Darmparasitose

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Klassifikation nach ICD-10
A07 Sonstige Darmkrankheiten durch Protozoen
B82.0 Intestinale Helminthose, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Als Darmparasitose bezeichnet man den Befall des Darmtrakts durch Parasiten wie Würmer (s. Wurmerkrankung) oder Protozoen (bestimmte Flagellaten und Amöben). Diese Parasiten gelangen typischerweise durch Schmierinfektion in den Darmtrakt, indem sie dann in manchen Fällen lange Zeit überleben können. Dabei treten oft unspezifische Beschwerden bis hin zu schweren Durchfallerkrankungen (etwa bei Entamoeba histolytica) auf.

Ursache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spulwurm

Ursächlich beim Menschen sind (humanpathogene) Protozoen des Darms[1] wie Giardia intestinalis, Dientamoeba fragilis, Entamoeba histolytica, Entamoeba coli, Endolimaxana, Blastoystis hominis, Cryptosporidium, Cyclospora, Sarcocystis und Isospora belli, oder Würmer[2], die den Darm befallen, z.B. Schistosoma mansoni, S. haematobium, Fasciola hepatica, Fasciolopsis buski, Dicrocoelium dendriticum, Clonorchis, Dipyllobothrium latum, Taenia, Spul- und Peitschenwurm.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In erster Linie erfolgt die Infektion über den Mund durch mangelhafte Hygiene. Ungewaschenes Obst oder ungekochte Speisen gehören dazu. Das Waschen der Hände mit Seife vor jeder Nahrungsaufnahme sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber einige der oben genannten Krankheitserreger können auch über die Haut beim Baden in verseuchtem Wasser oder beim Barfußlaufen über den Boden in den Körper gelangen.

Klinische Erscheinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die klinische Erscheinung ist oft unspezifisch, häufige Symptome sind Bauchschmerz, Brennen beim Wasser lassen, chronische Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Nachtschweiß, Muskelkrämpfe, Juckreiz (insbesondere auch in Anal- und Schambereich), Schwäche, Muskel- und Gelenkschmerz.

Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor jeder Behandlung ist es notwendig, den Erreger zu eruieren. Die Therapie richtet sich spezifisch nach dem Erreger.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie, Thieme, Stuttgart 2001, S. 526
  2. Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie Thieme Stuttgart 2001, S. 568