DTS-CD

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DTS-CD
Dateiendung: .cda, .wav
Art: Audiodatei
Container für: Audiodaten
Erweitert von: Audio-CD
Erweitert zu: DVD Audio
Website: www.dts.com
Logo von DTS Surround

Die DTS-CD (auch 5.1 Music Disc) ist eine Audio-CD auf der bis zu 5.1 Kanälen in DTS encodiert gespeichert werden können. Ein ähnliches Verfahren ist mit AC3-Inhalten möglich (AC3-CD).[1]

Aufbau[Bearbeiten]

DTS besitzt dieselbe Bitrate einer Audio-CD, nämlich genau 1.411.200 bit/s. Dadurch kann sie von herkömmlichen CD-Playern ausgelesen werden. Diese können in der Regel nur PCM dekodieren, sodass ein DTS-fähiger AV-Receiver z. B. per S/PDIF an den Player angeschlossen werden muss. Die meisten DTS fähigen DVD-Player unterstützten die korrekte Wiedergabe von Haus aus. So lassen sich bis zu 80 Minuten 5.1-Musik auf einer CD speichern.[2]

Herstellung[Bearbeiten]

Bis zu 6 einzelne Mono-Wavedateien können z.B. mit dem kostenpflichtigen Tool SurCode CD Pro DTS in eine 5.1-Wavedatei konvertiert werden.[3] Anschließend lassen sie sich wie gewöhnliche PCM-Audiodateien als Audio-CD brennen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Kommerziell wird die DTS-CD fast nicht vertrieben, weil DVD-Audio die Auswahl zwischen mehreren Tonspuren ermöglicht. Die im Kino zum Einsatz kommenden CDs mit DTS-Filmton unterscheiden sich in ihrer Struktur zur DTS-CDs (APT-X100 Kompression).

Wiedergabe an Computern[Bearbeiten]

Am Computer können DTS-Wave-Dateien nur durch wenige Programme korrekt wiedergegeben werden. Als Beispiel unterstützt der VLC media player die meisten DTS-Dateien.[4] Eine andere Möglichkeit ist die direkte Ausgabe, z.B. über S/PDIF oder HDMI an einen externen Decoder(AV-Receiver).

Vorteile[Bearbeiten]

  • Im Gegensatz zu anderen Raumklangformaten, wie die Super Audio CD oder DVD-Audio, die gesonderte Spieler benötigen, ist die DTS-CD zu den meisten CD-Spielern kompatibel und benötigt nur einen CD-Spieler mit Digitalausgang sowie einen DTS-Decoder, der heutzutage in die meisten Heimkino-Anlagen bereits integriert ist.
  • Im Vergleich zu Mehrkanalton, der im Stereoton Matrix codiert ist, und mit einem Matrix Decoder (etwa Dolby Pro Logic, DTS NEO:6) decodiert wird, bietet die DTS-CD Raumklang ohne qualitative Abstriche.
  • DTS-CDs sind Red-Book-konform, also als "normale" Audio-CDs handhabbar.

Nachteile[Bearbeiten]

  • Wenn die DTS-CD in normalen CD Playern abgespielt werden, ist nur ein Rauschen zu hören. In einzelnen Fällen können Lautsprechern bei hoher Lautstärke dabei Schaden nehmen.
  • Nicht alle Anlagen mit DTS Decoder unterstützen die korrekte Wiedergabe, gerade bei Autoradios mit DVD Wiedergabeunterstützung kann es zu Problemen kommen.
  • DTS-Encoder Programme sind teuer in der Anschaffung, so dass die Eigenherstellung schwieriger als bei AC-3-CDs ist.
  • DTS war Ende der 1990er Jahre noch etwas weiter verbreitet als Dolby AC-3 (heute bezeichnet als Dolby Digital), mittlerweile spielt dts aber kaum noch eine Rolle auf dem Consumer-Markt.
  • Crossfading, Dithering und Equalizing der DTS-Rohdaten nur bei vorherigem dekodieren möglich, führt zu Qualitätsverlust.

Quellen[Bearbeiten]

  1. „Raumklang im Eigenbau“, c't 25/2002, S. 233
  2. Kelly Industries: [1] (englisch) – „How to put DTS on a CD-R“
  3. SurCode CD Pro DTS: [2] (englisch) – Enkodierung von PCM ins DTS-Dateiformat
  4. VLC playback Features: [3] (englisch) – Auflistung der unterstützten Medienformate