Claus Schick

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Claus Schick (* 6. November 1944 in Jugenheim in Rheinhessen) ist ein deutscher Politiker der SPD und Landrat des Landkreises Mainz-Bingen.

Leben[Bearbeiten]

Claus Schick wurde am 6. November 1944 als zweiter Sohn einer Winzerfamilie in Jugenheim geboren. Nach einer Ausbildung zum technischen Zeichner studierte er Verfahrenstechnik an der Staatlichen Rheinischen Ingenieurschule in Bingen am Rhein (heute Fachhochschule Bingen). Anschließend arbeitete er in Düsseldorf, Wiesbaden und als Klima-Planungsingenieur beim ZDF in Mainz.

Schick ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und zwei Enkelkinder. Er lebt in seinem Geburtsort, in dem er 13 Jahre Ortsbürgermeister war.[1][2]

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz (Kabinett Vogel III) setzte im Jahr 1985 noch seinen Vorgänger Gerulf Herzog (CDU) als staatlichen Landrat für eine Amtszeit von zehn Jahren ein. Herzog wurde vom Kreistag bestätigt, verlor aber den Rückhalt der Mehrheitsfraktionen aus SPD, FWG und der FDP nach den verlorenen Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 1989. In der Folge führte Claus Schick als Erster hauptamtlicher Beigeordneter kommissarisch die Geschäfte seit Ende 1991 im Erthaler Hof, damals Sitz der Kreisverwaltung.[3]

Claus Schick, Fraktionschef der SPD im Kreistag, wurde am 27. März 1992 hauptamtlicher Landrat des Landkreises Mainz-Bingen; seine erste Amtszeit endete am 31. Dezember 2001. Am 29. April 2001 gewann Schick die erste Direktwahl eines Landrates für Mainz-Bingen mit rund 60 % der abgegebenen Stimmen gegen Dr. Gerhard Hanke (CDU).[4] Bei den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2009 wurde Claus Schick mit 57,6 % der abgegebenen Stimmen für weitere acht Jahre als Landrat bestätigt.[5] Schick hat in Erwägung gezogen, für eine weitere Amtszeit als Landrat kandidieren zu wollen, sollte die Altersgrenze bei kommunalen Wahlen aufgrund einer Unvereinbarkeit mit EU-Recht entfallen. [6]

Ereignisse in seiner Amtszeit[Bearbeiten]

Mitte der 1990er Jahre veranlasste Claus Schick den Neubau und Umzug der Kreisverwaltung von Mainz nach Nieder-Ingelheim. Seit 1996 ist Ingelheim am Rhein Kreisstadt. Das dortige Kreishaus wurde bereits mehrfach erweitert. So entstanden 2008 fünfzig zusätzliche Dienst- und Besprechungsräume im Kreissegment.[7] Das Kreishaus wurde 2012/13 um ein fünftes Obergeschoss erweitert. Die Maßnahme hat eine Nettogeschossfläche von 1 040 Quadratmetern geschaffen.[8] Mit einer Kreisumlage - 2014 werden 160 Millionen Euro erwartet - hat der Landrat Gestaltungsspielraum. [9]

Viele Schulen und Kindertagesstätten wurden saniert oder neu gebaut. Die U3-Betreuungsquote liegt bei über 57 Prozent. Damit liegt der Landkreis Mainz-Bingen auf Platz zwei im Westen Deutschlands.[10] Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen hat im April 2014 als erster öffentliche Verwaltung in Rheinland-Pfalz mit dem Bau einer eigenen Betriebskita begonnen.[11] Projekte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Pilotcharakter wurden begonnen, die die damit befasste Zweite Kreisbeigeordnete Irene Alt schließlich in das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen von Rheinland-Pfalz führten. Der Landkreis ist nahezu schuldenfrei [12], die Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH (EDG) wurde gegründet, die Sparkassen Bingen und Bad Kreuznach fusionierten zur Sparkasse Rhein-Nahe. Die Infrastruktur des Kreises wurde gestärkt. Insbesondere die Vereinslandschaft im Kreis wurde durch die Ehrenamtsförderung mit bislang rund 13,6 Millionen Euro (für den Zeitraum von 2007 bis 2013) unterstützt. [13] Seit 1990 hat der Landkreis rund 234 Millionen Euro in den Aus-, Um- und Neubau seiner Schulen sowie in deren Ausstattung investiert. [14]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Porträt Landrat. Landkreis Mainz-Bingen, abgerufen am 22. April 2012.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVorbildlich in Amt und Ehrenamt. 40. Dienstjubiläum von Landrat Schick. Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, 9. Januar 2012, abgerufen am 22. April 2012.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHelena Sender-Petry: Claus Schick ist seit 20 Jahren an der Spitze der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Allgemeine Zeitung Landkreis Mainz-Bingen, 24. März 2012, abgerufen am 22. April 2012.
  4. Rheinland-Pfälzische Bibliographie Landratswahl 2001 : der Wahlkampf kann beginnen
  5. Kommunales Wahllexikon. Konrad-Adenauer-Stiftung, S. 110, abgerufen am 22. April 2012.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHelena Sender-Petry: Mainz-Bingen: Geht Landrat Claus Schick in eine vierte Amtszeit? Altersgrenze müsste fallen. Allgemeine Zeitung, 10. Januar 2014, abgerufen am 13. April 2014.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatIngelheimer Kreishaus wird erweitert. Neuer Trakt für drei Millionen Euro soll Raumnot beheben / Fertigstellung bis Ende des Jahres. Allgemeine Zeitung, 18. April 2008, abgerufen am 22. April 2012.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBeate Schwenk: Fünfte Etage fürs Kreishaus. Verwaltung legt im Ausschuss Raumkonzept vor / Derzeit fehlen 42 Räume. Allgemeine Zeitung, 29. Februar 2012, abgerufen am 22. April 2012.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBeate Schwenk: Haushalt der Superlative. Plus bei Steuereinnahmen führt zur Senkung der Umlage. Allgemeine Zeitung, 5. November 2013, abgerufen am 13. April 2014.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLandkreis auf Platz zwei bei U3-Betreuung. Allgemeine Zeitung, 16. Dezember 2013, abgerufen am 13. April 2014.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBald rollen die Bagger an. Allgemeine Zeitung, 5. April 2014, abgerufen am 13. April 2014.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBeate Schwenk: Haushalt der Superlative. Plus bei Steuereinnahmen führt zur Senkung der Umlage. Allgemeine Zeitung, 5. November 2013, abgerufen am 13. April 2014.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEine Million für 103 Projekte. Landrat überreicht letzte Schecks für dieses Jahr. Allgemeine Zeitung, 15. Oktober 2013, abgerufen am 13. April 2014.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAbiturientenzahl im Landkreis Mainz-Bingen am höchsten. Kreisverwaltung Mainz-Bingen, 17. Januar 2014, abgerufen am 13. April 2014.