Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe

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Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) ist ein 1997 gegründeter Verein mit Sitz in Walldorf (Baden), in dem sich über 3.300 Kunden der Firma SAP zusammengeschlossen haben. Sie ist damit einer der weltweit größten unabhängigen Interessenverbände der SAP-Anwender.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Struktur des Vereins gliedert sich in

  • Vorstand
  • Geschäftsstelle und
  • Arbeitskreise

Vorstandsvorsitzender ist Dr. Marco Lenck.

Die Mitglieder treffen sich regelmäßig in rund 200 Arbeitskreisen und -gruppen, die sich inhaltlich nach den Branchenlösungen, Prozessen und zentralen technischen Aspekten der SAP-Software ausrichten. Über 60.000 Personen aus über 3.300 Mitgliedsunternehmen diskutieren physisch, online und per Mail Potenziale für beide Seiten.[1]

Einmal jährlich findet der DSAG-Jahreskongress mit über 4.500 Teilnehmern statt, auf dem neben Keynotes von Kunden und SAP, Arbeitskreistreffen auch die Mitgliederversammlung abgehalten wird.

Im September 2009 wurde die Organisation des Vereins um einen "CIO-Beirat" erweitert, der strategische Themen von IT-Entscheidern (CIOs) der Mitgliedsunternehmen kanalisieren soll. Zusammen mit dem DSAG-Vorstand sollen so die Interessen der Mitglieder besser gegenüber der SAP vertreten werden.[2]

Zweck und Ziele der DSAG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Satzung bietet die DSAG „den organisatorischen Rahmen zur gemeinschaftlichen Interessenvertretung der deutschsprachigen Anwender von SAP-Produkten“. Ziel des Vereins ist die „partnerschaftliche Interessenabstimmung und Zusammenarbeit zwischen SAP-Softwarebenutzern und SAP zum Zweck des Ausbaus und der Verbesserung der SAP-Softwareprodukte“.

Mitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied in der DSAG können Unternehmen, Institutionen und Behörden werden, die SAP-Software einsetzen. Weiterhin können Beratungshäuser, die Services und Dienstleistungen für SAP-Kunden anbieten, Mitglied werden, unterliegen aber einem strengen Kodex. Mitgliedsbeiträge betragen - in Abhängigkeit von Umsatz und Tätigkeitsschwerpunkt des betreffenden Unternehmens - entweder 500 Euro oder 1.000 Euro im Jahr. Rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Einheiten innerhalb von Konzernstrukturen müssen jeweils eine eigene Mitgliedschaft abschließen.

Internationales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DSAG ist eine der größten SAP-Anwendergruppen weltweit. Ähnliche Zusammenschlüsse gibt es ebenfalls in den USA (Americas SAP Users' Group, ASUG), Australien (SAP Australian User Group, SAUG), Großbritannien (SAP UK & Ireland User Group), Schweden, Niederlande, Italien, Schweiz, Spanien und anderen Ländern.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentral für das Vorgehen der DSAG sind die Sitzungen der einzelnen Arbeitskreise. In diesen berichten die Kundenvertreter von aktuellen Problemen mit den SAP-Lösungen ebenso wie über neue Funktionalitäten, die aus ihrer Sicht sinnvolle zukünftige Erweiterungen darstellen würden. Diese Kritik und die Anregungen werden in Form von Entwicklungswünschen in internen Sitzungen der SAP bekanntgemacht. Diese Anregungen und die Kritik haben nach Einschätzung der Fachpresse durchaus Gewicht für die zukünftige Entwicklung der Produkte und die weitreichende Produktstrategie.[3]

Darüber hinaus wird die DSAG öfters von der Wirtschaftspresse als unabhängiger Ansprechpartner für Fachfragen herangezogen.[4][5]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Verein wird zum Teil vorgeworfen, nicht ausreichend Distanz zum SAP-Konzern zu wahren. Insbesondere im Vorfeld des Jahreskongresses 2007 wurde von Seiten der Mitglieder der Vorwurf laut, der Verein „sei zu sehr von der SAP abhängig und würde die Mitglieder zu wenig neutral informieren“.[6] Seit dem Streit über die Einführung des verpflichtenden Enterprise Support durch die SAP hat sich dieser Vorwurf stark relativiert.[7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eigenauskunft auf DSAG-Website
  2. Pressemeldung der DSAG
  3. http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=201197&_t=ft&_b=1347399
  4. Z.B. im Handelsblatt
  5. Süddeutsche: Süddeutsche.de: Manchmal kracht es. Süddeutsche, abgerufen am 28. Oktober 2017.
  6. Bericht in der Computerwoche
  7. http://www.computerworld.ch/aktuell/news/47983/index.html
  8. Pressemitteilung (DSAG): Initiative der DSAG führt zu Klarheit bei der Lizenzpflicht. DSAG, 22. August 2017, abgerufen am 28. Oktober 2017.