Deutscher Fussball Klub

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Deutscher Fussball Klub, auch Deutscher F.K.[1], war ein Verein in Uruguay.

Deutscher Fussball Klub wurde 1896 von deutschstämmigen Bewohnern der uruguayischen Hauptstadt Montevideo gegründet. Er ist damit nach den 1891 gegründeten Albion Football Club und Central Uruguay Railway Cricket Club (CURCC), aus dem der spätere Weltpokalsieger CA Peñarol hervorging, und vor dem 1898 gegründeten Uruguay Athletic Club der drittälteste Fußballverein Uruguays. In späteren Jahren war der Verein als Sport Club Teutonia (auch Sportivo Teutonia) und Club Atlético Montevideo bekannt.

Zu den Mitgliedern des Vereins gehörten in der Anfangszeit bekannte Sportler jener Epoche wie beispielsweise die Strauchs, Leopold, Schubert, Ludeke, Sturzenegger sowie Turner der Sociedad de Gimnasia y Esgrima L'Avenir und Ruderer des Montevideo Rowing Club. Aufmerksamkeit erregte die Fußballmannschaft des DFK erstmals 1898, als diese starke Leistungen in Spielen gegen Uruguay Athletic und den CURCC ablieferte.[2]

Parque Central in Montevideo um 1900

Gemeinsam mit Albion, CURCC und Uruguay Athletic war er 1900 Gründungsmitglied des nationalen Fußballverbandes Uruguay Association Football League, der 1915 in Asociación Uruguaya de Fútbol umbenannt wurde. Zudem war Deutscher, wie der Verein allgemein genannt wurde, Teilnehmer an den ersten neun Meisterschaften von Uruguay.

1900 wurde dem Verein von der deutschen Strassenbahngesellschaft Transátlantica ein Teil des Parque Central von Montevideo als Sportplatz zur Verfügung gestellt. Daneben lag ein sogenannter internationaler Platz, der beispielsweise von britischen Seeleuten während ihres Aufenthalts in Montevideo genutzt wurde, und aus dem sich später mit dem Einschluss des DFK-Geländes das Stadion Parque Central des heutigen Spitzenvereins Nacional entwickelte.

Der DFK bestritt hier sein erstes Spiel am 25. Mai 1900 gegen CURCC. Nur zwei Tage später absolvierte Nacional im Parque Central hier das erste Spiel seiner Vereinsgeschichte gegen den DFK - die Mannschaften trennten sich dabei mit einem 1:1.

Nach dem Bürgerkrieg von 1904 änderte Deutscher seine Satzung und eröffnete die Mitgliedschaft auch für nicht deutschstämmige Uruguayer. Damit ging eine Änderung des Namens in Sport Club Teutonia einher. Gelegentlich erscheint dieser Name in Listen auch als Sportivo Teutonia.

In der Folgezeit entwickelte sich ein starker kreolischer Einfluss im Verein. Dieser führte bereits 1906 zu einer Umbenennung des Vereines in Club Atlético Montevideo. Unter diesem Namen nahm der Verein noch bis 1909 an der Meisterschaft teil. Über die weitere Entwicklung des Vereins liegen keine Angaben vor.

Es ist überliefert, dass der Verein ganz in weiß antrat, wobei das Trikot mit dünnen, himmelblauen vertikalen Streifen versehen war.

Platzierungen in der Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angegeben sind Platzierung und Zahl der Teilnehmer:

  • 1900: 4, von 4
  • 1901: 4. von 5
  • 1902: 3. von 6
  • 1903: 3. von 7
  • 1904: keine Meisterschaft
  • 1905: 4. von 5
  • 1906: 4. von 6
  • 1907: 5. von 6
  • 1908: 8. von 10
  • 1909: 9. von 10

Bilanz: 101 Spiele, G-U-V: 28 - 13 - 60, Tore: 114:236

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. José L. Buzzetti, Eduardo Gutierrez Cortinas: "Historia del Deporte en el Uruguay (1830 – 1900)", Montevideo 1965, S. 86
  2. José L. Buzzetti, Eduardo Gutierrez Cortinas: "Historia del Deporte en el Uruguay (1830 – 1900)", Montevideo 1965, S. 86