Die Rose der Wildnis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Film
OriginaltitelDie Rose der Wildnis
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1918
Länge ca. 65 Minuten
Stab
Regie Walter Schmidthässler
Drehbuch Louis Levy[1]
Produktion Alfred Duskes für Neutral-Film (Berlin)
Besetzung

Die Rose der Wildnis ist ein 1916 gedrehtes, deutsches Stummfilmmelodram mit Asta Nielsen, das erst Anfang 1918 in den Kinos anlief.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zigeuner Jarow hat sich in die Zigeunerin Wanda verliebt, die jedoch seine Gefühle nicht erwidert. Wanda will mehr aus ihrem Leben machen, will reich und anerkannt werden. Sie glaubt dies nur erreichen zu können, in dem sie die kleine, ihr bekannte Welt, das Zigeunerlager, verlässt. Als sie äußerst müde bei einer Wahrsagerin ankommt, fällt Wanda in einen tiefen Schlaf und beginnt ihr gewünschtes Schicksal zu träumen.

Dort begegnet sie dem wohlhabenden und angesehenen Adeligen Ruprecht von Harlau, in dessen Gewalt sie gerät. Später wird sie Tänzerin, lernt anschließend einen Maler namens Kurt kennen und lieben, ermordet danach den furchteinflößenden Ruprecht und suchte Schutz und Rettung bei Kurt. Schließlich stirbt sie an einem Herzschlag. Doch dies war nur ein Traum, und aus ihm erwacht, stößt Wanda auf den sie suchenden Jarow und verlobt sich mit ihm.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rose der Wildnis war neben Das Eskimobaby, Dora Brandes, Im Lebenswirbel, Die Börsenkönigin, Der erste Patient, Das Waisenhauskind und Das Liebes-ABC einer von acht Filmen, die Asta Nielsen im Sommer 1916 für den Verleih Neutral-Film unter einfachsten Bedingungen drehte. Nielsen finanzierte Im Lebenswirbel sowie die weiteren Filme selbst, die Dreharbeiten fanden im von ihr angemieteten Union-Atelier in Tempelhof statt. Nach Fertigstellung von Dora Brandes und Das Liebes-ABC kam es zu Zahlungsdifferenzen, sodass Nielsen nach eigener Aussage die Zusammenarbeit mit der Filmgesellschaft gerichtlich löste und die gedrehten, aber noch nicht fertiggestellten Negative an eine andere Filmgesellschaft verkaufte. Diese war dabei laut Vertrag zur Versicherung der Negative verpflichtet, wobei die Versicherungskosten bei eventuellem Schaden an Nielsen ausgezahlt werden sollten. Tatsächlich wurden sämtliche sechs Originalnegative der Filme kurze Zeit nach der Uraufführung beim Brand einer Kopieranstalt vernichtet.[2][3] Die Verleihfirma beanspruchte das Geld der Versicherung jedoch für sich. Der sich anschließende Gerichtsprozess zwischen der Firma und Asta Nielsen wurde erst 1922 zu Nielsens Gunsten entschieden, als die Versicherungssumme durch die Inflation bereits wertlos geworden war.[2]

Die Rose der Wildnis wurde in Österreich-Ungarn unter dem leicht veränderten Titel Eine Rose der Wildnis angekündigt. Der je nach Quelle drei- oder vieraktige Film wurde im September 1917 zensuriert und am 28. Februar 1918 im Marmorhaus uraufgeführt. Die Wiener Erstaufführung wurde für den 22. März 1918 angekündigt. Der im Literaria-Film-Atelier von Berlin-Tempelhof gedrehte Film besaß eine Länge von 1328 Metern.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Paimann’s Filmlisten ist zu lesen: "Stoff phantastisch, Photos und Szenerie sehr gut. Spiel ausgezeichnet."[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die German Early Cinema Database gibt mit Aage Brandt (1889–1970) einen weiteren Drehbuchautoren an
  2. a b Asta Nielsen: Die schweigende Muse. Lebenserinnerungen. Henschel, Berlin 1977, S. 204.
  3. Das Liebes-ABC. In: Karola Gramann, Heide Schlüpmann (Hrsg.): Nachtfalter. Asta Nielsen, ihre Filme (= Kinothek Asta Nielsen. Bd. 2). Verlag Filmarchiv Austria, Wien 2010, ISBN 978-3-902531-83-4, S. 213.
  4. Eine Rose der Wildnis in Paimann‘s Filmlisten (Memento des Originals vom 31. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/old.filmarchiv.at