Couvade-Syndrom

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Als Couvade-Syndrom (franz. couver, ausbrüten) bezeichnen Wissenschaftler das Phänomen von entstehenden Schwangerschaftssymptomen beim Mann, wenn er mit einer schwangeren Frau zusammen ist. Es kommt beim Mann zu Symptomen wie Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, anwachsendem Bauch, Erbrechen u. ä. Vor allem besonders mitfühlende Männer würden laut Forschermeinung zu „Parallelschwangerschaften“ oder „Sympathieschmerz“ neigen.[1]

Auch die Hormone einiger Männer verändern sich während der Schwangerschaft der Partnerin. Dabei steigt die Produktion von Prolaktin, das für das Wachstum der Brustdrüsen verantwortlich ist, und von Östrogen, dem weiblichen Sexualhormon. Auch das Stresshormon Cortisol wird bei einigen Männern vermehrt produziert.[2] Einige Evolutionsbiologen mutmaßen, mit diesem Mechanismus solle väterliche Fürsorge in Gang gesetzt werden.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Couvade-Syndrom: Wenn Männer schwanger werden in Der Standard vom 15. Januar 2014
  2. Wenn Männer „schwanger“ sind (Couvade-Syndrom). In: www.gesundheit.gv.at. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK), abgerufen am 21. November 2021.
  3. Storey, A.E., Walsh, C.J., Quinton, R.L. & Wynne-Edwards, K.E. (2000). Hormonal correlates of paternal responsiveness in new and expactant fathers. Evolution and Human Behavior, 21, 79-95