David Thabo Simelane

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David Thabo Simelane (* 1956 in Swasiland) ist ein Serienmörder, der wegen des Mordes an 28 Frauen zum Tode verurteilt wurde. Möglicherweise beträgt die Zahl seiner Opfer auch 45.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mordserie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simelane brach seine Schullaufbahn ab, obwohl sein Onkel versuchte, ihm den Besuch einer weiterführenden Schule zu ermöglichen.

Er sagte vor Gericht aus, er sei, da er eine Frau ausgeraubt und vergewaltigt hatte, zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Dann habe er sich nach seiner Entlassung im Jahr 1998 vorgenommen, Rache zu üben, indem er eine Mordserie begann. Diese Mordserie dauerte von den späten 1990er Jahren bis zum Jahr 2001, als die Polizei ihn aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung verhaftete.

Simelane brachte Frauen dazu, mit ihm in den Wald zu gehen. Er fesselte seine Opfer dort und übte sexuelle Gewalt gegen sie aus, um sie dann mit bloßen Händen zu erwürgen oder zu erstechen, wenn sie zu starken Widerstand leisteten. Viele von ihnen enthauptete er auch, entweder vor oder nach Eintritt des Todes. Simelane entwendete den Opfern oftmals Geld und Wertgegenstände, um damit an Glücksspielen teilzunehmen. Unter den Opfern waren mehrere Schwangere.

Ermittlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäfer auf der Suche nach einer entlaufenen Kuh entdeckten im Usuthu-Pulp-Wald in Malkerns Leichenteile und verständigten die Behörden, die bald sechs forensischen Experten aus Südafrika um Amtshilfe baten.

Simelane konnte im April 2001 auf einer Straße in der Nähe der Gräber festgenommen werden und führte die Polizei zu weiteren Gräbern, sodass insgesamt 45 Leichen gefunden werden konnten. Auch die Leichen von vier Babys waren unter den Toten. Wegen der stark fortgeschrittenen Verwesung wurde Simelane wegen 34 Morden angeklagt.

Prozess und Verurteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Prozesses wurde er des Mordes in 28 Fällen für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Er zeigte im Verlauf des Prozesses keine Reue für seine Taten.

Nachdem Simelane vor dem höchsten Gericht in Berufung ging, wurde 2011 entschieden, dass der Prozess unzulässig lange gedauert hatte, die Todesstrafe, der Simelane noch heute (2015) harrt, wurde jedoch bestätigt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seiner Tante zufolge fand Simelane im Gefängnis zum Glauben und versteht sich als "wiedergeborener Christ" und predigt zu seinen Mitgefangenen.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Swaziland News David SIMELANE gets death penalty, to be hanged