSU erhielt 2007 Einnahmen von 43,4 Millionen Euro<ref>[http://www.bundestag.de/parlament/funktion/finanz/index.html Rechenschaftsberichte 2007 der im Bundestag vertretenen Parteien, BT Drucksache 16/12550]</ref>, davon 24,5 Prozent durch Spenden, 29 Prozent durch Mitgliedsbeiträge und 24,6 Prozent durch staatliche Mittel. (siehe auch: [[Parteienfinanzierung]])

=== Regionale Gliederung ===
Regional ist die CSU in zehn Bezirksverbände, 108 Kreisverbände und 2.853 Ortsverbände untergliedert.

{| class="prettytable" border=1
|- bgcolor="#DDDDDD"
|'''Bezirksverband'''
|'''Vorsitzender'''
|-
||[[Augsburg]]
|[[Bernd Kränzle]]
|-
|[[Mittelfranken]]
|[[Joachim Herrmann (CSU)|Joachim Herrmann]]
|-
|[[München]]
|[[Otmar Bernhard]]
|-
|[[Niederbayern]]
|[[Manfred Weber (Politiker)|Manfred Weber]]
|-
|[[Nürnberg]]/[[Fürth]]/[[Schwabach]]
|[[Markus Söder]]
|-
|[[Oberbayern]]
|[[Siegfried Schneider]]
|-
|[[Oberfranken]]
|[[Karl-Theodor zu Guttenberg]]
|-
|[[Oberpfalz]]
|[[Emilia Müller]]
|-
|[[Schwaben (Bayern)|Schwaben]]
|[[Markus Ferber]]
|-
|[[Unterfranken]]
|[[Michael Glos]]
|-
|}

=== Inhaltliche Gliederung ===
Acht Arbeitsgemeinschaften, zehn Arbeitskreise und sechs Kommissionen setzten die inhaltlichen Schwerpunkte der christsozialen Politik.
Außerhalb dieser Struktur stehen die [[Schüler Union]] (SU) als Arbeitsgemeinschaft der [[Junge Union|Jungen Union]] und der [[Ring Christlich-Demokratischer Studenten]] (RCDS), eine der Union nahe stehende [[Hochschulgruppe]].

{| class="prettytable" border=1
|- bgcolor="#DDDDDD"
|'''Arbeitsgemeinschaft'''
|'''Vorsitzender'''
|-
||[[Junge Union]] (JU)
|[[Stefan Müller (CSU)|Stefan Müller]]
|-
|[[Frauen-Union]] (FU)
|[[Angelika Niebler]]
|-
|[[Mittelstandsunion]] (MU)
|[[Hans Michelbach]]
|-
|[[Arbeitnehmer-Union]] (CSA)
|[[Gabriele Stauner]]
|-
|[[AG Landwirtschaft]] (AGL)
|[[Albert Deß]]
|-
|[[Kommunalpolitische Vereinigung]] (KPV)
|[[Stefan Rößle]]
|-
|[[Senioren-Union der CSU|Senioren-Union]] (SEN)
|[[Konrad Weckerle]]
|-
|[[Union der Vertriebenen]] (UdV)
|[[Bernd Posselt]]
|-
|- bgcolor="#DDDDDD"
|'''Arbeitskreis'''
|'''Vorsitzender'''
|-
||Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP)
|[[Christian Schmidt (CSU)|Christian Schmidt]]
|-
|Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung (AKU)
|[[Josef Göppel]]
|-
|Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport (AKS)
|[[Georg Eisenreich]]
|-
|Arbeitskreis Hochschule und Kultur (AKH)
|[[Ludwig Spaenle]]
|-
|[[Evangelischer Arbeitskreis]] (EAK)
|[[Ingo Friedrich]]
|-
|Arbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit (POL)
|[[Bernd Weiß]]
|-
|Arbeitskreis Öffentlicher Dienst (OeD)
|[[Gerhard Waschler]]
|-
|Arbeitskreis Juristen (AKJ)
|[[Thomas Kreuzer]]
|-
|Gesundheitspolitischer Arbeitskreis (GPA)
|[[Christian Alex]]
|-
|Kontaktkreis Politik – Wissenschaft – Kultur
|[[Thomas Goppel]]
|-
|- bgcolor="#DDDDDD"
|'''Kommission'''
|'''Vorsitzender'''
|-
||Medienkommission
|[[Markus Söder]]
|-
|Familienkommission
|[[Joachim Unterländer]]
|-
|Filmkommission
|[[Hans Gerhard Stockinger]]
|-
|[[Grundsatzkommission]]
|[[Alois Glück]]
|-
|Internationale Kommission
|[[Reinhold Bocklet]]
|-
|Wirtschaftskommission
|[[Georg Fahrenschon]]
|}

== Geschichte ==
=== Gründung und Aufbaujahre ===
Im Sommer 1945 bildeten sich auf kommunaler Ebene christlich-konservative Gruppierungen, die ein Gegengewicht zu [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] schaffen wollten. Zentren der Vereinigung der regionalen Parteien zu einer gesamtbayerischen Vereinigung waren die [[Mittwochskreis beim Ochsensepp|Münchner Gruppe]] um [[Karl Scharnagl]], „Ochsensepp“ [[Josef Müller (BVP, CSU)|Josef Müller]] und [[Joseph Baumgartner]] und die Würzburger Gruppe, deren führender Kopf [[Adam Stegerwald]] war.

[[Datei:Alois Hundhammer und Enkel.jpg|miniatur|Alois Hundhammer, erster CSU-Fraktionsvorsitzender, mit seinem Enkel]] Ein Gründungsdatum der Partei anzugeben, ist schwierig. Am 12. September 1945 wurde in München die Gründung einer „Bayerischen Christlich-Sozialen Union“ beschlossen, welche am 11. Oktober formell vollzogen wurde. Am 13. Oktober 1945 gründete sich die CSU in [[Würzburg]]. Die gesamtbayerische Gründungsversammlung fand schließlich am 8. Januar 1946 statt, am 14. und 15. Dezember 1946 beschloss die zweite Landesversammlung das erste Grundsatzprogramm und bestätigte den bisher vorläufigen Parteivorsitzenden Josef Müller in seinem Amt.<ref>Christlich-Soziale Union in Bayern e. V: [http://www.csu.de/partei/unsere_partei/geschichte/1945_1954/92510740.htm Die ersten Jahre]</ref> Anders als die christlich-konservativen Parteien in den anderen Bundesländern, die sich 1950 zur CDU zusammenschlossen, blieb die CSU selbständig und organisatorisch auf Bayern beschränkt. Den gesamtdeutschen Führungsanspruch zuerst der Berliner CDU, dann der CDU in der [[Britische Besatzungszone|Britischen Besatzungszone]] unter [[Konrad Adenauer]] lehnte die CSU ab.

Die Gründungsjahre waren geprägt vom Ringen um die programmatische Ausrichtung der Partei. Dabei stand eine christlich-liberale Gruppe um Müller und Scharnagl den katholisch-konservativen Mitgliedern aus der ehemaligen BVP ([[Fritz Schäffer]], [[Alois Hundhammer]]) gegenüber. Anfangs konkurrierte noch die separatistisch ausgerichtete [[Bayernpartei]] um dieselbe Wählerschaft wie die CSU, da beide Parteien sich als Nachfolger der BVP sahen und präsentierten. Die CSU konnte diesen Machtkampf letztendlich für sich entscheiden. Der CSU gelang es zum einen durch einen pragmatischen Kurs zwischen Tradition und Modernisierung den versöhnungsbereiten Flügel der BP zurück zur CSU zu holen. Zum anderen wurde die BP Ende der fünfziger Jahre unter dubiosen Umständen in die so genannte „[[Spielbankenaffäre (Bayern)|Spielbankenaffäre]]“ verwickelt und verlor dadurch erheblich an Ansehen und Wählerstimmen. 1966 schied sie endgültig aus dem Landtag aus.

=== Geschichte der CSU in Bayern ===
Bei der Wahl zur Verfassungsgebenden Landesversammlung Bayerns am 30. Juni 1946, der ersten landesweiten Nachkriegswahl, erhielt die CSU 58,3 Prozent der Stimmen und errang damit mit 109 der insgesamt 180 Sitze in der Versammlung. Seit der ersten Landtagswahl in Bayern im Jahr 1946 stellt die Partei bis auf die Regierungszeit von [[Wilhelm Hoegner]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], 1954–1957) den [[Ministerpräsident]]en des Landes. Mit Ausnahme der Wahlen im Jahr 1950 war die CSU zudem stets stärkste Kraft im [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]].

[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F012863-0007, Bonn, Landesvertretung Bayern, Ehard.jpg|miniatur|Der bayerische Ministerpräsident [[Hans Ehard]] (rechts) 1962 in der Bonner Landesvertretung.]]
Bei der Landtagswahl 1946 errang die CSU mit 52,3 Prozent die absolute Mehrheit. Sie bildete dennoch eine [[Koalition (Politik)|Koalition]] mit [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und [[Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (Partei)|WAV]], da man durch die noch andauernden Flügelkämpfe innerhalb der Partei eine tragfähige Mehrheit nicht gesichert glaubte. Ministerpräsident wurde [[Hans Ehard]] (und nicht der Parteivorsitzende Josef Müller); damit wurde ein für beide Flügel akzeptabler Kandidat in das Amt gewählt. Die Koalition zerbrach bereits im September 1947 wieder, da sich CSU und SPD ideologisch und politisch zunehmend entfremdeten. Die CSU führte die Regierung alleine weiter, musste jedoch bei den Landtagswahlen vom 26. November 1950 eine empfindliche Niederlage einstecken: Sie erreichte nur noch 27,4 Prozent und wurde nach der SPD nur zweitstärkste Kraft im Landtag. Hintergrund war die Auseinandersetzung der CSU mit der [[Bayernpartei]], die zum ersten Mal antrat und 17,9 Prozent der Stimmen errang, die vorher hauptsächlich auf die CSU entfallen waren – sowie die ebenfalls erstmalige Kandidatur des BHE. Ministerpräsident blieb allerdings Hans Ehard, der eine Koalition von CSU, SPD und [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|BHE]] bildete.

1954 musste die CSU das erste und einzige Mal in die Opposition. Obwohl sie mit 38 Prozent ihr Ergebnis wieder steigern konnte, scheiterten die Verhandlungen mit dem bisherigen SPD-Koalitionspartner, der daraufhin die Führung einer Viererkoalition aus SPD, BP, BHE und FDP übernahm und [[Wilhelm Hoegner]] zum Ministerpräsidenten wählte. Die CSU versuchte aus der Opposition heraus, die Koalition auseinanderbrechen zu lassen und erreichte schließlich 1957 den Austritt der FDP und des BHE aus der Koalition. In der Folge bildete der CSU-Vorsitzende [[Hanns Seidel]] eine Koalition aus CSU, BHE und FDP, die in den Landtagswahlen 1958 bestätigt wurde.

1959 gelang der CSU ein entscheidender Schlag gegen die Konkurrenz der Bayernpartei. Hohe Funktionäre der BP wurden am 8. August in der so genannten „Spielbankenaffäre“ wegen eidlicher [[Falschaussage]] zu [[Zuchthaus]]strafen verurteilt. Die CSU hatte vorher Belastungsmaterial gegen die BP gesammelt und war in die undurchsichtige und für die CSU günstige Aufdeckung des Falls verwickelt. Der damalige CSU-Generalsekretär [[Friedrich Zimmermann]] wurde kurze Zeit später ebenfalls wegen [[Meineid]]s in erster Instanz verurteilt, dieses Urteil wurde jedoch in zweiter Instanz aufgehoben, da Zimmermann in der entscheidenden Phase seiner Aussage gegen die Bayernpartei einen [[Blackout]] hatte – Zimmermann führt deswegen bis heute den [[Spitznamen]] „Old Schwurhand“.
1960 trat Hanns Seidel aus gesundheitlichen Gründen zurück und zu seinem Nachfolger wurde nochmals Hans Ehard gewählt, der dann sein Amt nach dem Gewinn der absoluten Mehrheit 1962 an [[Alfons Goppel]] abgab. Von 1962 bis 2008 hielt die CSU die [[Mehrheit|absolute Mehrheit]] der Mandate im [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]]. Auch zahlreiche Affären wie z.&nbsp;B. die [[Spiegel-Affäre]] oder die [[Münchner CSU-Affäre]] konnten der Popularität der CSU keinen Abbruch tun. 1974 erreichte Goppel mit 62,1 Prozent der Stimmen das bisher beste Ergebnis der CSU bei Landtagswahlen.

[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F074267-0028, Dortmund, CDU-CSU Bundestagswahlkampf, Strauß.jpg|miniatur|Franz Josef Strauß 1987]]
1978 wechselte [[Franz Josef Strauß]] als Ministerpräsident von Bonn nach München und blieb dies bis zu seinem Tod 1988. Nach Strauß' Tod folgte ihm eine innerparteiliche Doppelspitze: [[Max Streibl]] wurde zum Bayerischen Ministerpräsidenten, [[Theo Waigel]] zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. In Streibls Regierungszeit fiel die [[deutsche Wiedervereinigung]] und 1990 die „Münchner Erklärung“: Auf der ersten [[Ministerpräsidentenkonferenz]] aller 16 deutschen Länder seit 1947 sprachen sich die Ministerpräsidenten eindeutig für das föderalistische Prinzip der Bundesrepublik aus. 1993 musste Streibl wegen der sogenannten „[[Amigo-Affäre]]“ zurücktreten. Das Wahlergebnis wurde durch diese Affäre allerdings nicht beeinflusst und der neue Ministerpräsident [[Edmund Stoiber]], der sich im Ringen um die Nachfolge gegen Theo Waigel durchsetzte, wurde 1994 mit 52,8 Prozent bestätigt. In den 1990ern verfolgte die Partei unter Stoiber das Ziel, mit den umfangreichen [[Privatisierung]]serlösen Bayern in der [[High-Tech-Offensive Bayern|„Offensive Zukunft Bayern“ und der „High-Tech-Offensive Bayern“]] zum sogenannten „High-Tech-Standort“ auszubauen.

Bei der Landtagswahl 2003 gelang es der CSU als bisher einziger Partei in der Bundesrepublik Deutschland mit 60,7 Prozent der Stimmen eine Zweidrittelmehrheit der Mandate zu erringen. Die leichten Verluste an absoluten Stimmen wurden dabei durch eine deutlich gesunkene Wahlbeteiligung ausgeglichen.
Eine rigorose Sparpolitik, die Einführung des [[Abitur nach zwölf Jahren|achtjährigen Gymnasiums]] (verkürzter Bildungsgang&nbsp;– G8) und eine Reform des Hochschulgesetzes mit der damit verbundenen Einführung von [[Studienbeiträge]]n sind Kernpunkte der momentanen CSU-Politik und führten teilweise zu massiven Protesten in Bayern.

Bei der [[Landtagswahl in Bayern 2008|Landtagswahl in Bayern am 28. September 2008]] verlor die CSU 17,3 Prozent Stimmenanteil und erreichte erstmals seit 1958 bei einer Landtagswahl nicht mehr die absolute Mehrheit der Mandate. Der Parteivorsitzende [[Erwin Huber]] kündigte hierauf am 30. September 2008 seinen Rücktritt zum 25. Oktober 2008 an <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,581367,00.html SPIEGEL online vom 30. September 2008]</ref>.
Mangels Unterstützung durch die CSU-Landtagsfraktion trat am folgenden Tag auch Ministerpräsident [[Günther Beckstein|Beckstein]] zurück. Auf dem Sonderparteitag der CSU am 25. Oktober 2008 wurde Horst Seehofer zum Nachfolger von Erwin Huber gewählt. Seehofer wurde am 27. Oktober im bayerischen Landtag auch zum Ministerpräsidenten gewählt, der nun einer Koalition aus CSU und FDP vorsteht.

=== Die CSU auf Bundesebene ===
[[Datei:CSUBWahl.svg|miniatur|CSU Zweitstimmenergebnisse bei Bundestagswahlen<br /> <small> (Abfall ab 1990 durch Vergrößerung der Wahlbevölkerung infolge der Wiedervereinigung)</small>]]
Die Geschichte der CSU auf Bundesebene ist geprägt von ihrem Bestreben nach Selbständigkeit im Rahmen der Unionsparteien. Bereits in den ersten Nachkriegsjahren wird deutlich, dass sich die bayerische Unionspartei zwar nicht in eine deutschlandweite Organisationsstruktur einfügen will, jedoch eine starke Rolle auch über Bayern hinaus beansprucht.

Bereits bei einem ersten Treffen von Unionspolitikern am 3. April 1946 in Stuttgart lehnt die CSU, vertreten durch [[Josef Müller (BVP, CSU)|Josef Müller]], den Führungsanspruch der Berliner CDU ab und auf dem ersten Bundes[[parteitag]] der Union am 20. Oktober 1950 in Goslar schließt sich die CSU nicht wie die übrigen christlichdemokratischen Landesparteien West-Deutschlands und West-Berlins zur CDU Deutschland zusammen.

Andererseits arbeitete die CSU jedoch von Anfang an in der „Arbeitsgemeinschaft CDU/CSU Deutschlands“ mit und machte auch über Bayern hinaus Ansprüche geltend: In der neu gegründeten Hauptverwaltung der [[Bizone]] besetzte sie die beiden Direktorenposten für Post- und Fernmeldewesen ([[Hans Schuberth]]) und Wirtschaft ([[Johannes Semler (CSU)|Johannes Semler]]). Der CSU-Politiker [[Anton Pfeiffer]] übernahm den Vorsitz des [[Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee|Verfassungskonvents von Herrenchiemsee]] und der Unionsfraktion im [[Parlamentarischer Rat|Parlamentarischen Rat]].
Obwohl die CSU durch die bayerische Staatsregierung massiv auf die föderale Grundlage des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes]] eingewirkt hat, lehnte der bayerische Landtag nach 15-stündiger Debatte mit 101:63 Stimmen bei 9 Enthaltungen als einziges Länderparlament das Grundgesetz als zu bundeslastig und die Länder behindernd ab. In einem gesonderten Beschluss wurde mit 97:6 Stimmen bei 70 Enthaltungen die Rechtsverbindlichkeit des Grundgesetzes dann aber anerkannt, falls zwei Drittel der Bundesländer es annähmen.

Die erste [[Bundestagswahl 1949]] endeten für die CSU mit einem Fiasko. Sie erhielt nur 29,2 Prozent der Stimmen und musste einen großen Teil ihrer Anhänger an die BP abgeben. Dennoch bildeten ihre 24 Abgeordneten eine selbständige Fraktion zur Vertretung bayerischer Interessen und war mit den drei Ministern [[Fritz Schäffer]] (Finanzen), [[Wilhelm Niklas]] (Landwirtschaft und Ernährung) und Hans Schuberth (Post- und Fernmeldewesen) im [[Kabinett Adenauer I|ersten Kabinett Adenauers]] vertreten.
Die Selbständigkeit der CSU im Bundestag wurde aber schon nach der ersten Wahlperiode zu Gunsten der noch heute bestehenden [[Fraktionsgemeinschaft]] der Unionsparteien aufgegeben.
Wie auch bei den Landtagswahlen gewann die CSU ab 1953 wieder Stimmen hinzu und konnte auch bei Bundestagswahlen in Bayern regelmäßig die absolute Mehrheit für sich verbuchen. An allen unionsgeführten Bundesregierungen war die CSU, teilweise überproportional, mit Bundesministern vertreten.

Prägend für die Geschichte der CSU auf Bundesebene war [[Franz Josef Strauß]], seit 1949 stellvertretender Vorsitzender der [[Landesgruppe]] und ab 1953 in verschiedenen Ministerämtern ([[Bundesminister für besondere Aufgaben|Besondere Aufgaben]], Atomfragen, Verteidigung). In der [[Große Koalition|Großen Koalition]] [[Kurt Georg Kiesinger]]s war Strauß Finanzminister. Nach dem Regierungswechsel 1969 profilierte sich die CSU unter seiner Führung als der konservativere Flügel innerhalb der Unionsfraktion. Sichtbarer Ausdruck dafür war die von Strauß initiierte Klage des Freistaates Bayern gegen den [[Grundlagenvertrag]] und der mittlerweile legendäre [[Kreuther Trennungsbeschluss|Trennungsbeschluss]] von [[Wildbad Kreuth]]:
Die CSU-Landesgruppe beschloss am 19. November 1976, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU nicht fortzuführen. Offizielle Gründe dafür waren eine effektivere Oppositionsarbeit und mehr Redezeit im Parlament.

[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F049272-0002, München, CSU-Bundestagswahlkampf, Strauß.jpg|miniatur|Bundestagswahlkampf 1976: Kundgebung in München mit Franz Josef Strauß (am Mikrofon), links der damalige bayerische Ministerpräsident [[Alfons Goppel]]]]
Hinter den Kulissen war die CSU jedoch darüber verärgert, dass die Union bei der zurückliegenden [[Bundestagswahl 1976|Bundestagswahl]] die SPD trotz eines 60 %-Ergebnisses der CSU in Bayern nicht ablösen konnte. Auch das Verhältnis zur FDP und Überlegungen zu einer strategischen Umgestaltung der Parteienlandschaft führten zu Spannungen:
Um mittelfristig dem bürgerlichen Lager wieder die Mehrheit zu sichern, kam es vor allem in der CSU zu Überlegungen, die CSU bundesweit zu organisieren und damit eine ''[[Vierte Partei]]'' zu gründen, die ein dezidiert konservatives Profil haben und den rechten Rand an sich binden sollte, während die CDU die liberalere Mitte abdecken sollte. Diesen Plänen stand die CDU hingegen aus Furcht vor Stimmenverlusten ablehnend gegenüber.
Nach harten Verhandlungen nahm die CSU am 12. Dezember den Kreuther Beschluss zurück, ging aber deutlich gestärkt aus dem Konflikt hervor und erreichte die Nominierung ihres Vorsitzenden Strauß als Kanzlerkandidat für die [[Bundestagswahl 1980]].
Der wegen seiner konservativen Ansichten und politischen Vergangenheit stark umstrittene Strauß konnte sich aber in einem stark polarisierenden Wahlkampf nicht gegen den Amtsinhaber [[Helmut Schmidt]] durchsetzen, obwohl die Union trotz Verlusten wieder stärkste Kraft wurde. Während die CSU ihr Ergebnis von 1976 halten konnte, verlor die CDU fast vier Prozentpunkte.

In den Kabinetten von [[Helmut Kohl]] war die CSU von 1982–1998 stets mit vier bis sechs Bundesministern vertreten, darunter [[Friedrich Zimmermann]], [[Theo Waigel]] und Horst Seehofer.
Nach der Niederlage bei der [[Bundestagswahl 1998]], bei der die CSU in Bayern zum ersten Mal seit 1953 wieder unter die Marke von 50 Prozent der Stimmen fiel, trat Theo Waigel als Vorsitzender zurück und der Bayerische Ministerpräsident [[Edmund Stoiber]] wurde zu seinem Nachfolger als Parteivorsitzender gewählt.
1999 initiierten CSU und CDU eine [[Unterschriftenaktion gegen die Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts]], in der das Abstammungsrecht durch Elemente des [[ius soli]] ergänzt werden sollte und erreichten mit dieser vehement kritisierten Aktion in Hessen den ersten Wahlsieg nach der verlorenen Bundestagswahl.
Unter dem Vorsitz von [[Edmund Stoiber]] nahm der Einfluss der CSU in der Union wieder stark zu und im Jahr 2002 wurde Stoiber zum Kanzlerkandidaten der Union nominiert. Anders als Strauß 1980 hatte Stoiber dabei die gesamte Union hinter sich, scheiterte aber trotz eines Zugewinns an Stimmen für die Union gegen [[Gerhard Schröder]], da er, genau wie Strauß, Schwierigkeiten hatte, die Wähler in Ost- und Norddeutschland zu mobilisieren.

Bei der vorgezogenen [[Bundestagswahl 2005]] musste die CSU in Bayern deutliche Verluste hinnehmen, die jedoch in erster Linie auf einen hohen Anteil an [[Leihstimme]]n für die [[Freie Demokratische Partei|FDP]], die ihr Wahlergebnis in Bayern mehr als verdoppeln konnte, zurückzuführen sind. Sie verliert 9,3 Prozent und kommt auf 49,3 Prozent.
Um das Gewicht der CSU in der geplanten Großen Koalition unter [[Angela Merkel]] zu wahren und die Unterstützung der CSU zu signalisieren, sollte Edmund Stoiber als Bundesminister eines neu geschaffenen Ministeriums für Wirtschaft und Technologie nach Berlin wechseln. Um seine Nachfolge in Bayern bewarben sich Innenminister Günther Beckstein und Staatskanzleichef Erwin Huber.

[[Datei:Guttenberg-800.jpg|miniatur|hochkant|Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg]]
Edmund Stoiber nahm die Ankündigung des SPD-Parteivorsitzenden Franz Müntefering, nicht mehr für den SPD-Vorsitz kandidieren zu wollen, zum Anlass um seine Zusage als Minister ins Bundeskabinett unter Merkel einzutreten, zurückzuziehen und damit eine zeitweilige innerparteiliche Krise auszulösen. Im Zentrum der Kritik stand dabei die Forderung nach einer intensiveren innerparteilichen Diskussion zentraler Themen. Stoiber reagierte darauf unter anderem mit dem Plan einer „Aktualisierung“ des Grundsatzprogramms aus dem Jahr 1993. Im [[Kabinett Merkel I|Kabinett Merkel]] ist die CSU nun mit [[Karl-Theodor zu Guttenberg]] und [[Ilse Aigner]] als Bundesminister vertreten.

Am 18. Januar 2007 gab Edmund Stoiber bekannt, dass er die Ämter des [[CSU]]-Parteivorsitzenden und des Bayerischen Ministerpräsidenten Anfang Oktober 2007 abgeben wird. Als Ministerpräsident folgte ihm [[Günther Beckstein]] nach, für den Parteivorsitz kandidierten [[Erwin Huber]], Horst Seehofer und [[Gabriele Pauli]]. Der als Favorit gehandelte Erwin Huber konnte die Wahl auf dem Parteitag am 29. September 2007 mit 58,19 Prozent für sich entscheiden.

=== Die CSU in Europa ===
Trotz gelegentlich europaskeptischen Positionen sieht sich die CSU auch dezidiert als europäische Partei und setzt auf ein stabiles [[Europa der Regionen]], das auf den Prinzipien des [[Föderalismus]] und der [[Subsidiarität]] basieren soll.
Zusammen mit zehn anderen europäischen christlich-demokratischen und konservativ-bürgerlichen Parteien gründete die CSU am 8. Juli 1976 die [[Europäische Volkspartei]] (EVP); daneben ist die CSU Mitglied im [[Netzwerk Europäische Bewegung]].
Sie ist seit den ersten Direktwahlen zum [[Europaparlament]] 1979 stets mit sieben bis zehn Abgeordneten vertreten und errang auch hier bis auf 1989 stets die absolute Mehrheit in Bayern. Von 1987 bis 1995 war [[Peter Schmidhuber]] Mitglied dreier [[Europäische Kommission|Europäischer Kommissionen]] (Delors I-[[EU-Kommission Delors III|III]]) unter [[Jacques Delors]], zuständig für Regionalpolitik und Marktwirtschaft, seit Januar 1989 auch für Haushaltskontrolle.

Um die Einflussmöglichkeiten der Länder ausreichend zu sichern, setzte sich die CSU über die Bayerische Staatsregierung 1992 massiv dafür ein, den späteren [[Ausschuss der Regionen]] auf europäischer Ebene zu schaffen und konnte dessen Generalsekretär stellen.
Bei der [[Europawahl 2004]], bei der sie mit ihrem Spitzenkandidaten [[Ingo Friedrich]], dem Vizepräsidenten des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]], 57,4 % der Stimmen holte und damit neun von elf bayerischen Europaabgeordneten stellte, setzte die CSU als eines der Hauptwahlkampfthemen auf die Ablehnung einer EU-Vollmitgliedschaft der [[Türkei]] in der Bevölkerung.
Ebenfalls 2004 wurde Edmund Stoiber von [[Jacques Chirac]] und [[Gerhard Schröder]] als Nachfolger des [[EU-Kommissionspräsident]]en [[Romano Prodi]] ins Gespräch gebracht. Stoiber entschied sich jedoch gegen einen Wechsel nach Brüssel.

Trotz ihrer relativ kleinen Abgeordnetenzahl übt die CSU starken Einfluss in der EVP-ED-Fraktion aus. Mit [[Manfred Weber (Politiker)|Manfred Weber]] und [[Alexander Radwan]] stellt sie die Sprecher für Innen- und Wirtschaftspolitik; [[Angelika Niebler]] ist Vorsitzende des einflussreichen Industrieausschusses.

=== CSU-Gruppierungen außerhalb Bayerns ===
Im [[Saarland]] bildete sich Mitte der fünfziger Jahre, jedoch ohne Mitwirkung und Billigung der CSU in Bayern, eine Vereinigung namens ''CSU-Saar (CSU-S)''. Sie erreichte im Saarland bei der dortigen Landtagswahl lediglich 0,6 Prozent. Nach der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland nahm die [[Christliche Volkspartei des Saarlandes]] (CVP), die sich gegen eine Eingliederung ausgesprochen hatte, Verhandlungen mit der bayerischen CSU auf. Infolgedessen kam es am 6. Juli 1957 zur Bildung einer Art CSU-Landesverband aus der CVP und der CSU-Saar, der bei der [[Bundestagswahl 1957]] antrat. Nach einem Rahmenabkommen mit der CDU-Saar am 30. November 1958 konnten die Mitglieder bis September 1959 in die CDU-Saar wechseln. Ende 1959 wurde dann die CSU/CVP aufgelöst. Eine Minderheit gründete die [[Saarländische Volkspartei|SVP]], da sie sich der CDU-Saar nicht anschließen wollte.

Im Zuge der Idee einer ''[[Vierte Partei|Vierten Partei]]'' gründeten sich Mitte der 1970er sogenannte ''CSU-Freundeskreise'' außerhalb Bayerns, die bei einem Beschluss, die CSU als Vierte Partei auf die gesamte Bundesrepublik auszudehnen, schnell lokale Verbände hätten aufbauen können. 1975 gründete sich – ohne Teilnahme der CSU – die [[Aktionsgemeinschaft Vierte Partei]], die die Pläne in die Tat umsetzen wollte, aber an der fehlenden Kooperation der CSU und der „Freundeskreise“ scheiterte. Nach der Wahlniederlage Strauß' und dem Regierungswechsel 1982 wurde die Idee der Vierten Partei endgültig fallen gelassen, da der Machtwechsel durch die Zusammenarbeit mit den Liberalen möglich geworden war und die Freundeskreise lösten sich größtenteils auf.

Nach dem Fall der Mauer schließlich bildete sich am 20. Januar 1990 aus rund einem Dutzend liberal-konservativer und christlicher Parteien in Leipzig die [[Deutsche Soziale Union]] (DSU). Die CSU unterstützte diese Gründung und arbeitete mit ihr zusammen. Zu den [[Volkskammer]]wahlen am 18. März 1990 ging sie zusammen mit der CDU und dem [[Demokratischer Aufbruch|Demokratischen Aufbruch]] die [[Allianz für Deutschland]] ein und gewann die Wahlen.
Auf Druck der CDU beendete die CSU die Zusammenarbeit mit der DSU jedoch, als diese plante, sich auf das gesamte Bundesgebiet auszudehnen und in der Folge versank die Partei in der Bedeutungslosigkeit. Sie spielt heute nur noch in Sachsen bei den Kommunalwahlen eine Rolle auf Augenhöhe der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]].

== Parteivorsitzende und Generalsekretäre ==

=== Vorsitzende ===

{| class="prettytable"
|- class="hintergrundfarbe6"
|- class="hintergrundfarbe8"
! Name
! Beginn der Amtszeit
! Ende der Amtszeit
! Bezirksverband
|-
| [[Josef Müller (BVP, CSU)|Josef Müller]] || 17. Dezember 1945 || 28. Mai 1949 || Oberbayern
|-
| [[Hans Ehard]] || 28. Mai 1949 || 22. Januar 1955 || Oberfranken
|-
| [[Hanns Seidel]] || 22. Januar 1955 || 16. Februar 1961 || Unterfranken
|-
| [[Franz Josef Strauß]] || 18. März 1961 || 3. Oktober 1988 || Oberbayern
|-
| [[Theo Waigel]] || 16. November 1988 || 16. Januar 1999 || Schwaben
|-
| [[Edmund Stoiber]] || 16. Januar 1999 || 29. September 2007 || Oberbayern
|-
| [[Erwin Huber]] || 29. September 2007 || 25. Oktober 2008 || Niederbayern
|-
| [[Horst Seehofer]] || 25. Oktober 2008 || || Oberbayern
|}

=== Generalsekretäre ===

* [[Franz Josef Strauß]] (Anfang 1949 – Dezember 1952)
* [[Josef Brunner (Generalsekretär)|Josef Brunner]] (Dezember 1952 – 25. Oktober 1954)
* [[Heinz Lechmann]] (18. Dezember 1954 – Januar 1955) (nur geschäftsführend)
* [[Friedrich Zimmermann]] (Januar 1955 – 22. Juli 1963) (bis 21. Dezember 1956 nur geschäftsführend)
* [[Anton Jaumann]] (22. Juli 1963 – 31. März 1967)
* [[Max Streibl]] (1. April 1967 – 14. Mai 1971)
* [[Gerold Tandler]] (14. Mai 1971 – 20. November 1978)
* [[Edmund Stoiber]] (20. November 1978 – 21. März 1983)
* [[Otto Wiesheu]] (21. März 1983 – 18. November 1983)
* [[Gerold Tandler]] (18. November 1983 – 12. September 1988) (bis 28. Januar 1985 nur geschäftsführend)
* [[Erwin Huber]] (12. September 1988 – 12. Dezember 1994)
* [[Bernd Protzner]] (12. Dezember 1994 – 25. Januar 1999)
* [[Thomas Goppel]] (25. Januar 1999 – 17. November 2003)
* [[Markus Söder]] (17. November 2003 – 22. Oktober 2007)
* [[Christine Haderthauer]] (22. Oktober 2007 – 30. Oktober 2008)
* [[Karl-Theodor zu Guttenberg]] (30. Oktober 2008 – 9. Februar 2009)
* [[Alexander Dobrindt]] (seit dem 9. Februar 2009)

=== stellvertretende Generalsekretäre ===

* [[Josef Brunner (Generalsekretär)|Josef Brunner]] (Anfang 1949 – Dezember 1952)
* [[Wolfgang Held (Politiker)|Wolfgang Held]] (16. Juli 1984 – 20. Juli 1987) (bis zum 28. Januar 1985 mit der Führung der Geschäfte des geschäftsführenden Generalsekretärs beauftragt)
* [[Erwin Huber]] (20. Juli 1987 – 12. September 1988)
* [[Joachim Herrmann (CSU)|Joachim Herrmann]] (11. April 1997 – 6. Oktober 1998)
* [[Dorothee Bär]] (seit dem 9. Februar 2009)

== Weitere prominente Mitglieder ==
* [[Uwe Brandl]], u.&nbsp;a. Bürgermeister von [[Abensberg]] und Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages
* [[Kurt Faltlhauser]], ehemaliger bayerischer Finanzminister
* [[Peter Gauweiler]], MdB, Rechtsanwalt und Journalist
* [[Thomas Goppel]], ehemaliger bayerischer Wissenschaftsminister, Sohn von [[Alfons Goppel]]
* [[Otto von Habsburg]], ehemaliger Europaabgeordneter, Journalist und Schriftsteller
* [[Georg Hackl]], Rennrodler und Kreisrat
* [[Monika Hohlmeier]], ehemalige bayerische Kultusministerin, Tochter von [[Franz Josef Strauß]]
* [[Vigdis Nipperdey]], Vorsitzende des Hochschulrates der [[TU München]]
* [[Hans-Jürgen Papier]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverfassungsgericht]]s
* [[Heinrich von Pierer]], ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der [[Siemens AG]]
* [[Hans Schaidinger]], Oberbürgermeister von Regensburg und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags
* [[Werner Schnappauf]], ehemaliger bayerischer Umweltminister, Hauptgeschäftsführer des [[Bundesverband der Deutschen Industrie|BDI]]
* [[Siegfried Schneider]], Leiter der Staatskanzlei mit Ministerrang
* [[Otto Wiesheu]], ehemaliger Vorstand der [[Deutsche Bahn AG|Deutschen Bahn AG]] für Wirtschaft und Politik
* [[Dagmar G. Wöhrl|Dagmar Wöhrl]], Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium
* [[Hans Zehetmair]], Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung und des [[Rat für deutsche Rechtschreibung|Rates für deutsche Rechtschreibung]]

== Literatur ==
* Balcar, Jaromír; Schlemmer, Schlemmer (Hrsg.): ''An der Spitze der CSU. Die Führungsgremien der Christlich-Sozialen Union 1946 bis 1955''. München 2007, ISBN 978-3-486-58069-3.
* Deiß, Matthias: ''Die Führungsfrage. CDU und CSU im zwischenparteilichen Machtkampf.'' München 2003.
* Haneke, Burkhard: ''Geschichte einer Volkspartei. 50 Jahre CSU 1945–1995.'' Grünwald 1995.
* Huber, Martin: ''Die Bundestagswahlkämpfe der CDU/CSU als Oppositionsparteien 1972, 1976, 1980, 2002''. Herbert Utz Verlag, München 2008, ISBN 3-8316-0767-2.
* Huber, Martin: ''Der Einfluss der CSU auf die Westpolitik der Bundesrepublik Deutschland von 1954–1969 im Hinblick auf die Beziehungen zu Frankreich und den USA''. Herbert Utz Verlag, München 2008, ISBN 3-8316-0760-5.
* Kießling, Andreas: ''Die CSU. Machterhalt und Machterneuerung.'' Wiesbaden 2004.
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] (Hg.): ''Bibliographie zur Geschichte der CDU und CSU.'' Düsseldorf 1981ff.
* [[Alf Mintzel|Mintzel, Alf]]: ''Die CSU-Hegemonie in Bayern. Strategie und Erfolg; Gewinner und Verlierer.'' Passau 1998.
* Mintzel, Alf; Fait, Fait (Hrsg.): ''Die CSU 1945-1948. Protokolle und Materialien zur Frühgeschichte der Christlich-Sozialen Union.''. München 1993, ISBN 978-3-486-55982-8
* Müller, Kay: ''Schwierige Machtverhältnisse. Die CSU nach Strauß''. Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-531-14229-6.
* Salbaum, Michael: ''Die Geschichte der CSU.'' Augsburg 1998.
* Schlemmer, Thomas: ''Aufbruch, Krise und Erneuerung - Die Christlich-Soziale Union 1945 bis 1955 ''. München 1998, ISBN 978-3-486-56366-5.
* Wolf, Konstanze: ''CSU und Bayernpartei. Ein besonderes Konkurrenzverhältnis 1948–1960.'' Köln 1982.

== Quellen ==
<references />

== Weblinks ==
{{Commonscat|Christlich-Soziale Union in Bayern}}
{{Wikinews|Portal:CSU}}
{{wikiquote|CSU}}
* [http://www.csu.de/ Offizielle Internetpräsenz der CSU]
* [http://www.csu-landtag.de/ CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag]
* [http://www.csu-landesgruppe.de/ CSU-Landesgruppe]
* [http://www.csu-europagruppe.de/ CSU-Europagruppe]
* das aktuelle Parteiprogramm [http://www.csu.de/dateien/partei/gsp/grundsatzprogramm.pdf ''Chancen für alle! In Freiheit und Verantwortung gemeinsam Zukunft gestalten'']
* [http://www.hss.de/1158.shtml Archiv der Christlich-Sozialen Politik]
* [http://www.hss.de/downloads/CSU-Chronologie0501.pdf Chronologie zur Geschichte der CSU]

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[[nn:Christlich-Soziale Union in Bayern]]
[[no:Christlich-Soziale Union in Bayern]]
[[pdc:CSU]]
[[pl:Unia Chrześcijańsko-Społeczna w Bawarii]]
[[pt:União Social-Cristã]]
[[ro:Uniunea Creștin-Socială din Bavaria]]
[[ru:Христианско-социальный союз]]
[[sh:CSU]]
[[simple:Christian Social Union of Bavaria]]
[[sv:CSU]]
[[tr:Hıristiyan Sosyal Birliği]]
[[zh:拜恩基督教社会联盟]]

Version vom 24. Juni 2010, 14:10 Uhr

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