Der Neue Weg

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Der Neue Weg wurde als Tageszeitung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands für den CDU-Landesverband Sachsen-Anhalt auf Grund einer Lizenz der SMAD gegründet. Die Zeitung erschien vom 1. Januar 1946 bis zum 28. Februar 1992.

Chefredakteur war von 1946 bis 1948 Herbert Kunze-Cornelius danach bis 1950 der Journalist Alwin Schaper, weitere waren Fred Eismann, Klaus Bigalke und nach der Wende der für die Kirchenseite zuständige Redakteur Michael Dorndorf. Die Redaktion, die Setzerei/Druckerei und der Verlag dieser Zeitung befanden sich in der damaligen Landeshauptstadt Halle (Saale). Nach Auflösung der Länder und Gründung der Bezirke der DDR 1952 versorgte der Verlag von Der Neue Weg die Leserschaft in Halle und Magdeburg sowie in Leipzig, der Bezirksstadt, die ursprünglich zum Land Sachsen gehörte und anfangs von der Dresdner CDU-Zeitung Die Union beliefert wurde. Im nahen Leipzig erschien die Zeitung allerdings mit gleichem Mantel wie im Verlagsort, jedoch unter dem Doppelnamen Der Neue Weg/Die Union. Vor allem die politischen Nachrichten lieferte bis zur Wendezeit 1989 die staatliche Nachrichtenagentur ADN. Eigenbeiträge betrafen insbesondere Aktivitäten der CDU in der DDR und kommunale Ereignisse. Vor allem wurden die Berichte über kulturelle Veranstaltungen, z. B. Theaterpremieren sowie Konzerte, Ratgeberseiten und der Gottesdienstplan der ortsansässigen Kirchengemeinden von den Lesern geschätzt. Bei den Anzeigen brachte der „Automarkt“ die hohen Erlöse – ähnlich wie beim Zentralorgan der CDU Neue Zeit. Die Auflagenhöhe im Jahre 1981 betrug 36.300 Exemplare.

Nach der Wiedervereinigung wurde Magdeburg neue Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, die Hauptredaktion von Der Neue Weg befand sich weiterhin in Halle. Der Anzeigenmarkt brach nach Aufhebung des Mangels an Kraftfahrzeugen immer mehr zusammen. Die Leserschaft nahm überdies durch die steigende Konkurrenz aller Printmedien auf dem Zeitungsmarkt zahlenmäßig erheblich ab und damit auch die gedruckte und die verkaufte Auflage. Das führte schließlich zur stufenweise Einstellung aller ehemaligen CDU-Zeitungen durch den neuen Eigentümer, die DZV Deutscher Zeitungsverlag GmbH, welche zur F.A.Z.-Verlagsgruppe gehörte. Das bedeutete auch das Ende der Zeitung Der Neue Weg.

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