Diskussion:Ein Käfer im Ameisenhaufen

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Probleme[Quelltext bearbeiten]

Ich habe mit dem Artikel meine Probleme. Zunächst das Vokabular:

In den mir vorliegenden Werken der Strugazkis taucht das Wort "Rassen" nicht auf. In Bezug auf die Wanderer oder bei den rätselhaften Wesen in "Die Dritte Zivilisation" ist immer von "Nichthumanoiden" die Rede. Es kann natürlich sein, dass es unterschiedliche Übersetzungen gibt. Aber auch dann wäre ich dafür, das Wort "Rassen" in "nichthumanoide Zivilisationen" zu ändern.

Die Formulierung "Volk der Wanderer" halte ich ebenfalls für fragwürdig. Über die Wanderer ist bei den Strugazkis fast nichts bekannt nd wird auch nichts bekannt. Man weiss daher nicht, ob es sich um ein "Volk" oder beispielsweise um einen gigantischen Superorganismus handelt. Das Wort "Volk" kann mE nur bei humanoiden oder ähnlichen Zivilisationen (Kopfler) Verwendung finden und wurde von den Strugazkis auch nur bei diesen verwendet.

Nachfolgenden Abschnitt halte ich inhaltlich für misslungen:

Ein geheimes Experiment bedroht das Fortbestehen der Menschheit – schlimmer noch; was in den Jahren zuvor geschehen ist, lässt sich kaum rückgängig machen. Und obwohl alle gegen Maxim arbeiten, schafft er es doch, sich ein umfangreiches Bild von dem zu machen, was der Menschheit da droht.

Das Buch gibt diese Formulierung nicht her. Die "Findelkinder" sind zwar zweifelsfrei eine Einflussnahme der Wanderer auf die Menschheit, aber es wird nicht erklärt, zu welchem Zwecke diese Beeinflussung erfolgt, ob ihr überhaupt etwas droht. Sikorskis Befürchtung vom "Iltis im Hühnerstall" steht Gorbowskis These vom harmlosen "Käfer im Ameisenhaufen" entgegen, die von den Strugazkis nicht umsonst als Buchtitel gewählt wurde. Und in dem Fortsetzungsroman Die Wellen ersticken den Wind ist die These von den aggressiven Absichten der Wanderer bereits zu den Akten gelegt. --Mastermaus 10:08, 20. Jan. 2009 (CET)

Ja. Im Roman sehr deutlich thematisiert, wie das "Verhalten" oder die Eingriffe der Wanderer in andere Zivilisationen unterschiedlich bewertet werden können. Im Artikel wird nicht die Position der Figur "Kammerer" wiedergegeben, sondern wie oben beschrieben die seines Vorgesetzten "Sikorsky". Dessen Verhalten (Angst vor einem bösartigen Eingriff der Fremden) wird in weiteren Büchern als "Sikorsky"-Syndrom beschrieben. Es gibt noch weitere Positionen; die "Kopfler" lehnen den Kontakt mit den "Findelkindern" ab, die Bewohner der Pandora repräsentieren konservatives Risikomanagement und lassen eigene "Findelkinder" nicht zu. Auf der "Erde" wiederum wird ihnen zumindest das Recht auf Leben zugestanden, wobei sich das Sikorsky-Syndrom bereits in der Benennung der Artefakte, die ihnen zugeordnet werden, zeigt - nämlich "Zünder". Und schliesslich und endlich wird ein Findelkind tatsächlich mit seiner Vergangenheit konfrontiert - und es passiert schlichtweg garnichts. Kammerer wiederum nimmt eine journalistisch/neutrale Perspektive ein, vermittelt aber auch Mitleid mit den "Findelkindern". Eine Bedrohung wird im Roman nie erwähnt. Tatsächlich kann man dies auch schön als Konfrontation der Erdengesellschaft mit fremden "Progressoren" verstehen. Die "Erde" entsendet Personal als Agenten auf Welten, um dort die Bewohner von jeweiligen Sklavenhalter- Feudal- oder gar faschistisch-kannibalistischen Gesellschaften durch Weiterentwicklung ("Progress") zu befreien. Ähnlich wie den Bewohner dieser Welten erscheint das Verhalten der Wanderer fremdartig und völlig unverständlich - schliesslich hat die Erde bereits eine soziale Utopie erreicht und ist damit beschäftigt, anderen zu helfen. Probleme bereiten hautpsächlich riskante Experiemente und der Risiko-Eifer der Jugend oder die Konfrontation mit Kulturen, deren Entwicklung in eine völlig andere Richtung (biologische Perfektion usw.) verlaufen ist. Was die "Findelkinder" bedeuten, wird nie abschliessend geklärt. -- 88.67.81.83 17:39, 9. Mär. 2010 (CET)
Kapitel Inhalt überarbeitet. Gruß --Cvf-psDisk+/− 14:20, 23. Feb. 2012 (CET)

Probleme II[Quelltext bearbeiten]

Genau so ungeschickt ist folgender Satz gewaehlt: "nur über bestimmte Phänomene muss die Menschheit zum Schluss kommen, dass eine Rasse existiert, die über weitaus größere technische Möglichkeiten verfügt als der Mensch und alle ihm bekannte Rassen". Ein Sarkopharg ist kein Phaenomen sondern Realitaet, genauso wie die gesamte darum angeordnete Technologie. Der Begriff Phaenomen wuerde ja noch auf die Beschreibung von Operation "Sterbende Welt" gelten aber nicht auf die Findelkinder! (nicht signierter Beitrag von Leonard the magnificent beast (Diskussion | Beiträge) 02:27, 2. Aug. 2009 (CEST))

Das mit den größeren technischen Möglichkeiten ist auch nicht ganz eindeutig, da einige Wanderer-Artefakte auch eher primitiv sind bzw. als analysierbar und verständlich dargestellt werden. Eher unverständlich ist die ihre hohe Kenntniss des Menschen und die Möglichkeiten, Artefakte zu schaffen, die scheinbar ohne Signale mit Ihnen kommunizieren können. Die Wanderer erscheinen eher durch ihre Maßnahmen als geheimnisvoll, nicht als Superzivilisation. -- 88.67.81.83 17:54, 9. Mär. 2010 (CET)
Abschnitt etwas umformuliert (Relikte, die mit demselben Metall ausgekleidet sind). Ansonsten stellen die Brüder die Wanderer immer als Superzivilisation (gottgleich o.ä.) dar. Gruß --Cvf-psDisk+/− 14:32, 8. Feb. 2012 (CET)