Deutscher Vortruppbund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Deutsche Vortruppbund (DVB) war eine Gruppierung innerhalb der frühen Jugendbewegung und der Lebensreformbewegung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn des Jahres 1912 erschien unter der Herausgeberschaft von Hans Paasche und Hermann Martin Popert die Zeitschrift Der Vortrupp. Halbmonatsschrift für das Deutschtum unserer Zeit. Aufbauend auf dem zeitkritischen Dürerbund-Roman Helmut Harringa von Popert versuchte der Vortrupp alle Lebensreformbestrebungen zusammenzufassen. Infolge der Herausgabe der Hefte sammelten sich die Leser in Interessensgruppen, deren Bündelung im September 1912 zur Gründung des Deutschen Vortruppbundes führte. Ende 1913 zählte der Bund 4000 Mitglieder in etwa 150 Ortsgruppen. Der Bund war Mitbegründer der Freideutschen Jugend und im Oktober 1913 Mitausrichter des Ersten Freideutschen Jugendtages auf dem Hohen Meißner.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Linse: Der Vortrupp (1912–1921). Ein lebensreformerisches Organ des fortschrittlich-liberalen Konservatismus in: Michel Grunewald, Uwe Puschner (Hrsg.): Le milieu intellectuel conservateur en Allemagne, sa presse et ses réseaux (1890–1960). – Das konservative Intellektuellenmilieu in Deutschland, seine Presse und seine Netzwerke (1890–1960). Peter Lang, Bern 2003, ISBN 3-906770-16-8
  • Winfried Mogge, Jürgen Reulecke: Hoher Meißner 1913 – Der Erste Freideutsche Jugendtag in Dokumenten, Deutungen und Bildern. Edition Archiv der deutschen Jugendbewegung. Bd. 5. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1988. ISBN 3-8046-8723-7
  • Hermann Martin Popert: Helmut Harringa: Eine Geschichte aus unserer Zeit. Köhler, Dresden 1910