Common Language Specification

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Common Language Specification (CLS) ist ein Teil des Common Language Infrastructure-Standards, der die Entwicklung von programmiersprachenneutralen Programmkomponenten ermöglicht. Die CLS garantiert, dass jedes Programm bzw. jeder Programmteil (z. B. eine einzelne Klasse), der CLS-konform entwickelt worden ist, in jeder anderen CLS-kompatiblen Programmiersprache vollständig genutzt werden kann.

Konzept der Common Language Specification[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil der programmiersprachenneutralen Plattform einer Common Language Infrastructure-Implementierung (z. B. .NET von Microsoft) ist es notwendig, die Interaktion zwischen verschiedenen Programmiersprachen zu regeln. Da nicht jede Programmiersprache denselben Funktionsumfang bietet, ist eine sprachübergreifende Programmierung nicht automatisch möglich. Die CLS spezifiziert aus diesem Grund eine Teilmenge des CLI-Standards, der von jeder CLS-kompatiblen Programmiersprache mindestens verstanden werden muss, um Sprachneutralität herzustellen. Die Regeln der CLS gelten dabei immer nur für öffentliche (public oder protected) Schnittstellen. In der internen Realisierung gelten keinerlei Einschränkungen durch die CLS.

Umsetzung der Common Language Specification[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Programmiersprachen aus dem .NET-Umfeld erlauben es dem Entwickler zu wählen, ob er seine Programme oder Programmkomponenten CLS-kompatibel entwickeln will. Dazu wird meist das Metadatenattribut [ClsCompliant (true)] verwendet, das den Kompiler (z. B. von C# oder VB.NET) anweist bei der Kompilierung zu prüfen ob die CLS eingehalten wurde. Ist dies nicht der Fall, wird ein Kompilerfehler erzeugt.

Alle Teile der Klassenbibliotheken von .NET sind CLS-kompatibel.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Liste enthält einige Beispiele von nicht CLS-kompatiblen Elementen. Diese können zwar Teil der Implementierung sein, dürfen aber nicht als Teil der öffentlichen Schnittstellen eingesetzt werden.

  • Vorzeichenlose Datentypen, wie z. B. uint, ulong.
  • Elemente (Klassen, Methoden, Felder usw.), die sich nur durch eine unterschiedliche Großschreibung ihres Namens unterscheiden.
  • Pointer (Zeiger) und alle anderen damit in Verbindung stehenden Konstrukte und Sprachelemente (im Kontext von .NET als „unsafe“ bezeichnet).
  • Globale statische Methoden
  • Interfaces mit statischen Methoden oder Feldern
  • Klassen, die nicht von CLS-kompatiblen Klassen erben
  • Arrays variabler Größe oder Arrays, die nicht bei Element 0 beginnen
  • Überladen von Feldern und Ereignissen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]