Denkpsychologie

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Die Denkpsychologie ist eine Richtung der Psychologie, die vor allem mit der Würzburger Schule in Verbindung gebracht wird. Heutzutage ist die Denkpsychologie keine eigenständige Disziplin der Psychologie, sondern deren Inhalte werden in der Allgemeinen Psychologie, speziell der Kognitionspsychologie, erforscht.

Am Beginn des 20. Jahrhunderts leitete Oswald Külpe die Forschergruppe in Würzburg, woher auch der Name Würzburger Schule stammt. Die Würzburger Schule und die Gestaltpsychologie waren die Schulen, die eine elaborierte Denkpsychologie entwickelten.

Die Denkpsychologie befasst sich mit der wissenschaftlichen Erforschung des Denkens. Hierzu zählen drei Hauptgebiete:

  1. Das Problemlösen,
  2. das logische Schließen und
  3. die Begriffsbildung.

Auch das induktive Denken wird von der Denkpsychologie untersucht.

Bedeutende Vertreter der Denkpsychologie sind u. a. Karl Duncker, Oswald Külpe, Narziß Ach, Wilhelm Wundt, Karl Bühler und Max Wertheimer.

Methoden der wissenschaftlichen Erforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Funke: Problemlösendes Denken. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2003, ISBN 3-17-017425-8.
  • Walter Hussy: Denkpsychologie. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart
  1. Geschichte, Begriffs- und Problemlöseforschung, Intelligenz. 1984, ISBN 3-17-008366-X.
  2. Schlußfolgern, Urteilen, Kreativität, Sprache, Entwicklung, Aufmerksamkeit. 1986, ISBN 3-17-008367-8.
  • Hans Spada: Allgemeine Psychologie. Verlag Hans Huber, Bern 2006, ISBN 3-456-84084-5.
  • Thomas Städtler: Lexikon der Psychologie. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-520-83501-0.
  • Michael R. Waldmann, Momme von Sydow: Wissensbildung, Problemlösen und Denken. In: Kurt Pawlik (Hrsg.): Handbuch Psychologie. Springer Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-540-22178-6, Kap. 15.