Devotion

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Devot ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum gleichnamigen Film siehe unter Devot (Film).

Devotion (aus dem lat. für ‚Hingabe‘, ‚Geweihtsein‘) bezeichnet Ergebenheit, Unterwürfigkeit oder Demut.

Ursprung[Bearbeiten]

Das bekannteste Beispiel aus der römischen Geschichte ist Decius Mus (vgl. Liste der römischen Konsuln), der sich in einer Schlacht, die den Römern verlorenzugehen drohte, selbst hingab, um die sichere Niederlage abzuwenden. Ein Priester half ihm bei dem Ritual; danach stürzte Decius sich in die Reihen der Feinde, fiel und führte so den Sieg herbei (siehe Livius).

Im 15. Jahrhundert entstand die Devotio moderna mit ihrer Betonung der persönlichen Frömmigkeit. Sie war eine Reformbewegung der katholischen Kirche, die im 14. und 15. Jahrhundert in niederländischen und niederrheinisch-westfälischen Gebieten weit verbreitet war. Wesensmäßig ist für sie die Betrachtung der Passion Christi und ein Leben nach der Bergpredigt. Manchmal wird sie als Vorgängerin von Luthertum und Calvinismus angesehen.

BDSM[Bearbeiten]

Im BDSM-Bereich ist das Adjektiv devot auch sexuell konnotiert. Dort werden Personen als devot bezeichnet, die sich zur eigenen Luststeigerung anderen unterwerfen und sich freiwillig durch die Anwendung physischer oder psychischer Methoden dominieren lassen. Hierbei werden häufig im Vorfeld die Regeln festgelegt, in deren Grenzen der devote Part die Abgabe von Kontrolle als erotisches Stimulans empfindet. Das Gegenstück dazu ist dominant.

siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: devot – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen