DKW F9

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DKW
D.K.W. F9 Prototype (1941) (26393789835).jpg

Prototyp des DKW F9

F9
Präsentationsjahr: 1939
Fahrzeugmesse:
Klasse: Untere Mittelklasse
Karosseriebauform: Limousine
Motor: Ottomotor:
0,9 Liter (21 kW)
Länge: 4200 mm
Breite: 1600 mm
Höhe: 1450 mm
Radstand: 2350 mm
Leergewicht: 900 kg
Serienmodell: IFA F9, DKW F89

Der DKW F9 war ein Pkw mit Dreizylinder-Zweitaktmotor und Frontantrieb der Marke DKW, den die Auto Union 1940 als Nachfolger des Modells DKW F8 herausbringen wollte.

Um 1937 begannen die Planungen für ein Nachfolgemodell des erfolgreichen Modells F8 mit quer eingebautem Zweizylinder-Zweitaktmotor. Einerseits war das bisherige Modell nicht mehr auf der Höhe der Zeit, andererseits würde die Einführung des Volkswagens die Marktsituation bei den kleinen Fahrzeugen grundlegend verändern. Der neue Wagen sollte nicht direkt mit dem Volkswagen konkurrieren, sondern eine Klasse höher positioniert werden. Er würde damit in einer Klasse mit dem Opel Olympia, dem Ford Taunus und dem Hanomag 1,3 Liter stehen. Das Ergebnis der Entwürfe war ein Wagen mit längs eingebautem Dreizylindermotor, der das bewährte Erfolgskonzept der DKW-Kleinwagen mit Frontantrieb fortsetzte, aber deutlich leistungsfähiger war als die bisherigen DKW-Frontantriebswagen. Die Blech-Karosserie wurde vom Industriedesigner Günther Mickwausch entworfen und wies einen cw-Wert von 0,42 auf, der damals Maßstäbe setzte.

Vor Kriegsbeginn waren 20 Prototypen des F9 gebaut worden. Da sich die Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschen Reich mit Beginn des Zweiten Weltkriegs auf die Rüstung konzentrierte, wurde der F9 nicht mehr in Serie gebaut.

Nach dem Krieg wurde seine Produktion 1950 in der DDR als IFA F9 aufgenommen. Die in der Bundesrepublik Deutschland neu gegründete Auto Union GmbH produzierte im selben Jahr zunächst den DKW  F89 mit einer beinahe identischen Karosserie, aber dem Zweizylindermotor des F8, daher der Name („F8-9“). Einen Dreizylindermotor gab es dort erst ab 1953 beim Nachfolgemodell DKW F91.