Cyberport

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Cyberport GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung September 1998[1]
Sitz Dresden, Deutschland

Leitung

  • Matthew Dean[2]
  • Helmar Hipp
  • László Kovács
Mitarbeiter 640[3]
Umsatz 673 Mio. Euro[4]
Branche E-Commerce
Website www.cyberport.de
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Cyberport ist ein deutsches E-Commerce-Unternehmen mit Sitz in Dresden. Es wurde 1998 gegründet und gehört seit 2000 mehrheitlich zu Hubert Burda Media.[5] Cyberport startete als Onlineshop für Apple-Computer und entwickelte sich zu einem der größten Einzelhändler von Consumer Electronics in Deutschland.[6] Das Sortiment umfasst heute beispielsweise Notebooks, Smartphones, Fernseher und Haushaltsgeräte. Neben dem Verkauf über das Internet betreibt Cyberport 14 eigene Filialen in Deutschland und Österreich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 1998 wurde Cyberport als GmbH unter der Firma Cyberport Multimedia Service GmbH ins Handelsregister eingetragen.[1] Das Unternehmen konzentrierte sich zunächst auf den Verkauf von Apple-Computern über das Internet.[7] Cyberport verzeichnete ein rasantes Umsatzwachstum und erweiterte sein Sortiment auf andere Marken.[8] 1999 stieg das Unternehmen in die PC-Produktion ein und stellte öffentlichkeitswirksam den ersten komplett in Sachsen hergestellten Computer vor.[9] Außerdem forcierte Cyberport den Verkauf individuell konfigurierter PCs.[10] Neben dem Betriebssystem Windows zertifizierte Red Hat seine Linux-Distribution für die Computer des Dresdner Unternehmens.[11] Bereits im ersten Geschäftsjahr erwirtschaftete Cyberport einen Umsatz in Millionenhöhe,[12] das Unternehmen galt daher als Paradebeispiel der sächsischen IT-Branche.[13] Aufgrund des anhaltenden Erfolgs stieg 1999 Hubert Burda Media beim Unternehmen ein.[14] Zunächst kaufte man 15 % der Anteile,[15] im Jahr 2000 übernahm der Medienkonzern dann die Mehrheit.[16]

Vor dem Einstieg von Hubert Burda Media war auch ein Börsengang von Cyberport im Gespräch, der aber wegen des Platzens der Dotcom-Blase nicht zustande kam.[17] Obwohl einer der Gründer das Unternehmen 2001 verließ,[18] wuchs Cyberport weiterhin gegen den Branchentrend.[19] 2003 überschritt man erstmals die Marke von 50 Millionen Euro Umsatz.[20] Cyberport baute seine Aktivitäten am Hauptsitz in Dresden aus,[21] das Unternehmen stellte dort kontinuierlich neue Mitarbeiter ein.[22][23] Unter anderem wurde in die Qualität der Kundenbetreuung investiert.[24] Außerdem eröffnete man 2003 die erste Filiale am Stammsitz in Dresden.[25] Später expandierte Cyberport zum Beispiel auch nach Berlin und an andere Standorte.[26] Das Unternehmen wurde zu einer wichtigen Säule des digitalen Geschäfts von Hubert Burda Media.[27] Nachdem Cyberport sein Sortiment um Haushaltsgeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen erweitert hatte, baute das Unternehmen zusätzlich ein komplett neues Logistikzentrum in Siebenlehn.[28][29]

2008, das heißt zehn Jahre nach der Gründung des Unternehmens, erzielte Cyberport 182 Millionen Euro Umsatz.[30] 2009 eröffnete das Unternehmen seine bis dato größte Filiale in Leipzig.[31] Neben dem deutschen Markt expandierte Cyberport nach Österreich.[32] Am Wiener Westbahnhof entstand die erste Filiale.[33] Zeitweise war Cyberport auch als Investor für die insolvente österreichische Elektronikkette Niedermeyer im Gespräch.[34][35] Die positive Entwicklung des Unternehmens setzte sich fort, bis 2012 stieg der Umsatz auf über eine halbe Milliarde Euro.[36] Um die Wachstumsraten zu halten, erhielt Cyberport 2013 eine neue Geschäftsführung.[37] Ferner forcierte man den Ausbau des Filialnetzes,[38] was insbesondere als Angriff auf die Media-Saturn-Holding verstanden wurde.[39][40] 2016 hatte das Unternehmen insgesamt 14 Standorte in Deutschland und Österreich.[41][42]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Unternehmensregister. Bundesanzeiger, abgerufen am 1. Februar 2017 (Amtsgericht Dresden, HRB 16246).
  2. Robin Beilicke: Matthew Dean neu in der Cyberport-Geschäftsführung. In: CRN. 7. Dezember 2016, abgerufen am 1. Februar 2017.
  3. Impressum. Cyberport, abgerufen am 1. Februar 2017.
  4. Cyberport wächst 2015 auf 673 Millionen Euro. In: ChannelPartner. 9. März 2016, abgerufen am 1. Februar 2017.
  5. Burda übernimmt Dresdner Versandhaus. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 22. September 2000, S. 6.
  6. Cyberport: Technik-Händler aus Dresden. In: Kurier. 17. Februar 2015, S. 7.
  7. Historie. Cyberport, abgerufen am 1. Februar 2017.
  8. Silvia Tyburski: Zum Abwarten gibt es keine Zeit. In: Sächsische Zeitung. 13. August 1999, S. 20.
  9. Annette Binninger: Dresdner Internet-Handelsfirma Cyberport will mit pfiffiger Geschäftsidee weiter wachsen. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 9. September 1999, S. 5.
  10. Cyberport bietet neue Computer-Produktlinie. In: Sächsische Zeitung. 13. Oktober 1999, S. 22.
  11. Martin Bayer: Linux für die PCs von Cyberport. In: ComputerWoche. 5. November 1999, S. 37.
  12. Annette Binninger: Nachfrage nach „Linthlon“ übertrifft Erwartungen. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 23. Oktober 1999, S. 6.
  13. Melanie Ruprecht: Im Internet hat das Jahr nur drei Monate. In: Sächsische Zeitung. 18. Dezember 1999, S. 25.
  14. Mario Vigl: Heute ein König. In: Sächsische Zeitung. 22. Februar 2000, S. 3.
  15. Tillmann Prüfer: Eiliger Entscheider aus dem Eislager. In: Financial Times Deutschland. 25. Februar 2000, S. 40.
  16. Burda Beteiligungs-Holding übernimmt Mehrheit an Cyberport.de. In: Horizont. 20. September 2000, abgerufen am 1. Februar 2017.
  17. Stefan Schirmer: Nach der Riesenparty. In: Sächsische Zeitung. 7. Februar 2001, S. 3.
  18. Abschied von Cyberport. In: Sächsische Zeitung. 28. September 2001, S. 26.
  19. Heiko Weckbrodt: Internet-Händler Cyberport wächst gegen Branchentrend. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 28. August 2003, S. 6.
  20. Die Woche im Rückblick. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 30. August 2003, S. 16.
  21. Andreas Rentsch: Schnelle Geschäfte mit Bits und Bytes. In: Sächsische Zeitung. 8. November 2007, S. 25.
  22. Dennis Kittler: Cyberport hält den Kopf über Wasser. In: Sächsische Zeitung. 26. November 2005, S. 29.
  23. Dresdens starke Trümpfe: Kunst, Kultur & Computer. In: Superillu. 16. Juni 2005, S. 35.
  24. Preis für Cyberport. In: Sächsische Zeitung. 18. Dezember 2004, S. 25.
  25. Christian Raatz: Cyberport erobert Deutschland. In: Sächsische Zeitung. 11. Oktober 2012, S. 25.
  26. Cyberport expandiert in Berlin. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 6. November 2009, S. 6.
  27. Burda legt im Digitalbereich um 35 Prozent zu. In: Badische Zeitung. 19. Januar 2007.
  28. Cyberport baut Logistikzentrum. In: Sächsische Zeitung. 19. November 2009, S. 29.
  29. Cyberport erweitert Logistik und Versand. In: Deutsche Verkehrs-Zeitung. 3. Juli 2010.
  30. Cyberport mit Rekord-Umsatz. In: Sächsische Zeitung. 3. Dezember 2009, S. 25.
  31. Neumarkt wird zur Elektro-Meile. In: Leipziger Volkszeitung. 27. August 2010, S. 19.
  32. Cyberport plant Expansion nach Österreich. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 2. Juli 2011, S. 6.
  33. Matthias Parbel: Onlinehändler Cyberport eröffnet Ladengeschäft in Österreich. In: Heise. 23. November 2011, abgerufen am 1. Februar 2017.
  34. Online-Händler Cyberport soll Niedermeyer retten. In: Der Standard. 4. April 2013, abgerufen am 1. Februar 2017.
  35. Cyberport soll Niedermeyer retten. In: Kurier. 4. April 2013, S. 9.
  36. Heiko Weckbrodt: Cyberport setzt erstmals eine halbe Milliarde um. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 28. März 2013, S. 5.
  37. Heiko Weckbrodt: Cyberport will die Umsatz-Milliarde. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 11. Dezember 2013, S. 5.
  38. Burda will mit Cyberport stationär wachsen. In: Internet World Business. 10. November 2014, abgerufen am 1. Februar 2017.
  39. Stephan Happel: Warum die reale Welt für Online-Händler sexy ist. In: WirtschaftsWoche. 17. Oktober 2014, abgerufen am 1. Februar 2017.
  40. Thomas Stölzel: Burda greift Media Markt und Saturn an. In: WirtschaftsWoche. 8. November 2014, abgerufen am 1. Februar 2017.
  41. Julia Vollmer: Elektronikhändler Cyberport legt zu. In: Sächsische Zeitung. 6. April 2016, S. 15.
  42. Stores. Cyberport, abgerufen am 1. Februar 2017.