Die Philosophie des Als Ob

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Die Philosophie des Als Ob ist das Hauptwerk des Philosophen Hans Vaihinger.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch stellt eine Erkenntnistheorie sowie lebenspraktisch orientierte Welt- und Lebensanschauung auf. Vaihinger beschreibt menschliches Wissen als irrtumsbehaftet und widersprüchlich und stellt die Frage, wie die Tatsache zu erklären sei, dass man ausgehend von diesen falschen Annahmen dennoch zu Richtigem gelangen könne. Vaihingers Antwort ist, dass die Annahmen eine praktisch nützliche Fiktion darstellen, und dass das Wissen folglich nur pragmatisch begründet werden könne, durch den Erfolg, der sich bei der Anwendung einstellt. Religiöse und metaphysische Ansichten seien wie die Logik nicht in einem objektiven Sinne wahr, da dies nicht festgestellt werden könne. Stattdessen sei die Frage zu stellen, ob es nützlich sei, so zu handeln „als ob“ sie wahr seien.

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche, 1911. – 2. Aufl. 1913, 3. Aufl. 1918, 10. Aufl. 1927, reprint 1986.
  • Siebente und Achte Auflage: 1922.
  • Volksausgabe [auf Grundlage der „Neunten und Zehnten Auflage“]: 1923 (Zweite Auflage: 1924).
  • Engl. Ausgabe unter dem Titel: The Philosophy of »As If«. A System of the Theoretical, Practical and Religious Fictions of Mankind. Übersetzung der sechsten deutschen Auflage von C. K. Ogden: 1924 (hiervon: Vierte Auflage: 1965).
  • Italienische Ausgabe unter dem Titel: La filosofia del »come se«. Sistema delle finzioni scientifiche, etico – pratiche e religiose del genere umano. Trad. F. Voltaggio 1967.
  • „Die Philosophie des Als Ob.“ Mitteilungen über ein unter diesem Titel soeben erschienenes neues Werk. Von dessen Herausgeber H. Vaihinger. In: Kant-Studien, Bd. 16 (1911), S. 108–115.
  • Erklärung betr. meine Autorschaft an der „Philosophie des Als Ob“. In: Kant-Studien. Bd. 16 (1911), S. 522f.