Dirk Reinhardt

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Dirk Reinhardt (* 19. Mai 1963 in Bergneustadt) ist ein deutscher Historiker und Kinder- und Jugendbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Reinhardt wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe von Gummersbach auf. Nach dem Abitur studierte er ab 1983 an der Universität Münster zunächst Germanistik und schloss 1991 sein Studium mit einer Promotion in Geschichtswissenschaft ab. Dirk Reinhardt war bis 1994 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der WWU Münster beschäftigt. Danach arbeitete er als freier Journalist und Texter vor allem in den Bereichen Sozial- und Kulturmarketing. Seit 2012 ist er ganz als freier Schriftsteller tätig.

Anastasia Cruz - Die Höhlen von Aztlán[1] ist das erste Kinderbuch von Dirk Reinhardt, dem die Fortsetzung Anastasia Cruz - Die Bücher des Thot[2] ein Jahr später folgte. Sein Jugendroman Edelweißpiraten[3] stützt sich auf Gespräche und Aufzeichnungen von Überlebenden, die in der Nazi-Zeit als Edelweißpiraten aktiv waren. Die Theaterfassung des Romans läuft am Comedia Theater in Köln.[4] In seinem Jugendroman Train Kids befasst sich Dirk Reinhardt mit der Situation von jugendlichen Migranten, die mit Güterzügen in Mexiko unterwegs sind. Für seine Recherchen führte er in Mexiko längere Gespräche mit vielen der betroffenen Jugendlichen. Ergänzend zu seinen Jugendromanen stellt Dirk Reinhardt Unterrichtsmaterialien zusammen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anastasia Cruz: Die Höhlen von Aztlán[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Dirk Reinhardts Debütroman liest sich faszinierend. […] Durch die Augen seiner Protagonistin nimmt die Vergangenheit, wenn auch zunächst nur in Erzählungen, Gestalt an. Dabei erfährt der Leser sehr viel interessante Fakten über die blutige Eroberung Mittelamerikas durch die marodierenden Conquistadores, aber auch über das Leben im heutigen Mexiko. […] Insgesamt ein Jugendbuch, das seine Leser nicht nur spannend unterhält, sondern auch viel Wissenswertes vermittelt und dabei immer auch die speziellen Probleme der Jugendlichen im Auge behält.“ [15]

Anastasia Cruz: Die Bücher des Thot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Bücher des Thot [ist] ein wunderbares Jugendbuch, das die Begeisterung von historischer Forschung zu vermitteln vermag, ohne dafür ein historisches Setting bemühen zu müssen. Es bleibt mit seiner neugierigen, jungen Hauptfigur so nah am Leser wie möglich, so dass sowohl Mädchen als auch Jungen sich mit ihr gut identifizieren können. Anastasia Cruz sticht durch seine geistreiche, fantasievolle Aufmachung aus der Menge der Abenteuerliteratur klar heraus.“ Litlog – Göttinger eMagazin für Literatur, Kultur, Wissenschaft (Rüdiger Brandis) [16]

Edelweißpiraten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Edelweißpiraten ist eine unglaublich spannende Geschichte über jugendliche Widerstandskämpfer, die sich, gestützt auf ihren Freiheitsdrang und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl, mit einem brutalen Regime anlegten, ohne die grausamen Konsequenzen zu scheuen. Dirk Reinhardt möchte nicht, dass die Geschichte der Jungen und Mädchen, die so viel Mut bewiesen und eine Menge Rückgrat gezeigt haben, vergessen wird. Mit Edelweißpiraten hat er seinen großartigen Teil dazu beigetragen.“ Junges Buch (Bianka Boyke)[17]

„Das Erzählen auf zwei Zeitebenen, das Dirk Reinhardt für sein Buch gewählt hat, erweist sich als adäquates Mittel, den Lesern die Geschichte der Edelweißpiraten durch die Authentizität eines Tagebuchs hautnah zu vermitteln und zugleich auf der Gegenwartsebene durch die Gespräche Daniels mit dem alten Mann eine Reflexionsebene einzuziehen, die zum Nachdenken und zur seelischen Verarbeitung des Gelesenen Hilfe bietet. Dadurch werden auch die jungen Leser von heute mit dem z. T. brutalen und unmenschlichen Geschehen nicht allein gelassen.“ Volkacher Bote – Zeitschrift der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur (Günter Lange)[18]

„Der historisch sehr gut recherchierte Roman, der, auch wenn die Figuren fiktiv sind, auf tatsächlichen Ereignissen fußt, stellt ein eindrucksvolles Zeugnis von Zivilcourage und Widerstand dar, zeigt aber auch sehr klar, wie schwierig es war, im Terror-System des Dritten Reiches gegen die Passivität der Masse anzukämpfen. Unbedingt lesen!“ Jugendschriftenausschuss des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbandes (Heidrun Scharrer)[19]

Train Kids[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Reinhardt, Historiker und Germanist, versteht es großartig, nicht allein überaus fesselnd zu erzählen; er kommt in seinem nicht nur für Jugendliche empfehlenswerten Roman dem Ideal der sprachlichen Kongruenz von Form und Inhalt nahe. […] Insgesamt liegt hier ein überaus gehaltvoller, großartig sprachlich spannend wie kunstvoll erzählter Jugendroman zu einem der brennendsten Probleme unserer Zeit vor, den man nur jeder/jedem uneingeschränkt empfehlen kann.“ 1000 und 1 Buch – Das österreichische Magazin für Kinder- und Jugendliteratur (Franz Derdak)[20]

„Dirk Reinhardt ist nach Mexiko gereist, um vor Ort zu recherchieren. Seine Beobachtungen und Erlebnisse verarbeitet er in einer mitreißenden Flüchtlingsgeschichte um fünf Jugendliche, die versuchen, die mehr als zweieinhalbtausend Kilometer auf Güterzügen zu überwinden, um ihre Eltern in den USA zu suchen. […] Train Kids ist ein packendes Stück Flüchtlingsliteratur, authentisch und ergreifend. Nicht nur für Jugendliche.“ Amnesty Journal[21]

„Insofern liefert der Autor drastische, realistische Einblicke in die Migrationsszene des amerikanischen Kontinents, vermittelt dabei Verständnis für diese nicht legalen Einwanderungsströme und deutet an, dass der Bau immer perfekterer Grenzzäune dieses Problem keinesfalls lösen kann, sondern nur eine Verbesserung der sozialen Lage in den Herkunftsländern. Eine Einsicht, die auch auf unsere Wanderbewegungen zutreffen. Die Lektüre ist also gleichermaßen spannend, global zutreffend und lehrreich.“[22]

„Train Kids verbindet ein aktuelles Thema mit einer sehr spannenden Geschichte und vielen authentischen Schilderungen Mexikos. Geschickt kombiniert der Autor Gegenwart und Vergangenheit, Action und Erinnerungen. Man hört, sieht und spürt förmlich das endlose Rattern der Züge, den Fahrtwind und die Sterne am Nachthimmel. Aber auch die Angst, die Verzweiflung und die nie endende Hoffnung der Jugendlichen. All das grandios erzählt in eindrucksvollen, auch mal leise pathetischen Bildern.“ [23]

„Der fragwürdige Reiz von Dystopien und drastischen Psychothrillern hat in letzter Zeit den Diskurs über Jugendliteratur mitgeprägt. Dieser Roman ist härter; nicht weil er darauf abzielt, sondern weil er von einer harten Wirklichkeit erzählt.“ Neue Zürcher Zeitung am Sonntag (Hans ten Doornkaat)[24]

„Das Buch entstand auf der Grundlage zahlreicher Gespräche, die der Autor mit echten train kids geführt hat: Jugendlichen, die versuchen, Mexiko auf Güterzügen zu durchqueren. Und deshalb ist diese Geschichte ebenso schonungslos wie wahrhaftig. […] Junge Leser (und nicht nur sie) werden anschließend einen anderen Blick auf Ereignisse haben, von denen sie täglich in den Nachrichten hören – denn hier bekommen nüchterne Zahlen ein menschliches Gesicht.“ [25]

„Eigentlich geht es auf den gut 300 Seiten nur um eine Eisenbahnfahrt vom guatemaltekischen Grenzfluss Rio Suchiate bis zum Rio Bravo, der in den USA Rio Grande heißt. Doch wie in einem spannenden Road Movie, in dem es ja auch oft um gefährliche Ziele geht, die in der Ferne liegen, ist die Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd.“ Süddeutsche Zeitung (Ralf Husemann)[26]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besprechung von Carsten Kuhr auf "Phantastik News" [1]
  2. Rezension von Rüdiger Brandis in LitLog - Göttinger eMagazin für Literatur - Kultur - Wissenschaft Archivlink (Memento des Originals vom 7. Februar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.litlog.de
  3. Siehe Franziska Vorhagen: Der Widerstand des kleinen Mannes. In: Octopus. Lesen und Hören. [2]
  4. Stephan Martin Meyer: Mutige Jugendliche aus Ehrenfeld auf der Bühne. In: Meine Südstadt. [3]
  5. kinderbuch-couch.de
  6. lesen-in-deutschland.de
  7. [4]
  8. Deutschlandfunk: Die sieben besten Bücher für junge Leser im März [5]
  9. Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V.: Buch des Monats April 2015 [6]
  10. [ https://www.ijb.de/spezialbibliothek/white-ravens-2015/single/article/german-germany-10/193.html]
  11. [7]
  12. [8]
  13. [9]
  14. [10]
  15. Phantastik-News (Carsten Kuhr) [11]
  16. Archivlink (Memento des Originals vom 7. Februar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.litlog.de
  17. [12]
  18. [13]
  19. [14]
  20. [15]
  21. [16]
  22. Bundesverband Leseförderung [17]
  23. Deutschlandradio (Sylvia Schwab) [18]
  24. [19]
  25. Stiftung Lesen Archivlink (Memento des Originals vom 2. Juni 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stiftunglesen.de
  26. [20]