Dénouement

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Der Ort des Dénouement in Gustav Freytags Dramenmodell

Der Begriff Dénouement (frz., eigentlich „Auflösung (eines Knotens), Abwicklung,“ zu nœud „Knoten“) in der Theaterwissenschaft beschreibt die Lösung des Grundkonflikts in einem Drama. Sinngemäß wird der Begriff auch auf andere Literaturgattungen übertragen, vor allem auf den Roman.

Nach Gustav Freytags Dramentheorie bewirkt die Katastrophe der Tragödie, die im fünften Akt geschieht, die Auflösung – im Anschluss an Exposition, Komplikation (Verwicklung), Peripetie und retardierendes Moment. Das Dénouement führt zur Kátharsis, die in der Regel mit dem Tod des Helden verbunden ist. In der Komödie führt es zum Happy End, traditionell also zu einer oder mehreren Eheschließungen oder zur Wiedererkennung von zweien oder mehreren Personen. Was das Dénouement in der Tragödie, ist die Weltversöhnung[1] in der Komödie.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Freytag: Die Technik des Dramas [1863]. Neuausgabe, bearb. von Manfred Plinke. Autorenhaus-Verl., Berlin 2003, ISBN 3-932909-57-7.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter von Matt: Das letzte Lachen. Zur Finalen Szene in der Komödie. In: Ralf Simon (Hrsg.): Theorie der KomödiePoetik der Komödie (= AISTHESIS Studienbuch. Bd. 2). Aisthesis Verl., Bielefeld 2001, ISBN 3-89528-297-9, S. 140: „Alle Komödie läuft auf Rituale der Weltversöhnung hinaus.“