Copiapoa conglomerata

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Copiapoa conglomerata
Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Notocacteae
Gattung: Copiapoa
Art: Copiapoa conglomerata
Wissenschaftlicher Name
Copiapoa conglomerata
(Phil.) Lembcke

Copiapoa conglomerata ist eine Pflanzenart aus der Gattung Copiapoa in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton conglomerata stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚zusammengeballt‘.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Copiapoa conglomerata wächst stark sprossend in halbkugeligen Haufen bis zu ein Meter hoch und mit einem Durchmesser von bis zu zwei Meter. Die ziemlich dicht gedrängten Triebe sind graugrün und messen 8 bis 12 Zentimeter im Durchmesser. Sie sind unbereift und weisen einen flachen, ganz mit Filz bedeckten Scheitel auf. Die 9 bis 12 Rippen sind gerade, stumpf, an der Basis etwas verbreitert und 2 bis 3,5 Zentimeter hoch. Die etwas erhabenen Areolen sind nahezu rund. Sie sind mit dichtem, langen, gelblichbräunlichen Filz besetzt. Die derben und etwas starren Dornen sind hell gelb bis bräunlich, im Alter vergrauend. Sie sind gerade bis gebogen zuweilen auch krallig. Es werden zwei bis fünf Mitteldornen mit einer Länge von zwei bis sechs Zentimeter und sieben bis zehn zur Seite gerichtete Randdornen mit einer Länge von 1,5 bis 5 Zentimeter unterschieden.

Die duftenden, tags geöffneten Blüten sind rosagelb bis hellgelb oder gelblichweiß und 2,5 bis 3 Zentimeter lang. Die grünlich roten Früchte enthalten zwei Millimeter lange, schwarze, glänzende Samen.

Verbreitung und Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Copiapoa conglomerata ist in Chile in der Región de Antofagasta nahe der Stadt El Cobre östlich der Nebelzone verbreitet. Nach einem Erdbeben war es beim El-Cobre-Dammbruch am 28. März 1965 zur völligen Zerstörung der Stadt und damit auch des Typstandortes gekommen.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1860 als Echinocactus conglomeratus durch Rudolph Amandus Philippi.[1] Hans Lembcke stellte die Art 1966 zu Copiapoa.[2]

Die Anwendung des Namens ist umstritten. Graham Charles[3] und David Richard Hunt[4] stellen die Art als Synonym zu Copiapoa solaris und verwenden für die von Edward F. Anderson bezeichneten Pflanzen den Namen Copiapoa humilis subsp. varispinata.[5]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Ritter: Kakteen in Südamerika. Band 3. Friedrich Ritter Selbstverlag, Spangenberg 1980, S. 1047 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florula Atacamensis seu enumeration … In: Reise durch die Wueste Atacama :auf Befehl der chilenischen Regierung im Sommer 1853–1854, Halle 1860, S. 23 (online).
  2. Hans Lembcke: In: Kakteen und andere Sukkulenten. Jg. 17, 1966, S. 29–31.
  3. G. Charles: Copiapoa. Girio Publishing Service Ltd./The Cactus File. Holbury 1998, S. 15.
  4. D. R. Hunt: CITES Cactaceae checklist. Richmond, Royal Botanic Gardens Kew/Milbourne 1999
  5. Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. 2. Auflage. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5964-2, S. 137.